Kursanalyse der Unicredit-Aktie bei anhaltendem Gewinnwachstum

Kursanalyse der Unicredit-Aktie bei anhaltendem Gewinnwachstum
Crispus Nyaga
22. Okt. 2025, 09:15 AM
  • Die Unicredit-Aktie ist nach der Veröffentlichung starker Finanzergebnisse nervös.
  • Der Umsatz und der Jahresüberschuss des Unternehmens waren besser als erwartet.
  • Die technische Analyse deutet darauf hin, dass sich die Aktie weiterhin gut entwickeln wird.

Der Aktienkurs von Unicredit ist in den letzten Wochen zurückgegangen und stieg von einem Höchststand von 69,54 € im August auf aktuell 63 €. Er liegt immer noch etwa 70 % über seinem Tiefststand in diesem Jahr. Ist dies also eine gute Bankaktie, die man nach ihren Gewinnen kaufen kann?

Unicredit mit starken Ergebnissen

Der Aktienkurs von UCG bewegte sich in den letzten Wochen in einer engen Spanne, aber das könnte sich jetzt ändern, da das Unternehmen starke Finanzergebnisse veröffentlicht hat, die zeigen, dass die Strategie von Andrea Orcel aufgeht.

Der Nettoumsatz des Unternehmens stieg im dritten Quartal um 1,2 %, was zu einem Nettogewinn von 2,6 Milliarden Euro führte. Der Gesamtumsatz stieg auf 6,2 Milliarden Euro und lag damit über den Erwartungen der Analysten.

Vor allem hielt das Unternehmen an seiner Prognose eines Jahresgewinns von rund 10,5 Milliarden Euro fest, was das beste Jahr aller Zeiten sein wird. Anschließend wird voraussichtlich rund 9,5 Mrd. € in Form von Dividenden und Rückkäufen an die Aktionäre ausgeschüttet. In seiner Erklärung sagte Orcel:

Unicredit hat sich unter Orcel, der vor vier Jahren zum CEO ernannt wurde, gut geschlagen. Die Aktie ist von ihrem Tiefststand im Jahr 2021 um über 1.000% gestiegen und hat damit die meisten ihrer europäischen Pendants geschlagen.

Das Unternehmen hat seine Einnahmen und Gewinne weiter gesteigert, da es von den relativ hohen Zinssätzen in der Region profitiert hat. Gleichzeitig hat Unicredit die Kosten gesenkt, sich aus einigen der leistungsschwachen Geschäfte zurückgezogen und Kapital in profitablere Bereiche umgeschichtet.

Unicredit hat auch einige wichtige Unternehmensmaßnahmen angekündigt, um ihre Leistung zu steigern. Das Unternehmen erwarb eine große Beteiligung an der Alpha Bank, einem führenden Akteur im griechischen Bankensektor.

Orcels prägender Deal wird die Commerzbank sein, die zweitgrößte Bank in Deutschland mit einer Marktkapitalisierung von über 39 Milliarden US-Dollar. Er hat bereits rund 28 % des Unternehmens erworben und strebt eine vollständige Übernahme an, wodurch ein Moloch mit einem Vermögen von über 1,46 Billionen Euro entsteht.

Dieser Deal bleibt aufgrund des wachsenden Widerstands der deutschen Politiker in der Schwebe. Orcel geht davon aus, dass er im Jahr 2027 eine endgültige Entscheidung über die Verfolgung treffen wird.

Technische Analyse des Unicredit-Aktienkurses

Das Tages-Chart zeigt, dass der Aktienkurs von Unicredit im August einen Höchststand von 69,86 € erreichte und dann einen langsamen Abwärtstrend begann, der am 14. Oktober ein Tief von 60,80 € erreichte. Dieser Abwärtstrend führte zu einem absteigenden Kanal, was ein Zeichen dafür ist, dass er ein bullisches Flaggenmuster gebildet hat.

Die Aktie konsolidiert sich bei den 50- und 100-Tage-Exponential Moving Averages (EMA). Auch der Relative Strength Index (RSI) und der prozentuale Preisoszilator haben nach unten gezeigt.

Technische Daten deuten darauf hin, dass sich der Aktienkurs von UCG erholen und möglicherweise das bisherige Jahreshoch von 69,86 € erreichen wird, was etwa 10% über dem aktuellen Niveau liegt. Ein Anstieg über diesen Preis würde auf weitere Gewinne hindeuten, möglicherweise auf 75 € und mehr.

Dennoch sind Analysten besorgt darüber, ob sich der Anstieg der europäischen Bankaktien fortsetzen wird, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinssätze gesenkt hat.