Kalshi gewinnt in der frühen Rechtsrunde gegen die Glücksspielaufsichtsbehörde von Tennessee

Kalshi gewinnt in der frühen Rechtsrunde gegen die Glücksspielaufsichtsbehörde von Tennessee
Rony Roy
13. Jan. 2026, 11:02 AM
  • Richterin Aleta Trauger erließ Kalshi eine einstweilige Verfügung mit Verweis auf möglichen irreparablen Schaden.
  • Die Regulierungsbehörden in Tennessee hatten Kalshi, Polymarket und Crypto.com nicht lizenzierte Sportwetten beschuldigt.
  • Kalshi argumentiert, dass seine Eventverträge ausschließlich von CFTC überwacht werden.

Ein Bundesrichter in Tennessee hat die staatliche Glücksspielaufsicht daran gehindert, eine Unterlassungsanordnung gegen Kalshi durchzusetzen, was der Veranstaltungsvertragsplattform vorübergehende Entlastung gewährt, während sie gegen Vorwürfe illegaler Sportwettenmärkte kämpft.

Das am Montag von der US-Bezirksrichterin Aleta Trauger erlassene Entscheidung gewährt Kalshis Antrag auf eine einstweilige Verfügung und einstweilige Verfügung gegen den Tennessee Sports Wagering Council und den Generalstaatsanwalt des Bundesstaates.

Laut Richter Trauger könnte Kalshi "irreparablen Schaden und Verlust" erleiden, wenn die staatliche Durchsetzung fortschreitet.

Außerdem fügte sie hinzu, dass die Kanzlei "wahrscheinlich in der Inhaltlichkeit" ihrer Ansprüche Erfolg haben wird.

Die Regulierungsbehörden in Tennessee haben Anfang dieses Monats eine Durchsetzungsmaßnahme gegen Kalshi, Polymarket und Crypto.com eingeleitet und die Plattformen angewiesen, die Sportverträge für Einwohner sofort einzustellen und alle Nutzerkautionen bis zum 31. Januar zurückzuerstatten.

Der Tennessee Sports Wagering Council schickte Unterlassungserklärungen, in denen alle drei Plattformen beschuldigt werden, Sportwettenprodukte anzubieten, ohne die erforderlichen Lizenzen zu besitzen, und ihnen gleichzeitig mit möglichen zivilrechtlichen Geldstrafen von bis zu 25.000 Dollar pro Verstoß droht.

Kalshi konterte fast sofort und reichte Klage gegen den Rat, dessen Vorsitzenden William Orgen, Geschäftsführerin Mary Beth Thomas und Generalstaatsanwalt Jonathan Skrmetti ein.

Sie argumentiert, dass ihr Betrieb unter die "ausschließliche Zuständigkeit" der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) fällt und nicht unter staatliche Glücksspielagenturen.

"Tennessees Absicht, Kalshi zu regulieren, greift in den bundesstaatlichen Regulierungsrahmen ein, den der Kongress zur Regulierung von Derivaten an bestimmten Börsen geschaffen hat", argumentierte Kalshi in seinen Eingaben.

Der Fall in Tennessee bleibt vorerst auf Eis, da das Urteil von Richter Trauger Kalshi erlaubt, seine Dienste im Bundesstaat vor einer einstweiligen Verfügung am 26. Januar weiterhin anzubieten.

Kalshi sieht sich mehreren Klagen gegenüber.

Kalshi hat in den letzten Monaten in mehreren Klagen eine ähnliche Verteidigung eingesetzt und behauptet, dass seine ereignisbasierten Märkte bundesregulierte Finanzinstrumente und keine Wetten seien, die den staatlichen Lizenzvorschriften unterliegen.

So reagierte Kalshi beispielsweise nach Erhalt eines Unterlassungsschreibens der New York State Gaming Commission am 24. Oktober mit einer Bundesklage drei Tage später.

Damals argumentierte das Unternehmen, dass New Yorks Vorgehen sowohl für seine Aktivitäten als auch für die Nutzer "unmittelbaren und irreparablen Schaden" drohe und dass staatliche Behörden in einen Bereich eingreifen, der nach dem Commodity Exchange Act der Bundesaufsicht vorbehalten sei.

Kalshis rechtliche Stellung zeigte gemischte Ergebnisse. Bundesrichter in Nevada und New Jersey haben einstweilige Verfügungen zugunsten des Unternehmens erlassen und die regulatorische Durchsetzung pausiert, während Klagen laufen.

Kalshi erlitt jedoch in Maryland einen Rückschlag, wo ein Richter den Antrag auf vorläufige Abhilfe ablehnte und zu dem Schluss kam, dass das Bundesderivategesetz die staatliche Befugnis zur Regulierung des Glücksspiels nicht außer Kraft setzt.

Trotz des rechtlichen Drucks in mehreren Rechtsgebieten ist Kalshis Wachstumskurve von Investoren nicht unbemerkt geblieben.

Das Unternehmen hat 300 Millionen US-Dollar an Finanzierung von Unterstützern wie Andreessen Horowitz und Sequoia Capital gesichert, zusätzlich zu einer von Paradigm geleiteten Erhöhung von 185 Millionen US-Dollar Anfang 2025.