Oracle-Aktie steigt heute um 1,4 %: Was von den Quartalszahlen zu erwarten ist

Oracle-Aktie steigt heute um 1,4 %: Was von den Quartalszahlen zu erwarten ist
Utkarsh Roshan
05. März 2026, 18:32 PM
  • Oracle-Aktie steigt trotz Rückgang des Gesamtmarkts.
  • Anleger beobachten Cloud-Wachstum und KI-Nachfrage.
  • Analysten kürzen Kursziele, bleiben aber insgesamt positiv.

Die Oracle-Aktie legte am Donnerstag zu, obwohl die breiteren US-Märkte zurückgingen, da sich die Anleger auf die bevorstehenden Ergebnisse des Unternehmens für das kommende Quartal konzentrierten.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung stand die Oracle-Aktie rund 1,4 % im Plus und notierte bei $154.60.

Der Enterprise-Software-Gigant wird voraussichtlich am 10. März die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 veröffentlichen.

Die Aktie ist in diesem Jahr bisher um etwa 22 % gefallen, da Anleger die erheblichen Ausgaben des Unternehmens für KI-Infrastruktur, steigende Verschuldung und die engen Verbindungen zu Partnern wie OpenAI bewerten.

Trotz des Drucks auf die Oracle-Aktie in den letzten Monaten bleibt das Sentiment an der Wall Street insgesamt konstruktiv, gestützt durch eine starke Nachfrage nach den Cloud-Diensten des Unternehmens.

Marktschwäche drückt auf Aktien

Die Kursgewinne von Oracle fielen in einer schwachen Sitzung des Gesamtmarkts auf.

Der Dow Jones Industrial Average fiel um 801 Punkte bzw. 1,6 %, belastet durch Verluste bei Aktien wie Caterpillar und Goldman Sachs.

Der S&P 500 verlor 0,9 %, während der Nasdaq Composite um 0,6 % nachgab, was die anhaltende Volatilität bei Aktien widerspiegelt.

Vor diesem Hintergrund hoben sich Oracles moderate Gewinne hervor, da sich Anleger vor der Quartalsberichtserstattung positionierten.

Erwartungen an Oracles Quartalszahlen

Analysten erwarten, dass Oracle einen bereinigten Gewinn je Aktie von $1,71 für das Quartal meldet, was einem Wachstum von 16,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Der Umsatz wird auf etwa $16,9 Milliarden geschätzt, ein Anstieg von 20 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Historisch gesehen hat Oracle gemischte Ergebnisse bei Gewinnüberraschungen geliefert und in vier der vergangenen neun Quartale die Schätzungen der Analysten verfehlt.

Bei den bevorstehenden Zahlen werden Anleger voraussichtlich vor allem auf das Wachstum im Cloud-Geschäft von Oracle und die Stärke der Nachfrage im Zusammenhang mit KI-Workloads achten.

Das Unternehmen hat große Cloud-Verträge im Zusammenhang mit KI-Einsätzen unterzeichnet, die eine starke Expansion seines Cloud-Segments gestützt haben.

Marktteilnehmer werden zudem auf Aktualisierungen zum Bau von Rechenzentren und zu Investitionsausgaben achten, da Oracle die Infrastrukturinvestitionen zur Unterstützung von KI-Berechnungen hochfährt.

Schulden- und Finanzierungsfragen bleiben bestehen

Obwohl die Nachfrage nach KI-Infrastruktur wächst, haben Analysten Bedenken hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen von Oracles Investitionsplänen geäußert.

RBC Capital Markets hat kürzlich sein Kursziel für Oracle-Aktien von $195 auf $160 gesenkt, behielt jedoch vor der Ergebnisveröffentlichung die Einstufung „Sector Perform“ bei.

Die Firma verwies auf anhaltende Unsicherheit hinsichtlich Oracles Fähigkeit, seine Verpflichtungen für das Stargate-Projekt zu finanzieren.

Zum Ende des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2026 wies Oracle eine Gesamtverschuldung von $131,7 Milliarden, einen negativen gehebelten Free Cashflow von $13,2 Milliarden und Investitionsausgaben von etwa $12 Milliarden aus.

Blue Owl, Oracles größter Stargate-Finanzierungspartner, lehnte Ende letzten Jahres ab, den vorgeschlagenen ein Gigawatt großen Stargate-Campus in Michigan zu unterstützen.

Die Investmentgesellschaft nannte ungünstigere Leasingbedingungen und Bedenken hinsichtlich steigender Verschuldung als Gründe.

Oracle hat seitdem angedeutet, dass der Finanzierungsbedarf deutlich unter $100 Milliarden liegen könnte, und steht Berichten zufolge in Gesprächen mit alternativen Eigenkapitalpartnern.

Citi zur Oracle-Aktie

Unterdessen senkte Citi sein Kursziel für Oracle von $370 auf $310, beließ die Aktie jedoch bei einer Kaufempfehlung.

Die Firma führte die Zielsenkung auf Bewertungsdruck im weiteren Softwaresektor zurück.

Citi erklärte, dass Oracles Investitionsausgaben nach den jüngsten Schulden- und Eigenkapitalemissionen beschleunigen könnten, was dazu beitragen könne, Bedenken hinsichtlich der Finanzierung der Rechenzentrums-Erweiterung des Unternehmens zu lindern.

Der bevorstehende Quartalsbericht von Oracle wird als wichtiger Gradmesser für das Vertrauen der Anleger in die Strategie des Unternehmens dienen, die KI-bezogene Infrastruktur aggressiv auszubauen.