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Die Apple-Aktie fällt trotz eines Analysten-Upgrades fast 3 %.

Die Apple-Aktie fällt trotz eines Analysten-Upgrades fast 3 %.
Devesh Kumar
20. Jan. 2026, 20:48 PM
  • Apple fiel fast 3 %, da breitere Technologien aufgrund erneuter, mit Grönland verbundener Zolldrohungen verkauft wurden.
  • Evercore nahm Apple zu "Tactical Outperform" hinzu und erwartet Aufwärtswerte von Street-Schätzungen in Bezug auf die Gewinne.
  • Citi blieb konstruktiv, senkte sein Ziel jedoch auf 315 US-Dollar aufgrund steigender DRAM-Kosten.

Die Apple-Aktie (NASDAQ: AAPL) fiel um fast 3 %, obwohl Evercore und Citi vor dem Ergebnisbericht des Unternehmens, der am 29. Januar erscheint, konstruktive Notizen veröffentlichten.

Die Diskrepanz verdeutlicht eine grundlegende Marktspannung, da der Optimismus der Analysten bezüglich des iPhone-17-Zyklus mit einer breit angelegten Risiko-Off-Positionierung kollidierte, die durch Trumps zunehmende Grönland-Zolldrohungen getrieben wurde.

Die Zollschlagzeilen überwogen die Aufwertung

Der breitere Marktkontext erzählt die Geschichte.

Am Dienstag zogen sich die großen Technologieaktien zurück, als Investoren nach Trumps erneuten Zolldrohungen gegen europäische Länder in Sicherheit flohen; 10%-Zölle ab dem 1. Februar steigen bis Juni auf 25%, sofern Dänemark nicht Grönland abtritt.

Der Nasdaq 100 und die sogenannten "Magnificent Seven"-Mega-Cap-Tech-Namen fielen alle gleichzeitig, was auf eine sektorweite Rotation und nicht auf eine Apple-spezifische Schwäche hindeutet.

Der Rückgang der Apple-Aktie um 3 % spiegelt diese Marktstruktur wider.

Wenn Zollrhetorik die Schlagzeilen dominiert, unterscheiden Investoren nicht zwischen Apples starker iPhone-Nachfrage und makroökonomischen Gegenwinden.

Stattdessen sehen sie eine Belastung durch Fertigungsstörungen in Asien und Unsicherheiten in der Lieferkette, die Apple entweder dazu zwingen könnten, höhere Kosten zu tragen oder an Verbraucher weiterzugeben.

Apple-Aktie: Analysten-Optimismus kollidiert mit kurzfristigen Kostenbedenken

Evercore ISI nahm Apple am 20. Januar auf seine "Tactical Outperform"-Liste und verwies auf Erwartungen eines kurzfristigen Aufwärtspotenzials gegenüber den Street-Schätzungen vor den Gewinnen.

Das Unternehmen erhöhte seine iPhone-Umsatzprognose auf ein jährliches Wachstum von 17 % gegenüber einem Konsens-Wert von 11 %, was durch den Premium-Modellmix und höhere durchschnittliche Verkaufspreise angetrieben wurde.

Citi stellte Apple ähnlich als Käufer dar, mit einem Preisziel von 330 Dollar, Optimismus für den iPhone-17-Zyklus und Apples Umstellung auf fortschrittliche Chipverpackungen im Jahr 2026.

Doch hier liegt die Komplikation: Citi senkte gleichzeitig sein Preisziel von 330 auf 315 US-Dollar und reduzierte die Schätzungen, um steigende Speicherkomponentenkosten zu berücksichtigen.

Konkret werden die DRAM-Kontraktpreise (die Speicherchips in iPhones und Macs) voraussichtlich im ersten Quartal 2026 um 40–70 % steigen, da Apples langfristige Lieferverträge auslaufen.

Der Speicher macht typischerweise 10–15 % der gesamten Herstellungskosten eines iPhones aus.

Wenn Apple keine günstigen Bedingungen mit Lieferanten wie Samsung und SK Hynix sichert, könnten die Margen ab dem zweiten und dritten Quartal 2026 deutlich zurückgehen.

Evercore behauptet, Apple sei aufgrund bestehender Vereinbarungen bis Dezember und März "gut geschützt", aber dieser Schutz läuft aus.

Apples Gewinnbericht vom 29. Januar wird der entscheidende Auslöser sein.

Das Management muss die Investoren davon überzeugen, dass die Inflation der Gedächtniskosten die Margen bis 2026 nicht wesentlich komprimieren wird und dass Zollrisiken weiterhin entfernte Bedrohungen und keine unmittelbaren Gegenwinde sind.

Sollte die Prognosen in beiden Bereichen enttäuschen, könnte der Rückgang um 3 % am Dienstag wie eine Fußnote zu einem größeren Ausverkauf wirken.

Die Apple-Aktie bleibt für langfristige Anleger gehalten, aber die kurzfristige Volatilität scheint anhalten zu bleiben, bis sich die Margenaussichten klären.