Zwei Tote, als Emirates-Frachtflugzeug in Hongkong ins Meer stürzt

Zwei Tote, als Emirates-Frachtflugzeug in Hongkong ins Meer stürzt
Diya Poddar
20. Okt. 2025, 10:20 AM
  • Vier Besatzungsmitglieder wurden unverletzt gerettet.
  • Unfall ist seltener tödlicher Zwischenfall am Flughafen Chek Lap Kok.
  • Die Start- und Landebahn bleibt geschlossen; 11 Frachtflüge gestrichen.

Bei einem tragischen Absturz am Hong Kong International Airport sind zwei Bodenpersonal ums Leben gekommen, nachdem ein Frachtflugzeug von der Landebahn abgekommen und ins Meer gestürzt war.

Der Emirates-Flug EK9788, der gegen 03:50 Uhr Ortszeit (19:50 GMT) aus Dubai ankam, kollidierte mit einem Fahrzeug der Flughafenpatrouille, wobei beide Insassen ums Leben kamen.

Die vier Besatzungsmitglieder an Bord überlebten. Der tödliche Vorfall hat zu einer weitreichenden Untersuchung der Flugverkehrsverfahren und Sicherheitssysteme an einem der verkehrsreichsten Luftverkehrsdrehkreuze Asiens geführt.

Beamte untersuchen seltenen Unfall auf der Landebahn

Das Emirates-Frachtflugzeug, eine Boeing 747-481, die von der türkischen Fluggesellschaft Act Airlines im Rahmen eines Wet-Lease-Vertrags betrieben wird, hatte zum Zeitpunkt der Landung keine Fracht an Bord.

Das Flugzeug rutschte von der Landebahn ab, durchbrach den Umzäunung und prallte in ein Patrouillenfahrzeug, das auf einer Zufahrtsstraße parallel zur Landebahn fuhr, bevor es ins Meer stürzte.

Die Behörden sagten, dass die Start- und Landebahnbefeuerung und die Leitschilder normal funktionierten und die Flugsicherung korrekte Landeanweisungen gegeben hatte.

Die Ermittler versuchen nun herauszufinden, warum das Flugzeug in Richtung Meer abbog, anstatt seinen beabsichtigten Kurs beizubehalten.

Vor dem Aufprall wurde kein Notsignal gesendet, und die Rettungskräfte erreichten die Stelle innerhalb von zwei Minuten.

Taucher bargen später die Leichen der beiden Bodenmitarbeiter im Alter von 30 und 41 Jahren, die sieben bzw. zwölf Jahre Erfahrung hatten.

Betrieb der Start- und Landebahn und Sicherheitssysteme stehen auf dem Prüfstand

Die Flughafenbeamten betonten, dass sich der Streifenwagen innerhalb seines genehmigten Bereichs bewegte und nicht auf die Start- und Landebahn fuhr.

Der Absturz hat die Frage aufgeworfen, ob schlechtes Wetter, menschliches Versagen oder mechanische Probleme zu einer Abweichung des Flugzeugs geführt haben könnten.

Die Hong Kong Air Accident Investigation Authority (AAIA) leitet die Bemühungen, den Flugdatenschreiber und den Cockpit-Stimmenrekorder aus dem Meer zu bergen, um die letzten Momente des Anflugs zu verstehen.

Bilder vom Tatort zeigten, wie das Flugzeug in zwei Hauptteile zerbrach, wobei Teile des Rumpfes unter Wasser standen.

Eine Evakuierungsrutsche wurde erfolgreich ausgebracht und half bei der sicheren Rettung der Besatzung.

Trotz des schweren Aufpralls konnten alle vier Mitglieder unverletzt gerettet werden. Die Polizei teilte mit, dass mögliche strafrechtliche Ermittlungen im Rahmen der laufenden Ermittlungen nicht ausgeschlossen werden.

Die Flugstörungen dauern an, da eine Start- und Landebahn geschlossen bleibt

Der Hong Kong International Airport schloss die betroffene Start- und Landebahn vorübergehend für diesen Tag, obwohl die beiden verbleibenden Start- und Landebahnen den Betrieb fortsetzten.

Die Flughafenbehörde bestätigte, dass mindestens 11 ankommende Frachtflüge, die für Montag geplant waren, gestrichen wurden.

Der Absturz hat zu Betriebsverzögerungen geführt und die Aufmerksamkeit darauf gerichtet, wie schnell das Flughafenpersonal auf Notfälle mit großen Flugzeugen reagieren kann.

Dies ist der zweite tödliche Unfall seit der Verlegung des Flughafens von Kai Tak nach Chek Lap Kok im Juli 1998.

Der letzte tödliche Unfall ereignete sich im August 1999, als ein Passagierflugzeug der China Airlines während eines Taifuns eine Bruchlandung hinlegte, bei der drei Menschen ums Leben kamen.

Seitdem hat der Flughafen eine der besten Sicherheitsbilanzen in der Region geführt, was die Tragödie vom Montag zu einem seltenen und zutiefst besorgniserregenden Ereignis macht.