Starbucks verkauft 60 % des China-Geschäfts an Boyu Capital in einem 4-Milliarden-Dollar-Deal

Starbucks verkauft 60 % des China-Geschäfts an Boyu Capital in einem 4-Milliarden-Dollar-Deal
Deepali Singh
04. Nov. 2025, 06:50 AM
  • Starbucks verkauft einen Anteil von 60 % an seinem China-Geschäft für 4 Mrd. $.
  • Der Deal mit der Private-Equity-Firma Boyu Capital bewertet die Einheit mit 13 Milliarden US-Dollar.
  • Der Schritt ist eine Reaktion auf den intensiven Wettbewerb durch lokale Rivalen wie Luckin Coffee.

Starbucks hat angekündigt, dass es einen Anteil von 60 % an seinem China-Geschäft an die Private-Equity-Gesellschaft Boyu Capital im Wert von 4 Milliarden US-Dollar verkauft, eine strategische Überarbeitung, die darauf abzielt, dem intensiven lokalen Wettbewerb zu begegnen und das zukünftige Wachstum in seinem inzwischen zweitgrößten Markt zu fördern.

Die Vereinbarung, die das chinesische Einzelhandelsgeschäft des Kaffeeriesen mit 13 Milliarden US-Dollar bewertet, markiert einen bedeutenden Strategiewechsel, da Starbucks versucht, seine Marke wiederzubeleben und seine Präsenz angesichts der sich verlangsamenden Verkäufe und des schnellen Aufstiegs inländischer Konkurrenten zu erweitern.

Eine strategische Partnerschaft für künftiges Wachstum

Im Rahmen der Vereinbarung wird Starbucks einen Anteil von 40 % an seinem chinesischen Einzelhandelsgeschäft behalten und die Marke Starbucks weiterhin im Land besitzen.

Das Unternehmen wird seinen Hauptsitz in Shanghai behalten und plant ehrgeizige Pläne, sein bestehendes Netz von 8.000 Filialen auf bis zu 20.000 Standorte zu erweitern.

In einer Erklärung bezeichnete Starbucks die Partnerschaft mit Boyu als einen "bedeutenden Meilenstein", der seine "weltweit anerkannte Marke, Kaffeekompetenz und partnerzentrierte Kultur mit Boyus tiefem Verständnis für chinesische Verbraucher verbindet".

Das Unternehmen plant die Einführung neuer Getränke und digitaler Plattformen, wobei der Deal voraussichtlich im nächsten Jahr abgeschlossen wird.

Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Starbucks mit jahrelang rückläufigen Umsätzen in China zu kämpfen hat, ein Trend, der durch die Covid-19-Pandemie, langsamere Verbraucherausgaben und harten Wettbewerb noch verschärft wird.

Vor allem das in Peking ansässige Unternehmen Luckin Coffee hat sich zu einem gewaltigen Herausforderer entwickelt, betreibt mittlerweile mehr Filialen in China als Starbucks und überzeugt die Kunden mit niedrigeren Preisen und häufigen Rabatten.

Als Reaktion darauf war auch Starbucks gezwungen, seine Preise zu senken, ein Schritt, der die Rentabilität des Unternehmens unter Druck gesetzt und zu einem strategischen Umdenken geführt hat.

Ein ausgetretener Pfad für globale Marken in China

Starbucks ist nicht der erste globale Konsumriese, der seine China-Strategie angesichts der lokalen Herausforderungen neu kalibriert.

Die Vereinbarung ist einer der größten Deals dieser Art in den letzten Jahren und folgt einem ähnlichen Weg, den andere große US-Marken eingeschlagen haben.

Im Jahr 2016 veröffentlichte Yum! Die Marken haben die chinesischen Aktivitäten von KFC und Pizza Hut ausgegliedert, nachdem sie jahrelang im Land gekämpft hatten.

Auch andere bekannte amerikanische Unternehmen, darunter die Modekette Gap und die Ride-Hailing-Plattform Uber, standen in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt vor erheblichen Hürden.

Die Entscheidung war monatelang erwartet worden, nachdem der ehemalige CEO Laxman Narasimhan im vergangenen Jahr gesagt hatte, das Unternehmen prüfe "strategische Partnerschaften", um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der neue Deal ist ein wichtiger Teil der umfassenderen globalen Turnaround-Mission, die vom derzeitigen CEO Brian Niccol geleitet wird.