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Der LNG-Handel Russlands nach China erreicht Rekordwerte, da Käufer die Sanktionen ignorieren

Der LNG-Handel Russlands nach China erreicht Rekordwerte, da Käufer die Sanktionen ignorieren
Diya Poddar
22. Dez. 2025, 10:29 AM
  • Russland überholte Australien und wurde im Laufe des Monats nach Katar zum größten LNG-Lieferanten Chinas.
  • China begann im August mit der Übernahme von Ladungen aus dem Arctic LNG 2-Projekt, obwohl der Winter nur begrenzte Produktion hat.
  • China hat seit Februar kein US-LNG mehr importiert, da Unternehmen ihre Quellen diversifizieren und die reduzierten Mengen steuern.

Russlands Handel mit verflüssigtem Erdgas mit China erreichte im November einen neuen Höhepunkt, was unterstreicht, wie Preis- und Versorgungsverschiebungen die Energieströme Asiens trotz westlicher Sanktionen verändern.

Zollzahlen, die am Wochenende veröffentlicht wurden, zeigen, dass chinesische Käufer ihre Käufe steigern, da günstigere Ladungen verfügbar wurden, was zum ersten Mal seit über einem Jahr die Gesamtimporte erhöht.

Laut einem Bloomberg-Bericht spiegelt der Anstieg auch Moskaus umfassendere Neuausrichtung auf asiatische Märkte wider, da die europäische Nachfrage nach der Invasion der Ukraine weiterhin begrenzt ist.

Für China unterstreicht der Trend einen pragmatischen Ansatz, der auf Kosten, Flexibilität und Diversifizierung zwischen Lieferanten in einer Zeit ungleichmäßiger Inlandsnachfrage und sich verändernder globaler Handelsmuster ausgerichtet ist.

Rekordzuflüsse nach China

Die Lieferungen von russischem LNG nach China haben sich laut Zolldaten im Vergleich zum Vorjahr auf 1,6 Millionen Tonnen im November mehr als verdoppelt.

Der Anstieg war groß genug, damit Russland Australien überholen und im Laufe des Monats nach Katar Chinas größter LNG-Lieferant werden konnte.

Die Veränderung der Rankings zeigt, wie schnell sich Handelsströme anpassen können, wenn sich Preisunterschiede öffnen, besonders in einem so großen und flexiblen Markt wie dem von China.

Der Anstieg der Mengen fiel mit einer breiteren Erholung der chinesischen LNG-Importe zusammen.

Die Gesamteinkäufe verzeichneten erstmals seit über einem Jahr einen jährlichen Zuwachs, nachdem eine längere Phase der schwachen Nachfrage das Kaufverhalten eingeschränkt hatte.

Preisgestaltung treibt die Nachfrage an

Russisches LNG war der günstigste unter den 12 Lieferanten, die im November nach China verkauften. Zolldaten zeigen, dass die Preise etwa 10 % unter dem Durchschnitt lagen, nämlich 9,85 Dollar pro Million britischer Wärmeeinheiten.

Dieser Abschlag war für Moskau ein wichtiger Hebel, da es versucht, die Exportvolumina aufrechtzuerhalten, während die traditionellen europäischen Märkte weitgehend geschlossen bleiben.

Die reduzierten Preise für Ladungen haben Russland geholfen, rückläufige Pipeline- und LNG-Lieferungen nach Europa auszugleichen, das jahrzehntelang vor dem Krieg in der Ukraine der größte Abnehmer war.

Durch den aggressiven Preiswettbewerb auf Asiens größten Gasmarkt konnte Russland trotz anhaltender Sanktionsrisiken Marktanteile sichern.

China begann im August laut Bloomberg mit dem Import von LNG aus dem von Russland sanktionierten Arctic LNG 2-Projekt über das abgelegene Beihai-Terminal.

Dennoch bleiben operative Herausforderungen bestehen. Die Arctic LNG 2-Anlage musste die Produktion kürzen, da Wintereis die Exporte erschwert und das Volumen begrenzt, das in den kälteren Monaten Käufer erreichen kann.

Diese Einschränkungen verdeutlichen die logistischen Risiken, die mit Russlands nördlichen Projekten einhergehen, selbst wenn die Nachfrage aus Asien wächst.

Wechselnde Lieferantenmischung

China hat seit Februar kein LNG mehr aus den USA importiert.

Die Pause spiegelt eine Kombination aus Handelsreibungen und schwacher Inlandsnachfrage wider.

Gleichzeitig diversifizieren große chinesische Energieunternehmen ihre Lieferquellen zunehmend, um Risiken und Kosten zu steuern.

Auch inländische Unternehmen versuchen, einige vertraglich vereinbarte LNG-Mengen auf den globalen Märkten weiterzuverkaufen.

Dies ist in der Regel einfacher bei amerikanischen Verträgen, die in der Regel keine Zielklauseln enthalten, was den Käufern mehr Flexibilität gibt, Ladungen umzuleiten, wenn der Inlandsbedarf nachlässt.