Warum Micron, SK Hynix und Speicheraktien heute stark steigen

KI-Sentiment: 78/100 Bullisch
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Kaufen MU. Die Nachfrage nach KI-Hardware verknappt das DRAM-Angebot, und BofA prognostiziert eine strukturell stärkere Gewinnphase (FY2030 EPS $200–$250) mit einem Kursziel von $1,550. Der Druck, nicht aus China zu beziehen, erhöht zusätzlich die Nachfrage nach nicht von CXMT stammendem Angebot und stützt Preise und Auslastung.
Kernrisiko: Ein starker Nachfragerückgang im Speichersegment infolge von Einschnitten bei KI-Capex, der Micron erneut zum Verkauf zu niedrigeren Preisen zwingt.
Kaufen SK Hynix. Das Unternehmen profitiert direkt von derselben KI-getriebenen DRAM-Verknappung und gewinnt durch den US-Bemühungen, chinesische Speicherbezüge zu entmutigen, da dies Marktanteile zu Korea-basierten Lieferanten verschieben kann. Die starke relative Dynamik (heute ca. +5.6%) passt zu einem weiterhin angebotsbeschränkten Umfeld.
Kernrisiko: Wenn US-China-Beschränkungen gelockert werden oder China schnell mit Ersatzlieferungen reagiert, würde die Preissetzungstütze entfallen.
- Speicheraktien steigen, da KI-Nachfrage und US‑China‑Spannungen die Stimmung heben.
- BofA erwartet Micron-FY30-EPS von $200–$250, über dem Konsens der Analysten.
- Micron erwartet, dass angespannte Speicherbedingungen über 2027 hinaus anhalten.
Speicherchip-Aktien legten am Montag im Handel zu, nachdem erneuter Optimismus gegenüber dem KI-Hardwaregeschäft auf die Bemühungen der Trump-Administration traf, US-Unternehmen davon abzuhalten, Speicherchips aus China zu beziehen.
Micron Technology MU legte im Handel um mehr als 5.9% zu, während Südkoreas SK Hynix um 5.6% und SanDisk um 8.9% stiegen.
Micron hat in den vergangenen 12 Monaten um mehr als 730% zugelegt, bleibt aber unter seinem Sommerhoch von mehr als $1,200.
US-China-Spannungen treiben Speicherchip-Aktien an
Die jüngsten Zugewinne folgten, nachdem Handelsminister Howard Lutnick gesagt hatte, die Trump-Administration entmutige amerikanische Unternehmen, chinesische Speicherchips zu verwenden.
Lutnick sagte dem Wall Street Journal, es sei „nicht gut, dass amerikanische Unternehmen chinesischen Speicher verwenden“. Die Administration habe diese Botschaft an Apple übermittelt.
Die Äußerungen folgen Berichten, wonach Apple erste Gespräche mit ChangXin Memory Technologies, oder CXMT, über eine mögliche Beschaffung von Komponenten für in China verkaufte Geräte geführt habe.
Laut Counterpoint Research hat CXMT im Bereich konventionelles DRAM schnell expandiert und machte im zweiten Quartal 7% des globalen Marktes nach Umsatz aus.
US-Regeln verlangen, dass amerikanische Unternehmen eine Lizenz einholen, bevor sie Produktinformationen mit CXMT teilen.
Die Entwicklungen haben den US-Speicherchip-Lieferanten einen weiteren möglichen Rückenwind verschafft, da Anleger zum KI-Hardwaresektor zurückkehren.
BofA erwartet deutlich stärkere Gewinne bei Micron
Der größere Auslöser für Micron kam jedoch von Bank of America, die ihre Kaufempfehlung und ihr Kursziel von $1,550 für die Aktie bekräftigte.
Das Kursziel impliziert rund 59% Aufwärtspotenzial gegenüber den im Bericht genannten Niveaus.
BofA erwartet, dass Microns Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2030 zwischen $200 und $250 liegen wird, deutlich über dem aktuellen Konsenshöchstwert der Wall Street von $160 bis $170.
Die optimistische Prognose der Bank beruht auf der Einschätzung, dass sich der Speicherbereich in eine „strukturell stärkere Phase“ bewegen könnte, statt einen weiteren vorübergehenden Aufschwung zu erleben.
BofA betrachtet Micron zudem als Top-Pick und argumentiert, dass das Unternehmen deutlich größeres langfristiges Ertragspotenzial haben könnte, als aktuelle Schätzungen nahelegen.
SanDisk ist ein wichtiger Teil des Arguments der Bank. BofA ist der Ansicht, dass SanDisks nachhaltige Wachstumsaussichten Hinweise darauf liefern, dass der breitere Speichermarkt sich möglicherweise in eine länger anhaltende Phase der Stärke bewegt.
Das könnte bedeuten, dass Anleger über Microns kurzfristige Ergebnisse hinausblicken und einschätzen müssen, wie viel Gewinnkraft das Unternehmen langfristig generieren könnte.
Nachfrage nach Speicher bleibt angespannt, während KI expandiert
SanDisk-CEO David Goeckeler wies ebenfalls auf Änderungen im Geschäftsmodell des Unternehmens hin, die dessen Verwundbarkeit gegenüber dem traditionellen Boom‑und‑Bust-Zyklus der Speicherindustrie reduzieren könnten.
Goeckeler sagte, SanDisk strebe mehrjährige Kundenverträge an und erhöhe damit die Nachfragesichtbarkeit von etwa drei Monaten auf mehr als vier Jahre. Nach seinen Angaben sind nun zwischen 50% und zwei Drittel des Angebots durch Vereinbarungen abgedeckt.
Microns Chief Business Officer Sumit Sadana sagte getrennt, dass sich die Kundennachfragesignale seit dem jüngsten Ergebnisbericht des Unternehmens verstärkt hätten. Er erwartet, dass „sehr enge Marktbedingungen“ über 2027 hinaus anhalten werden.
Sadana hob zudem die steigende Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory hervor, da sich die KI-Workloads ausdehnen.
Kunden identifizieren zunehmend DRAM als ihre primäre Engpassquelle, noch vor Stromversorgung, Flächenbedarf, Rechenzentrumskapazität und Logik‑Wafers.
Die Kombination aus stärkerer KI-Nachfrage, einem engeren Speicherangebot und BofAs optimistischerer langfristiger Gewinnprognose hat den Speicheraktien neuen Schwung verliehen, obwohl Micron unter seinem jüngsten Spitzenwert bleibt.

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