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Rohölpreisanalyse: Hier ist, was 2026 zu erwarten ist

Rohölpreisanalyse: Hier ist, was 2026 zu erwarten ist
Crispus Nyaga
31. Dez. 2025, 20:43 PM
  • Der Preis für Brent-Rohöl ist im Jahr 2025 um etwa 20 % gesunken.
  • Angebotsüberangebot und eine schwächere Nachfrage werden den Rohstoff auch ins neue Jahr weiter belasten.
  • Im Laufe des Jahres wird ein ausgeglichenerer Markt erwartet.

Reflexionen und Bestandsaufnahmen sind meist Teil der Jahresendfeierlichkeiten. Für Investoren im Rohölmarkt war 2025 ein eher enttäuschendes Jahr.

Der Brent-Ölpreis begann das Jahr stark und erreichte innerhalb der ersten zwei Wochen ein Sechsmonatshoch von 82,66 US-Dollar. Seitdem ist es um über 25 % eingebrochen und wird zum Zeitpunkt des Schreibens bei 61,76 US-Dollar gehandelt. Während sich die Marktteilnehmer auf das nächste Jahr vorbereiten, werden der erwartete Angebotsüberschuss und die schwächere Nachfrage in den folgenden Analysen im Mittelpunkt stehen.

Rohölpreisanalyse für 2026

Der Rohölpreis hat in den letzten Monaten einen Abwärtstrend befunden und wird voraussichtlich mit dieser gedrückten Stimmung auch ins neue Jahr anhalten. Tatsächlich haben Bedenken über dieses Marktungleichgewicht die Preise um etwa 20 % im Jahresbesten-Jahres-Verhältnis gesenkt.

Laut IEA wird das Angebot 2026 die Nachfrage um fast 4 Millionen Barrel pro Tag übersteigen, was 4 % der weltweiten Ölnachfrage entspricht. Im Laufe des Jahres könnte der Markt jedoch ein gewisses Gleichgewicht finden.

Zunächst könnte OPEC+ weitere Produktionssteigerungen pausieren, da es versucht, die Rohölpreise zu erhöhen und gleichzeitig einen höheren Marktanteil zu kontrollieren. Außerdem scheinen die Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine einige Fortschritte gemacht zu haben, die Spannungen sind noch lange nicht vorbei. Daher werden die anhaltenden geopolitischen Risiken die Ölpreise im kommenden Jahr voraussichtlich weiterhin stützen.

Die Nachfrage nach Rohöl wird durch die robuste industrielle Aktivität in China weiter unterstützt; der führende Importeur der Ware. Einerseits belasten der angeschlagene Immobiliensektor und die schleppende Inlandsnachfrage die globale Nachfrage. Der lebendige Industriesektor und die erwarteten staatlichen Konjunkturmaßnahmen werden jedoch die Lage verbessern.

Dennoch geht dieser Optimismus Hand an Seite mit der zulässigen Negativität. Zum Beispiel gibt es anhaltende Bedenken hinsichtlich des US-Arbeitsmarktes. In den Daten zu den Nichtlandwirtschaftlichen Lohnabrechnungen, die Anfang nächsten Jahres veröffentlicht werden sollen, könnten Anzeichen von Schwäche die Aussicht auf die Ölnachfrage weiter beeinflussen.

Technische Analyse des Brent-Rohölpreises

Rohölpreisdiagramm | Quelle: TradingView

Zum Ende des Jahres 2025 ist der Rohölpreis im bärischen Handelskanal, der seine Bewegungen seit etwa fünf Monaten geprägt hat, stabil geblieben. Vor zwei Wochen verlängerte es seine Verluste auf ein Niveau, das zuletzt am 5. Mai von 58,71 $ gemessen wurde. Obwohl sie sich seitdem um etwa 5 % erholt hat, bleiben die Käufer größtenteils am Rand. Daher fehlte ihm genug bullisches Momentum, um die entscheidende Unterstützungs-Wendung-Widerstandszone von 62 $ zu durchbrechen.

Ein Blick auf das Tagesdiagramm signalisiert zumindest kurzfristig die Fortsetzung des Abwärtstrends. Bei seinem aktuellen RSI von 49 wird der Brent-Ölpreis in den kommenden Sitzungen voraussichtlich innerhalb einer engen Spanne handeln. Außerdem findet es Widerstand entlang des kurzfristigen 25-Tage-EMA, während es unterhalb des mittelfristigen EMA handelt.

Basierend auf den technischen Indikatoren und den Fundamentaldaten ist die Spanne zwischen dem 50-Tage-Glide bei 62,75 $ und der Unterstützung bei 60,65 $ beobachtenswert. Mit einer weiteren Erholung wird der Brent-Rohölpreis wahrscheinlich auf Widerstand bei 63,80 $ stoßen. Auf der unteren Seite könnte ein Rückschritt über die aktuelle Handelsspanne die Verkäufer dazu bringen, das entscheidende Niveau von 60 $ erneut zu testen.

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