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Microsofts Starlink-Deal hat ein unangenehmes Elon-Musk-Problem

Microsoft erweitert seine Bemühungen, unterversorgte Gemeinden zu vernetzen, und geht dazu eine Partnerschaft mit SpaceX’s Starlink ein, einschließlich Plänen, die Konnektivität für 450 “Community-Hubs” in Kenia zu unterstützen.

Das Unternehmen stellte die Initiative als Teil des Aufbaus von “KI-bereiten Gemeinden” dar, für eine Welt, in der KI zunehmend zentral für das Wirtschaftswachstum wird.

Die unangenehme Kehrseite: Microsoft ist zudem der größte Finanzpartner von OpenAI, während Elon Musk vor Gericht Ansprüche gegen OpenAI und Microsoft verfolgt, die er als Verrat an OpenAIs Gründungsauftrag darstellt.

Das Dreieck, über das niemand spricht

Die neue Zusammenarbeit von Microsoft mit Starlink ist für Regionen gedacht, in denen traditionelle Breitbandanschlüsse schwer zu realisieren sind.

In seinem Blogbeitrag erklärte Microsoft, dass es Konnektivität aus niedriger Erdumlaufbahn mit gemeinschaftsbasierten Einsatzmodellen und lokalen Partnerschaften kombiniert und Kenia als frühes Beispiel nennt, mit Starlink und dem lokalen Anbieter Mawingu Networks.

Microsoft sagte, das Kenia-Programm ziele auf 450 Hubs in ländlichen und unterversorgten Regionen ab, darunter Bauernkooperativen, Sammelzentren und digitale Zentren.

Microsoft stellt das Vorhaben als Brücke in die “globale KI-Wirtschaft” dar und weist darauf hin, dass weltweit 2,2 Milliarden Menschen weiterhin offline sind.

Es teilte außerdem mit, dass es sein früheres Ziel, bis Ende 2025 den Internetzugang für 250 Millionen Menschen zu erweitern, übertroffen habe und die Konnektivität weltweit auf mehr als 299 Millionen Menschen ausgeweitet worden sei, darunter mehr als 124 Millionen in Afrika.

Die wirtschaftliche Argumentation ist klar; politisch ist es komplizierter.

Die Partnerschaft mit Starlink wird als Hinweis darauf beschrieben, dass Microsoft bereit ist, mit Musks Unternehmen zusammenzuarbeiten, selbst während Musk rechtliche Schritte im Zusammenhang mit OpenAI verfolgt, Microsofts wichtigstem KI-Partner.

Elon Musk fordert bis zu 134 Milliarden US-Dollar von OpenAI und Microsoft, wobei OpenAI seine Klage als „grundlos“ und als Teil einer „Belästigungskampagne“ bezeichnet.

Jenseits der Peinlichkeit: Worum geht es wirklich?

Für Microsoft ist Starlink ein Infrastrukturhebel.

Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn können Breitband in Regionen bereitstellen, in denen die Verlegung von Glasfaser langsam oder unwirtschaftlich ist, und Microsoft betont, dass Konnektivität grundlegend für eine breitere KI-Adoption ist.

Wenn Microsoft möchte, dass Azure und KI-Dienste in neue Märkte eindringen, ist eine zuverlässige „Last-Mile“-Verbindung genauso wichtig wie jedes Softwarepaket.

Für Musk sind solche Unternehmenspartnerschaften ebenfalls strategisch wertvoll.

Die Initiative könnte die Nachfrage nach Musks Luft- und Raumfahrtgeschäft steigern, das Verträge mit dem US-Verteidigungsministerium und der NASA hält und erklärt hat, es könne „möglicherweise“ dieses Jahr an die Börse gehen.

Selbst ohne einen Börsengang können kommerzielle Verträge im Zusammenhang mit langfristigen Konnektivitätsprojekten dazu beitragen, Starlink als unternehmensgerechte Infrastruktur zu normalisieren, statt als reinen Verbraucherdienst.

Im Hintergrund spielt zudem ein Wettbewerbsaspekt eine Rolle, da Satelliteninternet nicht mehr ausschließlich Starlinks Markt ist.

Amazons Project Kuiper gilt als direkter Konkurrent zu Starlink, mit einer geplanten Konstellation, die Breitband für Verbraucher, Unternehmen und Regierungen liefern soll.

Diese Dynamik erklärt, warum Microsoft die Beziehung jetzt festigen könnte: In einem Cloud-Wettrüsten kann derjenige, der die Verteilung in schwer erreichbaren Gebieten kontrolliert, beeinflussen, wohin Workloads verlagert werden.