Trump unterzeichnet eine Exekutivanordnung zur Umklassifizierung von Marihuana; Cannabis-Aktien erholen sich

Trump unterzeichnet eine Exekutivanordnung zur Umklassifizierung von Marihuana; Cannabis-Aktien erholen sich
Devesh Kumar
18. Dez. 2025, 20:51 PM
  • Trump unterzeichnet eine Exekutivanordnung, Marihuana von Anhang I auf Anhang III zu verlegen.
  • Cannabisaktien steigen auf lockerere Regeln und eine Erweiterung der Forschung.
  • Investoren wägen langfristige Gewinne gegen politische und umgesetzte Risiken ab.

Präsident Donald Trump unterzeichnete am Donnerstag eine Exekutivanordnung, die Bundesbehörden anweist, Marihuana von Schedule I auf Schedule III umzuklassifizieren.

Diese Maßnahme ließ die US-Cannabisaktien in Erwartung milderer Regulierung und ausgeweiteter medizinischer Forschung deutlich steigen.

Die Anordnung markiert eine der bedeutendsten bundesstaatlichen politischen Veränderungen in Bezug auf Marihuana seit Jahren, obwohl eine tatsächliche Neuklassifizierung die Regulierung der Behörden erfordern wird und rechtliche Herausforderungen erleiden könnte.

Cannabis-Investoren sehen diesen Schritt als potenziellen Wendepunkt für eine Branche, die trotz staatlicher Legalisierung in vielen Bundesstaaten mit einem bundesstaatlichen Verbot konfrontiert war.

Trumps Anordnung zu Marihuana: Politische und rechtliche Mechanismen

Trumps Exekutivanordnung weist das Justizministerium und die Drug Enforcement Administration an, den formellen Umklassifizierungsprozess einzuleiten.

Die Anordnung besagt, Marihuana von Schedule I zu verlegen, der derzeit als ohne anerkannte medizinische Nutzung und mit hohem Missbrauchspotenzial definiert ist, in Schedule III, der Substanzen mit anerkannten medizinischen Anwendungen und geringerem Missbrauchspotenzial umfasst.

Der Wandel legalisiert Marihuana nicht sofort und beseitigt die DEA-Kontrolle nicht.

Vielmehr signalisiert es die bundesstaatliche Anerkennung des potenziellen therapeutischen Werts von Marihuana und würde die Beschränkungen für bundesfinanzierte Forschung lockern.

Der Status der Liste III bringt erhebliche regulatorische Folgen für die Cannabisindustrie mit sich.

Forschungseinrichtungen würden sofortige Befugnisse erhalten, bundesfinanzierte klinische Studien durchzuführen, die die Sicherheit und Wirksamkeit von Marihuana bei Erkrankungen wie chronischen Schmerzen, Epilepsie und Multipler Sklerose untersuchen.

Die Neuklassifizierung könnte auch Bankbeziehungen für Cannabisunternehmen erleichtern, da Bundesfinanzinstitute mit niedrigeren regulatorischen Hürden für die Versorgung der Branche rechnen würden.

Dieser Schritt kann potenziell Kapital freisetzen, das für multistaatliche Betreiber, die in rechtlichen Grauzonen agieren, nicht verfügbar war.

Der rechtliche Zeitrahmen bleibt jedoch ungewiss.

Die DEA muss formelle Regelsetzungen erlassen, eine öffentliche Kommentierungsphase eröffnen und Beweise bewerten, bevor sie eine Umklassifizierung finalisiert.

Rechtsexperten warnen, dass Gegner, darunter Strafverfolgungsbehörden und konservative Gesetzgeber, den Schritt vor Gericht anfechten oder versuchen könnten, die Umsetzung durch den Kongress zu blockieren.

Die Biden-Regierung hatte zuvor im August 2023 eine Neuklassifizierung empfohlen, und die DEA schlug die Änderung im Mai 2024 vor, doch der Fortschritt stockte aufgrund von Rechtsstreitigkeiten und Terminkonflikten.

Marktreaktion und Auswirkungen auf die Branche

Die Cannabisaktien stiegen bei der Ankündigung stark an.

Tilray Brands sprang innerhalb des Tages um etwa 8 % zu, während Canopy Growth am Donnerstagstag rund 7 % zulegte.

Die Kundgebung folgte auf eine noch explosivere Aktion am Vorfreitag, als Trump erstmals seine Absicht signalisierte, die Anordnung zu unterzeichnen.

Investoren interpretierten die Neuklassifizierung als Beseitigung eines großen regulatorischen Überhangs, der die Bewertungen gedrückt und institutionelle Kapitalströme in den Sektor eingeschränkt hat.

Dennoch warnten Marktbeobachter, dass das Umsetzungsrisiko weiterhin erheblich ist.

Bundesbehörden sind berüchtigt für ihre Langsamkeit bei der Cannabispolitik, und rechtliche Herausforderungen von Gegnern könnten die Umsetzung um Monate oder Jahre verzögern.

Sollte die Umklassifizierung ins Stocken kommen oder auf Widerstand durch den Kongress stoßen, könnte sich die Rallye nach der Ankündigung schnell umdrehen, sodass die Anleger, die auf der Nachricht gekauft haben, mit starken Verlusten rechnen müssen.