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China baut KI-Autonomie aus: Baidu enthüllt neue Chips und Supernodes

China baut KI-Autonomie aus: Baidu enthüllt neue Chips und Supernodes
Diya Poddar
13. Nov. 2025, 08:55 AM
  • Die Chips sollen Anfang 2026 und 2027 auf den Markt kommen.
  • Zwei Supernode-Systeme, Tianchi 256 und Tianchi 512, wurden ebenfalls eingeführt.
  • Die Systeme verwenden die P800-Chips von Baidu und werden im nächsten Jahr auf den Markt kommen.

Baidu hat zwei neue Chips für künstliche Intelligenz (KI) und eine Reihe fortschrittlicher Computerprodukte vorgestellt und damit einen weiteren strategischen Schub in Chinas Streben nach technologischer Souveränität markiert.

Die Ankündigung, die auf der Technologiekonferenz Baidu World 2025 gemacht wurde, erfolgt inmitten der sich verschärfenden Chip-Spannungen zwischen den USA und China und der zunehmenden Beschränkungen für den Export fortschrittlicher amerikanischer KI-Halbleiter an chinesische Unternehmen.

Dieser Schritt spiegelt einen wachsenden nationalen Trend wider: die Beschleunigung der inländischen Entwicklung von Hochleistungsprozessoren, um die Abhängigkeit von ausländischen Technologien zu verringern.

Im Bereich der KI-Chips geht es in China nicht mehr nur um Innovation. Sie wird zu einem wichtigen Bestandteil der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit und der digitalen Infrastruktur des Landes.

Inländisches Chipdesign tritt in eine neue Phase ein

Die beiden neuen Chips, M100 und M300, sind für KI-Workloads ausgelegt. Der M100 von Baidu, ein auf Inferenz fokussierter Chip, soll Anfang 2026 auf den Markt kommen.

Inferenz, bei der trainierte KI-Modelle verwendet werden, um Echtzeit-Ausgaben zu generieren, ist von zentraler Bedeutung für Anwendungen wie Empfehlungssysteme, Chatbots und intelligente Suche.

In der Zwischenzeit wird der M300 sowohl das Training als auch die Inferenz unterstützen. Das Training ermöglicht es KI-Modellen, aus großen Datenmengen zu lernen, was diesen Chip zu einer vielseitigen Option macht.

Baidu hat den Start für Anfang 2027 geplant. Diese Produkte unterstreichen das Engagement des Unternehmens für die langfristige Halbleiterentwicklung, die 2011 begann.

Baidu ist in diesem Rennen nicht allein. Der rivalisierende chinesische Technologiekonzern Huawei hat bereits mit seinem CloudMatrix 384 die Aufmerksamkeit der Branche auf sich gezogen, einem Supercomputing-Cluster, der 384 seiner Ascend 910C-Chips verwendet.

Das System wird von einigen Beobachtern als leistungsfähiger angesehen als Nvidias GB200 NVL72, eines der fortschrittlichsten Angebote, die derzeit von dem US-amerikanischen Chiphersteller angeboten werden.

Supernodes werfen ein Schlaglicht auf Chinas Infrastrukturausbau

Zusätzlich zu seinen neuen Chips hat Baidu zwei Hochleistungs-Computing-Plattformen eingeführt, die als Supernodes bekannt sind.

Diese Systeme zielen darauf ab, die Gesamtleistung zu steigern, indem sie mehrere Chips miteinander vernetzen und so die Einschränkungen eigenständiger Geräte überwinden.

Das erste Produkt, Tianchi 256, wird 256 P800-Chips von Baidu enthalten und wird in der ersten Hälfte des Jahres 2026 erwartet.

Eine größere Version mit 512-Chips folgt in der zweiten Hälfte.

Die Entwicklung solcher Systeme zeigt einen klaren Fokus auf eine skalierbare Infrastruktur, die sich an den nationalen KI-Prioritäten orientiert.

Supernodes bieten nicht nur einen hohen Rechendurchsatz, sondern stellen auch einen Wandel in der Art und Weise dar, wie chinesische Unternehmen an das Hardware-Design herangehen. Der Fokus liegt nun auf modularen, skalierbaren Systemen, die im globalen Wettbewerb bestehen können.

Upgrade des Modells Ernie für Bild, Video und Text

Ein weiteres wichtiges Highlight der Veranstaltung war die neueste Version von Baidus großem Sprachmodell, Ernie.

Das Unternehmen sagte, dass die neue Version nicht nur Texteingaben, sondern auch bild- und videobasierte Aufgaben bewältigen kann.

Dies positioniert es direkter gegenüber multimodalen Modellen, die von internationalen Wettbewerbern entwickelt wurden, und passt zu Chinas umfassenderen Ambitionen, generative KI voranzutreiben.

Multimodale Modelle sind für Anwendungen der nächsten Generation unerlässlich, von der Moderation von Videoinhalten bis hin zu KI-gestützten digitalen Assistenten. Baidus Schwerpunkt auf der Integration dieser Fähigkeiten signalisiert eine Strategie, die über das Aufholen hinausgeht.

Es markiert den Beginn einer neuen Phase, in der chinesische Unternehmen Produkte entwickeln, die internationale Benchmarks herausfordern.