Der Aktienkurs von Rheinmetall bildet alarmierende Muster: Wird er auf 1.020 € abbrechen?

Der Aktienkurs von Rheinmetall bildet alarmierende Muster: Wird er auf 1.020 € abbrechen?
Crispus Nyaga
22. Dez. 2025, 09:27 AM
  • Der Aktienkurs von Rheinmetall hat ein Doppel-Top-Muster gebildet.
  • Dieses Muster führt im Laufe der Zeit oft zu weiteren Nachteilen.
  • Das bedeutet, dass die Aktie weiter auf 1.0202 € fallen könnte.

Der Kurs von Rheinmetall hat in den letzten Monaten an Schwung verloren und ein riskantes Muster entwickelt, was auf einen kurzfristigen Rückgang hindeutet. Die RHM-Aktie wurde bei 1.543 € gehandelt, ein Rückgang von 23 % gegenüber dem Höchststand in diesem Jahr.

Der Aktienkurs von Rheinmetall hat ein alarmierendes Muster gebildet

Das wöchentliche Zeitrahmendiagramm zeigt, dass der RHM-Aktienkurs in den letzten Jahren einen starken Bullenlauf durchlebt hat. Dieser Anstieg trieb die Marktkapitalisierung von unter 3 Milliarden Euro im Jahr 2021 auf ein Rekordhoch von über 90 Milliarden Euro. Die Bewertung ist nun wieder auf die aktuellen 73 Milliarden Euro zurückgegangen.

Ein genauerer Blick auf dieses Diagramm zeigt, dass die Aktie ein Double-Top-Muster bei 1.940 € und einen Ausschnitt bei 1.481 € gebildet hat. Ein Double-Top-Muster ist eines der bärischsten Zeichen in der technischen Analyse.

Dieses Muster hat eine Höhe von 460 €, die berechnet wird, indem man den doppelten Oberteil vom Ausschnitt abzieht. In diesem Fall ergibt das Abziehen dieser Höhe vom Halsumschlag ein Ziel von 1.022 €, was etwa 30 % unter dem aktuellen Niveau liegt. Dieser Preis fällt mit dem Fibonacci-Retracement-Niveau von 50 % zusammen.

Andererseits wird ein Bewegung über das wichtige Widerstandsniveau bei 1.700 € den bärischen Ausblick ungültig machen.

Das Geschäft von Rheinmetall läuft gut

Die bärische Prognose für Rheinmetall-Aktienkurse basiert auf technischen Daten, wobei die Fundamentaldaten gut laufen.

So erhielt das Unternehmen beispielsweise einen Großauftrag für seine ferngesteuerte Haubitze im Wert von über 1,2 Milliarden Euro. In dieser Reihenfolge wird das Unternehmen ab 2027 die elektrischen Systeme, die Software und die 155-mm-Waffensysteme liefern.

Dieser Auftrag erfolgte wenige Tage nachdem die deutsche Regierung einen Auftrag für die Puma-Flotte im Wert von 4,2 Milliarden Euro aufgegeben hatte. Es erhält 2,1 Milliarden Euro, während KNDS, sein Partner in diesem Projekt, den Rest erhält.

Zudem erhielt es einen Auftrag von 1,7 Milliarden Euro von der Wehrmacht für seine weltraumgestützten Aufklärungsdaten in einem Geschäft im Wert von über 1,7 Milliarden Euro.

Dieses Orderwachstum wird sich wahrscheinlich in den kommenden Jahren fortsetzen, da Europa seine Verteidigungsausgaben erhöht. Diese Ausgaben sind Teil des Ansatzes des Blocks zu ReBuild, ReArming und ReEquip. Infolgedessen hat das Management sein Geschäftsportfolio in Bereichen wie Fahrzeugsystemen, Luftverteidigung, Digitalisierung und Marine erweitert.

Darüber hinaus profitiert das Unternehmen von der anhaltenden Erhöhung der Verteidigungsausgaben, wobei die NATO 5 % des BIP anstrebt. Deutschland strebt 3,5 % an

All diese Ereignisse werden im Laufe der Zeit zu mehr Nachfrage und Umsatzwachstum führen. Tatsächlich hat das Management kürzlich prognostiziert, dass der Umsatz bis 2030 auf 50 Milliarden Euro verfünffacht werden wird.

Die jüngsten Ergebnisse zeigten, dass der Umsatz um 20 % auf 7,5 Milliarden Euro stieg, während der Rückstau auf 64 Milliarden Euro stark anstieg. Das Management erwartet, dass das Umsatzwachstum für das Jahr zwischen 25 % und 30 % liegen wird.

Dennoch gibt es Bedenken, dass das Geschäft des Unternehmens stark überbewertet geworden ist. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (PE) stieg auf 82, deutlich über der mittleren Schätzung von 25. Außerdem lag das Forward-EV-zu-EBIT-Vielfach von 36 über dem Sektor-Median von 17,5.

Diese Bewertung zusammen mit dem Double-Top-Muster deutet kurzfristig auf weitere Abwärtsbewegungen hin.