Trump und Xi halten Telefongespräch: Was ihr Gespräch für den Handel, den Krieg in Taiwan und der Ukraine bedeutet

Trump und Xi halten Telefongespräch: Was ihr Gespräch für den Handel, den Krieg in Taiwan und der Ukraine bedeutet
Devesh Kumar
24. Nov. 2025, 20:31 PM
  • Trump bestätigt einen Besuch in Peking im April und lädt Xi zu einem US-Staatsbesuch 2026 ein.
  • Die Staats- und Regierungschefs sprechen über Zölle, Fentanyl, Gespräche zur Ukraine und erneute landwirtschaftliche Käufe.
  • Xi bekräftigt feste Souveränitätsansprüche über Taiwan und widerspricht damit Trumps früheren Bemerkungen in Busan.

Präsident Donald Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping telefonierten am Montagmorgen in einem strategisch getimten Gespräch, das eine fragile, aber wachsende Zusammenarbeit im Handel signalisierte, während tiefere geopolitische Spannungen um Taiwan und die Ukraine unter diplomatischen Höflichkeiten schwelten.

Trump kündigte persönliche Treffen im April in Peking an und lud Xi ein, später im Jahr 2026 Washington zu einem Staatsbesuch zu besuchen, wobei er trotz struktureller Spannungen Einheit zeigte.

Die beiden Staatschefs diskutierten Zölle (wobei Trump die landwirtschaftlichen Erfolge für US-Landwirte hervorhob), Fentanyl-Lieferketten und Friedensverhandlungen in der Ukraine.

Doch Xi betonte Taiwans "Rückkehr nach China" als entscheidendes Element einer internationalen Nachkriegsordnung.

Die Märkte interpretierten den Aufruf als Deeskalation des Handelskriegs, obwohl Skeptiker befürchten, Peking könnte die Verpflichtungen rückgängig machen, falls sich die geopolitischen Kalkulationen verschieben.

Handelsauftauen verschleiert tiefere strategische Konkurrenz

Der Aufruf vom Montag bestätigte den fragilen Zollwaffenstillstand, der auf dem Busan-Gipfel im Oktober ausgehandelt wurde.

Dort stimmte Trump zu, die Erhöhung der Zölle auf chinesische Waren einzufrieren, im Austausch dafür, dass Peking die Vergeltungszölle auf US-Agrarprodukte aufhebt und gegen Fentanyl-Vorläuferstoffe vorgeht.

Trump schrieb gegenüber Truth Social, dass die beiden "eine bedeutende und vorteilhafte Vereinbarung für unsere herausragenden Landwirte erzielt hätten."

Er hob insbesondere Sojabohnen hervor, den führenden US-Agrarexport nach China und einen politischen Preis für Trumps Basis im Mittleren Westen.

China hatte seit Mai amerikanische Sojabohnen boykottiert und damit den landwirtschaftlichen Flächen einen echten wirtschaftlichen Schlag versetzt.

Die wiederaufgenommenen Käufe signalisieren eine moderate wirtschaftliche Erleichterung, obwohl Händler vorsichtig bleiben: Sojabohnen-Futures fielen nach Busan tatsächlich, da die Details unklar blieben.

Bei Fentanyl senkten die USA ihren 20%-Zoll auf 10% im Austausch für Pekings Versprechen, den Versand von Vorläuferchemikalien nach Nordamerika einzustellen.

Fentanyl bleibt zentral für die Überdosiskrise in Amerika, das mit jährlich zehntausenden Todesfällen verbunden ist.

Trump stellte es als Sieg dar; China bezeichnete dies als gegenseitige Zusammenarbeit. Der insgesamt effektive Zollsatz für chinesische Waren sank von 57 % auf 47 %, was zwar nach vorne vor 2020 noch historisch erhöht ist.

Der eigentliche Test folgt als nächstes: Ob China die versprochene Liberalisierung der seltenen Erden einhält und ob eine Seite den Waffenstillstand bis zu den US-Wahlen 2026 beibehält oder auf eine Eskalation zurückfällt, wenn sich politische Anreize verschieben.

Taiwan und Ukraine: Konkurrierende Vorstellungen von 'Ordnung'

Hier wurde der Anruf angespannt. Xi nutzte das Gespräch, um Chinas nicht verhandelbare Position zu bekräftigen: Taiwans "Wiedervereinigung mit China ist ein integraler Bestandteil der internationalen Nachkriegsordnung."

Diese Sprache ist bedeutsam. Sie widerspricht Trumps früheren Behauptungen, Taiwan sei in Busan nicht ernsthaft diskutiert worden.

Es kam auch zu einem explosiven Moment: Japans Premierministerin Sanae Takaichi hatte Wochen zuvor gewarnt, dass jeder chinesische Militärvorstoß gegen Taiwan eine japanische militärische Reaktion auslösen würde. Peking fürchtet eindeutig einen US-Japan-Taiwan-Koordinierungsblock.

Der Zeitpunkt zeigt Chinas Unsicherheit. Indem er Taiwan fest auf die Tagesordnung setzte und Souveränitätsansprüche wiederholte, signalisierte Xi eine rote Linie-Festigkeit, während er versuchte, auf anderen Ebenen vernünftig zu wirken.

Das ist ein klassischer diplomatischer Schachzug: Handel aufgeben, Souveränität festhalten.

Zur Ukraine bekräftigte Xi Pekings Unterstützung für "Frieden", vermied jedoch eine explizite Verpflichtung, Russland unter Druck zu setzen, was angesichts Chinas industrieller Unterstützung für Moskau und dessen Anteil an russischen Energieimporten eine auffällige Auslassung ist.

Trump, der sich auf die Verhandlungen in der Ukraine vor Thanksgiving freute, schien Xis Haltung strategischer Mehrdeutigkeit zu akzeptieren. Es ist ein Drahtseilakt, der niemanden zufriedenstellt, aber die Konfrontation hinauszögert.

Der Besuch in Peking im April und der Staatsbesuch 2026 signalisieren, dass beide Staatschefs Kontinuität und hochrangiges Engagement wollen.

Doch die zugrunde liegenden Spannungen, Taiwans Souveränität, konkurrierende wirtschaftliche Interessen und der Kurs der Ukraine bleiben ungelöst. Die Märkte werden beobachten, ob die diplomatische Wärme unter Druck hält oder bricht.