TikTok einigt sich aus dem Prozess wegen Social-Media-Sucht, während der Prozess gegen Meta und YouTube weiterläuft

TikTok einigt sich aus dem Prozess wegen Social-Media-Sucht, während der Prozess gegen Meta und YouTube weiterläuft
Utkarsh Roshan
27. Jan. 2026, 19:24 PM
  • TikTok hat sich geeinigt und wird im Fall Los Angeles nicht vor Gericht gestellt.
  • Der Prozess gegen Meta und YouTube wegen Teenager-Mentalgesundheitsvorwürfen geht weiter.
  • Klagen wurden mit Big-Tobac-Fällen verglichen und richten sich auf Produktdesign.

TikTok hat sich bereit erklärt, sich mit dem Kläger in einer hochkarätigen Klage über die angeblichen Schäden durch soziale Medien zu einigen, wodurch die Videoplattform aus einem bahnbrechenden Prozess entfernt wird, der am Dienstag vor dem Superior Court in Los Angeles beginnen soll.

Ein Anwalt des Klägers bestätigte, dass TikTok zwar nicht mehr Teil des Verfahrens sein wird, der Prozess jedoch wie geplant gegen Meta Platforms und Alphabets YouTube stattfinden wird.

Der wegweisende Fall wird ohne TikTok weitergeführt

Der Fall Los Angeles ist der erste in einer Reihe großer Social-Media-Prozesse, die für 2026 geplant sind.

Die Klagen konzentrieren sich darauf, ob Produktdesign und Marketingpraktiken weitreichenden Schaden verursacht haben – eine Strategie, die die Anwälte der Kläger nun auf soziale Medienplattformen anwenden wollen.

Der aktuelle Fall konzentriert sich auf die Behauptungen, dass das Design populärer sozialer Medien und Streaming-Video-Apps – darunter Instagram und YouTube – durch die Förderung von Suchtverhalten dem psychischen Wohlbefinden von Jugendlichen und jungen Erwachsenen geschädigt habe.

Der Kläger argumentiert, dass Funktionen wie Empfehlungsalgorithmen, Benachrichtigungen und engagement-basiertes Design junge Nutzer fesseln und zu Angstzuständen, Depressionen und anderen psychischen Gesundheitsproblemen beitragen.

Durch die Einigung vermeidet TikTok, die erste große Plattform zu werden, die in diesem speziellen Prozess vor einer Jury steht, obwohl es weiterhin ähnlichen Vorwürfen an anderen Orten ausgesetzt ist.

Designbasierte Rechtsstrategie

Die Klagen stellen eine bewusste Änderung der Rechtsstrategie dar. Anstatt sich auf spezifische, nutzergenerierte Inhalte zu konzentrieren, die Technologieunternehmen seit langem unter Abschnitt 230 des Communications Decency Act schützen, richten sich die Kläger auf das Design und die Funktionalität der Plattformen selbst.

Indem sie angebliche Designmängel hervorheben, wollen Anwälte den Schutz nach Abschnitt 230 umgehen und argumentieren, dass die Produktentscheidungen der Plattformen – und nicht einzelne Beiträge oder Videos – für Schäden an jungen Nutzern verantwortlich sind.

Letzte Woche erzielte auch Snap, die Muttergesellschaft von Snapchat, eine Einigung mit demselben Kläger und ist nicht mehr Beklagter im Prozess in Los Angeles, wodurch der Fall weiter auf Meta und YouTube beschränkt wird.

Weitere Prüfungen stehen für Big Tech bevor.

Trotz seines Rückzugs aus diesem Fall bleibt TikTok laut den Anwälten des Klägers weiterhin Beklagter in anderen Personenschadensklagen.

Die Resolution in Los Angeles schützt das Unternehmen nicht vor einer breiteren rechtlichen Konfrontation, da die Prüfung der Auswirkungen sozialer Medien auf Kinder zunimmt.

Ein weiterer großer Prozess beginnt nächste Woche in Santa Fe, New Mexico, mit Meta Platforms.

In diesem Fall behauptet der Generalstaatsanwalt von New Mexico, dass Meta seine Apps nicht ausreichend geschützt habe, was zur Ausbeutung von Kindern durch Online-Täter geführt habe.

Später in diesem Jahr soll ein separater Bundesprozess im Northern District of California beginnen, an dem TikTok, Meta, YouTube und Snap beteiligt sind.

In diesem Fall werden die Unternehmen gemeinsam gegen die Behauptungen argumentieren, dass das Design ihrer Apps zu ungesunden und süchtig machenden Verhaltensweisen bei Jugendlichen und Kindern geführt habe.

Betriebsprobleme führen zur Kontrolle

Die rechtlichen Herausforderungen von TikTok kommen zu einer Zeit, in der die US-Aktivitäten bereits unter Druck stehen.

Seit das Unternehmen sein US-Geschäft in ein unabhängiges Joint Venture umstrukturiert hat, um ein nationales Sicherheitsgesetz einzuhalten, berichten Nutzer von einer Welle technischer Störungen und Fehler.

TikTok hat erklärt, dass diese Störungen durch einen Stromausfall in einem seiner Rechenzentren verursacht wurden.

Einige Nutzer haben sich jedoch darüber beschwert, dass die Probleme mit dem zusammenfielen, was sie als unerklärte Inhaltsbeschränkungen bezeichneten, einschließlich angeblicher Zensur bestimmter politischer Informationen.