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Delivery Hero: GMV‑Wachstum schwächer wegen Wettbewerb und wirtschaftlichem Druck

Delivery Hero: GMV‑Wachstum schwächer wegen Wettbewerb und wirtschaftlichem Druck
Diya Poddar
27. Feb. 2026, 10:10 AM

Der Online‑Lieferdienst Delivery Hero meldete einen Jahres‑Bruttowarenwert, der leicht unter den Markterwartungen lag.

Das Ergebnis unterstreicht die Belastungen, denen Essenslieferplattformen in einem härteren wirtschaftlichen Umfeld ausgesetzt sind.

Das deutsche Unternehmen erklärte, der Bruttowarenwert (GMV), eine zentrale Branchenkennzahl, die den Gesamtwert der abgewickelten Bestellungen abbildet, sei 2025 gestiegen, habe jedoch die Erwartungen der Analysten verfehlt.

Die Aktien von Delivery Hero fielen im Handel um 4,87 % und setzten damit den seit Jahresbeginn anhaltenden Kursrückgang fort.

Das Update macht deutlich, wie Wettbewerbsintensität und Konsumentendruck die Entwicklung in den wichtigsten Liefermärkten prägen.

GMV‑Wachstum verfehlt Schätzungen

Delivery Hero teilte mit, dass der Bruttowarenwert (GMV) 2025 um 9 % auf 49,2 Milliarden Euro gestiegen ist.

Analysten hatten laut einer von dem Unternehmen zusammengestellten Umfrage 49,5 Milliarden Euro erwartet.

Der Bruttowarenwert wird von Lieferplattformen weit verbreitet genutzt, um den Gesamtwert der über ihre Apps verkauften Waren zu zeigen.

Während der jährliche Anstieg auf eine anhaltende Expansion hinweist, zeigt das leichte Minus gegenüber den Erwartungen, dass das Wachstum die Markterwartungen nicht vollständig erreicht hat.

Schon kleine Abweichungen von den Erwartungen können die Stimmung in einem Sektor beeinflussen, der weiterhin stark umkämpft ist und von Investoren genau beobachtet wird.

Die Aktie des Unternehmens ist seit Jahresbeginn um 14,33 % gefallen.

Wettbewerbs‑ und wirtschaftlicher Druck

Das Unternehmen verwies auf Wettbewerbsdruck und ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld als Einflussfaktoren auf die Entwicklung.

Essenslieferunternehmen in Europa und anderen Regionen sehen sich mit engerer Konsumausgabenlage und preissensitiver Nachfrage konfrontiert.

Delivery Hero erklärte, es habe sein Ziel erreicht, das Geschäft in Südkorea wieder auf Wachstumskurs zu bringen.

In Saudi‑Arabien hielt das Unternehmen das Wachstum trotz starker Konkurrenz in diesem Markt aufrecht.

Das Management sagte, die Gruppe habe trotz Wettbewerbs‑ und wirtschaftlicher Gegenwinde Widerstandsfähigkeit gezeigt.

Der breitere Sektor passt sich an eine geringere Bestellhäufigkeit in einigen Städten sowie an anhaltende Investitionen in Logistik, Technologie und Kundenanreize an.

Diese Faktoren haben Margen und Wachstumsraten unter besondere Beobachtung gestellt.

Regionale Schwerpunkte

Südkorea und Saudi‑Arabien bleiben wichtige Märkte für Delivery Hero.

Die Rückkehr zum Wachstum in Südkorea markiert eine Wende, nachdem das Unternehmen dort zuvor unter Druck gestanden hatte.

In Saudi‑Arabien berichtete das Unternehmen, das Wachstum halten zu können, obwohl rivalisierende Plattformen aggressiv um Marktanteile konkurrieren.

Beide Regionen sind zentral für die übergeordnete Strategie der Gruppe geworden, da sie reife und boomende Märkte ausbalanciert.

Nächstes Update im März

Delivery Hero teilte mit, dass es seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2026 zusammen mit dem Geschäftsbericht am 26. März veröffentlichen wird.

Anleger werden auf Angaben zu Rentabilität, Wachstumszielen und regionaler Entwicklung achten.

Der bevorstehende Bericht dürfte mehr Klarheit darüber geben, wie das Unternehmen den Wettbewerb und die Konsumententrends im kommenden Jahr angehen will.

Er wird auch darlegen, wie es beabsichtigt, das Wachstum des Bestellwerts zu erhalten und zugleich die Kosten zu steuern.

Vorerst deuten die jüngsten Zahlen darauf hin, dass die Bestellwerte zwar weiter steigen, das Wachstum jedoch durch wirtschaftliche Bedingungen und Wettbewerbsdynamiken in den Märkten auf die Probe gestellt wird.