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US-Aktien erholen sich: S&P 500, Nasdaq steigen um 0,5 % bei Iran-Eskalation

US-Aktien erholen sich: S&P 500, Nasdaq steigen um 0,5 % bei Iran-Eskalation
Devesh Kumar
04. März 2026, 15:55 PM
  • S&P 500 und Nasdaq erholen sich, während Anleger die Spannungen im Nahen Osten verarbeiten
  • Dow steigt um 180 Punkte, da Ölängste nach politischen Zusicherungen nachlassen.
  • Analysten warnen, dass Eskalationsrisiken in der Golfregion die Märkte volatil halten könnten.

US-Aktien erholten sich am Mittwoch: Der S&P 500 legte um 0,3 % zu und der Nasdaq Composite gewann 0,5 %, einen Tag nachdem Irans eskalierender Konflikt mit Israel und den USA die wichtigsten Indizes deutlich nach unten gedrückt hatte.

Der Dow Jones Industrial Average stieg um 180 Punkte bzw. 0,4 %.

Die Anleger wägen die Zusicherungen von Finanzminister Scott Bessent zu Ölverschiffungen durch den Persischen Golf gegen die Aussicht auf neue 15 % globale Zölle, die diese Woche in Kraft treten sollen.

Israel setzte den Druck mit neuen Angriffen in der Nähe Teherans fort, während Trumps Team Marineeskorten für Tanker in der Straße von Hormus ankündigte, dem engen Engpass für 20 % des weltweiten Öltransports.

Die Eskalationsrisiken blieben hoch, doch die Aussagen von Finanzminister Scott Bessent zur Stabilität der Ölversorgung und zu Details bei den Zöllen beruhigten einige Anleger.

Die Ölpreise gaben von ihren Spitzen nach: Brent fiel um 0,7 % und WTI verlor 1 %.

Bessents Doppelmaßnahme: Ölfluss und Zollzeitplan beruhigen die Märkte

Bessent ging die Energiepanik direkt an.

Er kündigte eine „Reihe von Ankündigungen“ an, um Tanker-Versicherungen abzusichern und den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder in Gang zu bringen – Maßnahmen, die den Angebotsdruck durch Drohungen der IRGC und jüngste Angriffe abmildern könnten.

Das spielte eine Rolle, da Öl wegen Kriegsängsten angezogen hatte, doch die Aussicht auf US-Unterstützung reduzierte die Prämie schnell.

Bei den Zöllen legte er einen Zeitplan dar: Eine neue globale Abgabe von 15 % tritt später in dieser Woche in Kraft, mit dem Ziel einer Rücknahme „innerhalb von 5 Monaten“ nach der Zurückweisung eines früheren Plans durch den Obersten Gerichtshof.

Das ist typisch Bessent: klare Regeln inmitten des Chaos.

Analysten weisen darauf hin, dass die Märkte weiterhin sehr empfindlich auf geopolitische Schlagzeilen reagieren, dass sich stabilisierende Energiepreise jedoch langfristigere Kaufgelegenheiten bieten könnten.

Volatilität wirkt in beide Richtungen, und die heutige Erholung zeigt, dass Käufer im Rauschen nach Werten suchen.

Geteiltes Bild an der Wall Street: Kriegsrisiko vs. politische Rettungsleine

Das geteilte Bild war deutlich. Die Geopolitik schrie nach Verkauf: Israel drohte damit, Irans Regime zu „zerschlagen“, Tanker in Hormus waren weiterhin gestoppt, und ein klarer Ausweg war nicht in Sicht.

Auch Europa erholte sich: Der Stoxx 600 gewann tagsüber, doch Energiewerte hinkten hinterher, während der Sektor die Pufferwirkung von Bessent verarbeitete.

Halbleiter und Tech führten die Nasdaq-Anstiege an, in der Erwartung, dass politische Rettungsanker die Kriegs-Schlagzeilen vorerst überwiegen.

Einige Analysten sagen, dass, obwohl geopolitische Spannungen weiterhin die Schlagzeilen dominieren, nachlassende Energiepreise selektive Kaufgelegenheiten für Anleger schaffen könnten, die bereit sind, Volatilität zu tolerieren.

Sie warnen jedoch, dass die Risiken erhöht bleiben und ein plötzliches Aufflammen der Eskalation in der Golfregion die Märkte voraussichtlich empfindlich gegenüber neuen Entwicklungen und Störungen im Schiffsverkehr hält.