Moniepoint sammelt 200 Millionen US-Dollar, um die Fintech-Expansion in Afrika voranzutreiben

Moniepoint sammelt 200 Millionen US-Dollar, um die Fintech-Expansion in Afrika voranzutreiben
Diya Poddar
21. Okt. 2025, 09:32 AM
  • Visa, Google und Leapfrog gehören zu den wichtigsten Investoren in der Runde.
  • Das Start-up verarbeitet jährlich Transaktionen im Wert von über 250 Milliarden US-Dollar.
  • Die jüngste Runde bewertet Moniepoint mit über 1 Milliarde US-Dollar.

Der afrikanische Finanztechnologiesektor erlebt einen historischen Anstieg des Investoreninteresses, wobei sich Moniepoint nun zu einem der einflussreichsten Akteure der Region entwickelt.

Das in Lagos ansässige Start-up-Unternehmen, das Zahlungs-, Bank- und Überweisungsdienstleistungen anbietet, hat sich nach seiner letzten Finanzspritze in Höhe von 90 Millionen US-Dollar insgesamt 200 Millionen US-Dollar gesichert.

Die Runde, die von globalen Schwergewichten wie Visa Inc., Development Partners International LLP, Leapfrog und dem Google Africa Investment Fund von Alphabet Inc. unterstützt wird, signalisiert ein wachsendes Vertrauen in die digitale Wirtschaft Afrikas und ihre wachsenden Möglichkeiten zur finanziellen Inklusion.

Globale Investoren setzen auf Afrikas Wachstum im digitalen Finanzwesen

Die jüngste Investition spiegelt einen wachsenden Trend unter internationalen Anlegern wider, die sich in den aufstrebenden afrikanischen Fintech-Märkten engagieren möchten.

Einem Bloomberg-Bericht zufolge bestätigte Ross Strike, Senior Vice President von Moniepoint, dass globale Geldgeber immer mehr bereit sind, das langfristige Wachstum Afrikas zu finanzieren, insbesondere da mobile Konnektivität und digitale Zahlungen auf dem gesamten Kontinent an Bedeutung gewinnen.

Moniepoint plant, die Mittel für die Skalierung des Betriebs in seinem Heimatmarkt Nigeria einzusetzen und gleichzeitig neue Gebiete wie Kenia und Großbritannien zu erschließen. Die Bewertung des Unternehmens liegt nun bei über 1 Milliarde US-Dollar und gehört damit zu den wachsenden Fintech-Einhörnern Afrikas.

Obwohl Strike keine genaue Zahl nannte, unterstreicht dieser Meilenstein das Ausmaß des Vertrauens der Anleger in das Modell von Moniepoint für zugängliches, technologiegetriebenes Banking für Bevölkerungsgruppen mit unzureichenden Bankverbindungen.

Von nigerianischen Wurzeln zur kontinentalen Expansion

Moniepoint wurde 2015 von Tosin Eniolorunda gegründet und begann als Zahlungsabwickler und hat sich zu einer Full-Service-Finanzplattform entwickelt.

Heute verarbeitet das Unternehmen jährlich Transaktionen im Wert von mehr als 250 Milliarden US-Dollar, eine Zahl, die sowohl die Nachfrage nach digitalen Zahlungslösungen als auch den wachsenden Einfluss des Unternehmens auf den regionalen Handel unterstreicht.

Nigeria ist nach wie vor der größte Markt von Moniepoint, mit Millionen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die auf seine Plattform für sichere Echtzeit-Transaktionen angewiesen sind.

Das übergeordnete Ziel des Unternehmens ist es jedoch, in den nächsten Jahren in mindestens fünf afrikanischen Ländern tätig zu werden und dabei von einer jungen, digital geprägten Bevölkerung zu profitieren, die die Art und Weise, wie Finanzdienstleistungen abgerufen und bereitgestellt werden, verändert.

Afrikas Fintech-Welle führt zu Rekordkapitalzuflüssen

Der afrikanische Fintech-Sektor hat sich in rasantem Tempo von einer Nischeninnovation zu einem zentralen Wachstumstreiber der Wirtschaft des Kontinents entwickelt. Laut Bloomberg haben Startups in ganz Afrika laut der Startup-Datenbank Africa: The Big Deal in diesem Jahr bereits mehr als 2,2 Milliarden US-Dollar aufgebracht und damit die in den Jahren 2023 und 2024 verzeichneten Summen übertroffen.

Der Kontinent hat auch eine Rekordzahl von Fusionen und Übernahmen erlebt, was die Konsolidierung und Reife seines Startup-Ökosystems widerspiegelt.

Dieser Finanzierungsschub ist auf die starke Nachfrage nach Mobile-First-Finanzinstrumenten zurückzuführen, die Zugang zu Bank-, Kredit- und Überweisungsdiensten bieten.

Nigeria, Kenia und Südafrika dominieren weiterhin die afrikanische Fintech-Investitionslandschaft, wobei Unternehmen wie Flutterwave, Interswitch und Opay den Status eines Einhorns erreichen.

In der Zwischenzeit versucht das von Uber Technologies unterstützte Unternehmen Moove Berichten zufolge, 300 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 2 Milliarden US-Dollar aufzubringen – ein weiteres Zeichen für Afrikas expandierende Innovationswirtschaft.

Der Milliarden-Dollar-Meilenstein von Moniepoint und der Weg in die Zukunft

Die jüngste Finanzierung von Moniepoint platziert das Unternehmen fest in der Top-Fintech-Kohorte Afrikas und richtet es auf globale Investoren aus, die auf die digitale Zukunft des Kontinents setzen.

Seine Mission, einen integrativen, technologiebasierten Zugang zu Finanzmitteln zu ermöglichen, steht im Einklang mit dem breiteren Wandel hin zur Digitalisierung in den afrikanischen Volkswirtschaften.

Mit Visa und Google zu den Unterstützern gehört der Weg von Moniepoint in die Zukunft, seine Präsenz in bestehenden Märkten zu vertiefen, Produktinnovationen zu beschleunigen und die finanzielle Inklusion von Unternehmen und Privatpersonen gleichermaßen zu unterstützen.

Da Afrika weiterhin Rekord-Investitionszuflüsse verzeichnet, stellt das Wachstum von Moniepoint mehr als nur die Erfolgsgeschichte eines einzelnen Unternehmens dar – es unterstreicht einen strukturellen Wandel, der die Art und Weise, wie das Finanzwesen auf dem gesamten Kontinent funktioniert, neu gestaltet.