HICL und TRIG geben den Fusionsplan im Wert von 5,3 Milliarden Pfund nach Aktionärsaufstand auf

HICL und TRIG geben den Fusionsplan im Wert von 5,3 Milliarden Pfund nach Aktionärsaufstand auf
Vatsala Gaur
01. Dez. 2025, 11:57 AM
  • Fusionsplan im Wert von 5,3 Milliarden Pfund aufgegeben, nachdem HICL-Investoren den Vorschlag abgelehnt haben.
  • Rebel-Aktionäre argumentieren, dass der Deal TRIG in Bezug auf Bewertung und Struktur begünstigte.
  • HICL-Aktien steigen, TRIG fällt, da beide Unternehmen zu eigenständigen Strategien zurückkehren.

Die geplante Fusion im Wert von 5,3 Milliarden Pfund zwischen den in FTSE 250 notierten Infrastrukturinvestmentgruppen HICL Infrastructure und der Renewables Infrastructure Group Limited (TRIG) ist nach nicht ausreichender Unterstützung von HICL-Aktionären zusammengebrochen.

Die Fusion, die einen der größten Infrastruktur-Investmentfonds auf dem britischen Markt geschaffen hätte, wurde nach anhaltendem Widerstand institutioneller Investoren, die der Bewertung und strategischen Logik des Geschäfts skeptisch gegenüberstanden, zurückgezogen.

Der Vorstand von HICL bestätigte, dass er ohne eine deutliche Mehrheitszustimmung nicht fortfahren könne, obwohl er darauf bestand, dass die Transaktion auf solider strategischer Begründung beruhte.

TRIG räumte außerdem ein, dass die Aktionäre nun nicht über den Vorschlag abstimmen werden, womit monatelange Entwicklungsarbeiten an einem Trust beendet werden, der soziale Infrastrukturanlagen mit einem wachsenden Portfolio für erneuerbare Energien verbinden sollte.

Investoreneinwände verändern die Deal-Dynamik

Der Vorschlag hatte starken Widerstand einer Gruppe von HICL-Investoren ausgelöst, die argumentierten, dass die Fusion TRIG überproportional zugutekomme.

Kritiker behaupteten, die Preisgestaltung und Struktur der Transaktion spiegeln Unterschiede in den Trustbewertungen nicht wider, wobei einige vermuten, dass die Bedingungen den Wert von den HICL-Aktionären abwenden.

Einer der lautstärksten Gegner war CG Asset Management, das fast 1 % von HICL hält.

In einem Brief an HICL-Vorsitzenden Mike Bane bezeichnete der Fondsmanager die Fusion als "entsetzlich" und forderte den Vorstand auf, den Plan aufzugeben.

Diese Einwände wurden später von der großen Investorin MandG, die 3,4 % des HICL kontrolliert, sowie von 11 weiteren Institutionen und dem Border to Coast-Kommunalpensionssystem aufgegriffen.

MandG soll dem Vorstand mitgeteilt haben, dass es "keine strategische oder finanzielle Begründung für die Fusion" sehe, und warnte, dass es gegen den Vorschlag stimmen würde, falls er zur Abstimmung käme.

Marktreaktionsspaltung, da Unternehmen zu einer unabhängigen Strategie zurückkehren

Die Nachricht vom Rückzug der Fusion führte zu unterschiedlichen Kursreaktionen.

Die Aktie von HICL stieg um fast 4 %, was eine Erleichterung der Investoren widerspiegelt, die die Transaktion abgelehnt hatten, während die RIG-Aktien um etwa 3,8 % fielen, da die Erwartungen an ein skalenorientiertes Wachstumsmodell nachließen.

TRIG-Vorsitzender Richard Morse sagte, das Unternehmen werde sich nun wieder auf eine eigenständige Strategie konzentrieren und verwies dabei auf das Portfolio für erneuerbare Energien und Energiespeicher.

"Unser Fokus liegt nun wieder auf der Umsetzung der attraktiven eigenständigen Strategie von TRIG. TRIG ist eine gut etablierte Plattform mit hochwertigen Vermögenswerten, einer wettbewerbsfähigen Pipeline von Chancen sowie tiefgreifender Expertise in erneuerbaren Energien und Energiespeicherung", sagte er.

"Wir sind einzigartig positioniert, um vom Wachstum der Nachfrage nach kohlenstoffarmem, zuverlässigem Strom zu profitieren und die kommerziellen Chancen zu nutzen, während die Volkswirtschaften im Vereinigten Königreich und in Europa elektrifizieren und dekarbonisieren. Dadurch können wir nachhaltigen Wert und Wachstum für unsere Aktionäre schaffen, mit denen wir weiterhin auf dem weiteren Weg zusammenarbeiten werden."

HICL, das überwiegend in Krankenhäuser, Schulen und Verkehrsinfrastruktur investiert, wird ebenfalls unabhängig weitergeführt.

Beide Aufsichtsräte betonten, dass die Fusion Größe, Liquidität und stärkere Investorenrelevanz gebracht hätte, erkannten jedoch die Notwendigkeit an, die Aktionärsstimmung widerzuspiegeln.

Alexander Wheeler, Analyst bei RBC, hatte die Marktreaktion vor der Ankündigung vorausgesehen und sagte den Kunden, dass die Fusion ohne stärkere Unterstützung von HICL-Investoren wahrscheinlich nicht zustande kommt.

Er wies darauf hin, dass die Schaffung eines größeren, umsatzstärkeren kombinierten Fahrzeugs zwar strategische Vorteile bot, der Bewertungsansatz jedoch ein Streitpunkt war, da eine Diskrepanz von 11 % bei den Rabatten der beiden Trusts auf den NAV für die Aktionäre schwer zu übersehen war.

Daher erwarte er, dass der Zusammenbruch des Geschäfts die HICL-Aktien anheben und die TREK-Aktie im frühen Handel belasten werde