Was kann man vom US-Gewerbeimmobilienmarkt im Jahr 2026 erwarten

Was kann man vom US-Gewerbeimmobilienmarkt im Jahr 2026 erwarten
Wajeeh Khan
30. Dez. 2025, 16:40 PM
  • Steigende Kosten und stagnierende Ausgaben deuten auf geringere Margen für Gewerbeimmobilien im Jahr 2026 hin.
  • Die Rückkehr der Büros bleibt ungleichmäßig, die Nachfrage konzentriert sich auf Premium-Class-A-Flächen.
  • Überangebot und Hürden für Mehrfamilienhäuser und Rechenzentren dämpfen den Optimismus der Investoren für das nächste Jahr.

Nach Jahren der Turbulenzen durch steigende Zinsen geht der US-Gewerbeimmobiliensektor mit vorsichtigem Optimismus ins Jahr 2026.

Während die Kreditkosten sinken, mildern Branchenführer die Erwartungen im Vergleich zum Vorjahr.

Laut der jüngsten jährlichen Umfrage von Deloitte zum Gewerbeimmobilienmarkt erwarten die meisten Unternehmen ein Umsatzwachstum, aber weniger planen, die Ausgaben zu erhöhen, und viele rechnen mit höheren Kosten.

Der Markt zeigt Anzeichen einer Stabilisierung, doch Herausforderungen bestehen weiterhin in Büro-, Mehrfamilien- und Rechenzentrumssegmenten.

Hier sind drei Gründe, warum die Stimmung auf dem Gewerbeimmobilienmarkt für das neue Jahr weniger optimistisch ist als zuvor.

Steigende Kosten und mildere Ausgabenpläne

Eines der deutlichsten Zeichen für eine zurückhaltendere Haltung ist die Veränderung des Ausgabeverhaltens unter Führungskräften im Bereich Gewerbeimmobilien.

Obwohl die Mehrheit der Unternehmen weiterhin erwartet, dass sich die Umsätze bis Ende nächsten Jahres verbessern werden, verpflichten sich weniger zu neuen Investitionen als im Vorjahr.

Stattdessen planen viele, die Ausgaben stabil zu halten, was die Unsicherheit über das Tempo der Erholung widerspiegelt.

Gleichzeitig erwartet ein erheblicher Anteil der Befragten in der Deloitte-Umfrage höhere Betriebskosten – von Arbeitskräften über Wartung bis hin zur Finanzierung.

Diese Kombination – gleichmäßige Ausgaben zusammen mit steigenden Kosten – deutet darauf hin, dass die Margen im Jahr 2026 gepresst werden könnten, sodass Unternehmen weniger bereit sind, Risiken einzugehen.

Die vorsichtige Haltung unterstreicht, wie anhaltender Inflationsdruck und unvorhersehbare wirtschaftliche Bedingungen weiterhin auf dem Sektor lasten.

Die Erholung des Büromarktes steht unter Grenzen

Das Bürosegment, das lange von den Vakanzen während der Pandemie betroffen war, scheint einen Wendepunkt erreicht zu haben.

Die Leerstandsquoten werden voraussichtlich sinken, wenn die Mieter zurückkehren, und Premium-Class-A-Immobilien verzeichnen eine starke Nachfrage.

Doch die Erholung ist ungleichmäßig. Ältere oder minderwertige Gebäude stehen weiterhin unter Druck, wobei Mieter moderne Räume mit Annehmlichkeiten und nachhaltigen Merkmalen bevorzugen.

Die Herausforderung wird noch erschwert, dass der Neubau von Büros auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten ist, was das Frischangebot einschränkt, aber auch auf die Zögerlichkeit des Entwicklers hindeutet.

Während der Übergang zur Qualität erstklassigen Assets zugutekommt, sieht sich der gesamte Büromarkt weiterhin strukturellen Gegenwinden gegenüber, darunter hybride Arbeitsmuster und Unternehmensverkleinerungen.

Infolgedessen wird der Optimismus durch die Tatsache gemildert, dass nicht alle Eigenschaften gleichermaßen am Rebound teilnehmen.

Mehrfamilienfamilien und Rechenzentren: Versorgungs- und politische Belastungen

Mehrfamilienhäuser waren ein verlässlicher Magnet für Investitionen, doch ein Anstieg von Neubauten verändert die Landschaft.

Mit Rekordzahlen an Wohnungen, die auf den Markt kommen, sinken die Mieten, und Vermieter bieten Zulassungen an, um Mieter anzulocken.

Dieser Zustrom des Angebots, insbesondere in gehobenen Entwicklungen, dürfte das Mietwachstum kurzfristig zurückhalten.

Unterdessen ziehen Rechenzentren – die als herausragender Leistungsträger des Jahres 2025 gefeiert werden – weiterhin Kapital an, stehen jedoch vor Hürden bei Finanzierung, Energiekapazität und Genehmigungen der Zonierung.

Politische Unsicherheit fügt eine weitere Ebene der Komplexität hinzu. Während bundesstaatliche Anreize für bezahlbaren Wohnraum angedeutet wurden, bleiben konkrete Maßnahmen undefiniert.

Ohne klare Orientierung navigieren Investoren in einem Markt, in dem die Nachfrage stark ist, regulatorische und logistische Herausforderungen jedoch die Aussichten trüben.