US-Mittagsmarktbriefing: SandP 500 steigt leicht, aber Verluste drochen nach Trumps Fed-Äußerungen

US-Mittagsmarktbriefing: SandP 500 steigt leicht, aber Verluste drochen nach Trumps Fed-Äußerungen
Devesh Kumar
16. Jan. 2026, 20:56 PM
  • SandP 500 +0,3 %, Nasdaq +0,4 %, Dow +116 Punkte, da der Mittagshandel moderat positiv blieb.
  • Trump signalisierte, dass er Kevin Hassett möglicherweise im Weißen Haus behalten und damit die Erwartungen an die Fed-Führung neu gestalten würde.
  • Die Bankgewinne erhöhten die Finanzzahlen, aber die Bedenken der Fed-Unabhängigkeit hielten das breitere Risikosentiment fragil.

Die US-Aktien stiegen am Freitagmittag, als der SandP 500 um 0,3 % stieg, der Nasdaq um 0,4 % zulegte und der Dow Jones Industrial Average um 116 Punkte bzw. 0,2 % zulegte.

Doch die intraday-Gewinne verbergen eine tiefere Realität: Unsicherheit über die Führung der Federal Reserve und Fragen zur Unabhängigkeit der Zentralbank haben die Händler die ganze Woche über beunruhigt.

Präsident Trumps Äußerungen am Donnerstag, Kevin Hassett in seiner derzeitigen Rolle des National Economic Council zu behalten, anstatt ihn zum Fed-Vorsitzenden zu befördern, brachten neue politische Risiken in die Märkte.

Das Finanzsystem befindet sich an einem kritischen Wendepunkt.

Die Amtszeit von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell endet im Mai, und der Nachfolgeprozess ist unerwartet umstritten geworden.

Trumps Bemerkung am Donnerstag: "Ich will Sie tatsächlich dort lassen, wo Sie sind, wenn Sie die Wahrheit wissen wollen", richtete sich an Hassett während einer Veranstaltung im Gesundheitswesen im Weißen Haus.

Der Präsident betonte, dass der Verlust von Hassett an die Fed seine Regierung eines ihrer lautstärksten wirtschaftlichen Boten berauben würde.

US-Aktien zum Mittag: Moderate Intraday-Gewinne können die wöchentliche Schwäche nicht ausgleichen

Die Mechanik war schnell.

Der Dollar erholte sich von den Tiefs der Sitzung nach Trumps Äußerungen, während die Renditen der Staatsanleihen stiegen – ein Signal, dass die Märkte unter Warsh im Vergleich zu Hassett ein potenziell weniger duistisches Ergebnis der Fed einplanen.

Zum Kontext: Hassett ist offen mit Trumps Präferenz für niedrigere Zinsen verbunden, während Warsh von einigen Strategen als potenziell orthodoxer in seinem geldpolitischen Ansatz wahrgenommen wird.

Diese Unterscheidung ist für langfristige Vermögenswerte und Anleihebewertungen von enormer Bedeutung.

Bankaktien waren ein seltener Lichtblick. Goldman Sachs und Morgan Stanley berichteten am Donnerstag über starke Ergebnisse des vierten Quartals, was die Finanzwerte steigen ließ.

Goldman stieg um 4 %, und Morgan Stanley sprang fast 6 % zu, nachdem beide Gewinnübertruppen erzielten.

Energieaktien profitierten von einer Erholung der Ölpreise, wobei Brent-Rohöl aufgrund der geringeren Sorgen über eine Eskalation im Iran zurückfiel.

Doch die Gewinne konnten die tiefere Unruhe nicht ausgleichen.

Der SandP 500 ist nun in der Woche um 0,3 % gefallen, der Nasdaq um 0,6 % und der Dow ist um 0,1 % gefallen.

Die Schwäche spiegelt wider, wie die Anleger einschätzen, was Trumps Äußerungen für die Unabhängigkeit der Fed und die politische Ausrichtung vor wichtigen Wirtschaftsdaten bedeuten.

Die Unsicherheit in der Fed-Nachfolge trübt die Stimmung

Das Kernproblem sind nicht die Intraday-Kursbewegungen; es ist die Frage, ob die Federal Reserve ihre operative Unabhängigkeit bewahrt oder politischem Druck für niedrigere Zinsen ausgesetzt sein wird.

Powell verteidigte diese Woche energisch die Autonomie der Fed und bezeichnete die strafrechtliche Untersuchung des Justizministeriums zu den Renovierungen des Fed-Hauptquartiers als kaum verschleierte politische Zwangsmaßnahmen.

Die globalen Zentralbanken unterstützten Powell und gaben eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie die "Grundpfeiler"-Rolle der Fed-Unabhängigkeit bestätigte.

Händler fragen im Grunde: Wird der nächste Fed-Vorsitzende Preisstabilität oder Präferenzen des Präsidenten priorisieren?

Bis die Märkte Klarheit gewinnen, ist zu erwarten, dass die Volatilität erhöht bleibt.

Der mäßig positive Intraday-Ton sollte die zugrundeliegende Zerbrechlichkeit nicht verbergen. Eine Positionierung vor Gewinnen, geopolitischen Schlagzeilen und Fed-Nachfolgedrama hält die Anleger defensiv.