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Die Google-Aktie steigt heute, aber Analysten klingen vorsichtig: Hier ist der Grund

Die Google-Aktie steigt heute, aber Analysten klingen vorsichtig: Hier ist der Grund
Devesh Kumar
13. Jan. 2026, 16:33 PM
  • Die Google-Aktie steigt, nachdem Apple Gemini ausgewählt hat, um Siri und Apple Intelligence-Funktionen zu ermöglichen.
  • Analysten warnen, dass der Großteil des Aufwärtspotenzials eingepreist sein könnte, wobei Ziele auf begrenzten Headroom hindeuten.
  • Bewertung, Kartellrechtsüberhang und KI-Energie-Kosten-Risiken halten die Straße vorsichtig.

Die Google-Aktie stieg am Dienstag stark an, nachdem Apple eine bahnbrechende mehrjährige Partnerschaft angekündigt hatte, um Googles Gemini-KI-Modelle in Siri und andere Apple-Intelligence-Funktionen zu integrieren.

Die Ankündigung brachte Alphabet erstmals in den exklusiven Markt mit einer Marktkapitalisierung von 4 Billionen Dollar .

Doch unter den jubelnden Schlagzeilen warnt ein wachsender Chor von Wall-Street-Analysten, dass ein Großteil des Aufwärtspotenzials bereits in Aktien eingepreist werden könnte, die zu historisch erhöhten Multiplikatoren gehandelt werden.

Google-Aktie: Die Apple-Validierung

Der Aktienkurs von Alphabet stieg am Montag auf ein Intraday-Hoch von 334 US-Dollar pro Aktie, bevor er am Dienstag bei etwa 336 US-Dollar lag, was einem täglichen Anstieg von etwa 2,5 % entspricht.

Der Auslöser war explizit: Apple gab an, KI-Modelle von Google, OpenAI und Anthropic bewertet zu haben, bevor es zu dem Schluss kam, dass "Googles Technologie die robusteste Grundlage für Apple Foundation Models bietet."

Das Geschäft hat erhebliche kommerzielle Auswirkungen.

Berichten zufolge wird Apple Google jährlich etwa 1 Milliarde Dollar für ein maßgeschneidertes Gemini-Modell mit 1,2 Billionen Parametern zahlen, das speziell entwickelt wurde, um die neuen Funktionen von Siri anzutreiben.

Für Alphabet bestätigt die Partnerschaft die hohen Investitionen in KI-Infrastruktur und liefert einen greifbaren Beweis dafür, dass Gemini-Modelle mit OpenAIs ChatGPT konkurrieren oder ihnen überlegen sind.

"Gemini ist der Gewinner", erklärte Jim Cramer von CNBC und wies auf Apples "gründliche Bewertung" und Google-Auswahl als beste Option hin.

Warum sind Analysten vorsichtig?

Doch der bereits dramatische Anstieg der Aktie von 66 % im Jahr 2025 und das nahezu rekordverdächtige Kurs-Gewinn-Multiple haben Analysten dazu veranlasst, einen zurückhaltenderen Ton zu wählen.

Das konsensusmäßige 12-Monats-Kursziel von etwa 325 bis 345 US-Dollar impliziert nur 0,5 bis 4 % zusätzliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau.

Alphabet handelt mit einem Forward-KGV von etwa 29-30 und einem nachlaufenden KGV von 32-33, deutlich über dem 12-Monats-Durchschnitt von 22,89.

Noch bedeutender ist, dass das PEG-Verhältnis der Google-Aktie von 1,81 darauf hindeutet, dass Wachstumserwartungen das aktuelle Vielfache möglicherweise nicht rechtfertigen, da Verhältnisse über 1 typischerweise eine Überbewertung signalisieren.

Analysten weisen außerdem darauf hin, dass das Gewinnwachstum von Alphabet im Geschäftsjahr 2026 voraussichtlich auf etwa 5 % verlangsamt wird, bevor es 2027 wieder auf 14 % ansteigt – eine Verzögerung, die die Volatilität wieder entfachen könnte, sobald die Investoren die Realität vollständig bepreisen.

Sogar bullische Unternehmen, die ihre Preisziele anheben: Bank of America hat ihr Ziel auf 370 US-Dollar angehoben und Citizens JMP auf 385 US-Dollar erkennen an, dass die aktuellen Preise die meisten Bullcase-Annahmen widerspiegeln.

Analysten wiesen zudem auf regulatorische Gegenwinde hin.

Laufende Kartellrechtsstreitigkeiten in den Vereinigten Staaten könnten Compliance-Kosten verursachen oder Veräußerungen erzwingen, die die Rentabilität der Kernsuche verringern.

Zusätzlich Energiebeschränkungen: KI-Rechenzentren verbrauchen enorme Mengen an Strom, was die Margen unter Druck setzen könnte, falls Alphabet höhere Stromkosten zahlen muss, um sein infrastrukturintensives Geschäftsmodell zu unterstützen.

Der Apple-Deal ist zwar symbolisch wichtig, führt aber nicht sofort zu übermäßigen Gewinnsteigerungen.

Die Monetarisierung hängt von der Einführung KI-gestützter Siri-Funktionen ab, die später im Jahr 2026 eingeführt werden, wobei der Umsatzzeitpunkt ungewiss ist und die Konversionsraten unbekannt sind.