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Indiens Mondstrategie gewinnt an Fahrt, da Neu-Delhi groß auf das Wachstum der Raumfahrttechnologie setzt

Indiens Mondstrategie gewinnt an Fahrt, da Neu-Delhi groß auf das Wachstum der Raumfahrttechnologie setzt
Diya Poddar
08. Dez. 2025, 11:32 AM
  • Indien strebt eine bemannte Mondlandung bis 2040 an.
  • Indiens Weltraumwirtschaft wird auf etwa 8 Milliarden Dollar geschätzt.
  • Indien erwartet, dass der Sektor in acht bis zehn Jahren 40–45 Milliarden US-Dollar erreichen wird.

Indien verfolgt laut einem Bloomberg-Bericht einen langfristigen Plan, um seine Präsenz im Weltraum zu stärken, als Teil seines Ziels, bis 2047 eine entwickelte Wirtschaft zu werden.

Die Regierung wechselt von Meilensteinmissionen zu einer tiefergehenden Strategie, die auf bemannter Raumfahrt, kommerzieller Expansion und private Investitionen basiert.

Der Fokus liegt nun darauf, die Bedingungen für eine nachhaltige Präsenz auf dem Mond und einen größeren Anteil am globalen Raumfahrtmarkt zu schaffen, unterstützt durch ein schnell wachsendes Start-up-Ökosystem und neue Finanzierung für Deep-Tech-Forschung.

Da der globale Wettbewerb zunimmt, positioniert sich Indien für eine einflussreichere Rolle in der Weltraumwirtschaft.

Pläne für die Raumstation intensivieren sich

Laut dem Bericht umfasst Indiens Zeitplan nun die Bharatiya Antariksh-Station bis 2035 und das Ziel, bis 2040 eigene Astronauten auf dem Mond zu landen.

Diese Entwicklungen bringen Indien nahezu parallel zu Ländern wie China, das eine Raumstation betreibt und plant, bis 2030 Astronauten zum Mond zu schicken.

Der Wandel signalisiert die Absicht, über Einzelmissionserfolge hinauszugehen und stattdessen eine dauerhafte menschliche Präsenz im Weltraum aufzubauen.

Das Update wurde während eines Interviews mit Bloomberg am Samstag in Panchkula geteilt, etwa 260 Kilometer von Neu-Delhi entfernt, wo der Raumfahrtminister des Landes die Pläne darlegte.

Private Investitionen treiben die rasante Expansion an

Indiens Weltraumwirtschaft ist auf etwa 8 Milliarden Dollar gewachsen, nachdem der Sektor für private Beteiligung geöffnet wurde, und Prognosen gehen davon aus, dass sie innerhalb der nächsten acht bis zehn Jahre 40–45 Milliarden Dollar erreichen könnte.

Diese Expansion wird voraussichtlich von rund 400 aktiven Weltraum-Start-ups vorangetrieben, die in der Satellitenfertigung, Startdienstleistungen und weltraumbasierter Datenanalyse tätig sind.

Die Regierung nutzt diesen Schwung, um den Sektor weiter auszubauen, im Einklang mit dem umfassenderen Vorstoß des Premierministers, Tieftechnologie-Industrien zu entwickeln.

Der Schritt zielt darauf ab, die Abhängigkeit von öffentlicher Finanzierung zu verringern und neue kommerzielle Wege im Weltraum-Ökosystem zu schaffen.

Globale Marktambitionen steigen

Indien plant, seinen Anteil am globalen kommerziellen Raumfahrtmarkt in den nächsten zehn Jahren auf 8 % bis 10 % zu erhöhen, verglichen mit heute weniger als 2 %, merkt Bloomberg an.

ISRO-Vorsitzender V Narayanan stellte dieses Ziel im August als Teil der Expansionsstrategie der Behörde dar.

Indiens jüngste Erfolge haben seine Position gefestigt, darunter der Meilenstein im Jahr 2023 als erste Nation, die ein robotisches Raumfahrzeug nahe dem Südpol des Mondes landete.

ISRO bereitet sich außerdem auf seine erste bemannte Mission Anfang 2027 vor, die die Einsatzbereitschaft für nachhaltige bemannte Einsätze im niedrigen Erdorbit demonstrieren und zukünftige Mondziele unterstützen wird.

Um diese Ambitionen zu unterstützen, kündigte die Regierung letzten Monat ein Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprogramm im Wert von 1 Billion Rupien an.

Die Initiative wird eine günstige Finanzierung für private Deep-Tech-Projekte mit einem Technology Readiness Level von 4 oder höher bereitstellen, was bedeutet, dass die Arbeit näher an der Markteinführung liegt.

Die Aufsicht liegt im Büro des Premierministers, das Ressorts wie Wissenschaft, Weltraum und Atomenergie verwaltet.

Das Ziel ist es, die fortgeschrittene Forschung zu beschleunigen und die technologische Grundlage zu schaffen, die für Indiens langfristige Präsenz im Weltraum benötigt wird, einschließlich der Mondforschung und neuer kommerzieller Anwendungen.