AMD-Aktie steigt, Analysten bleiben wegen KI-Nachfrage optimistisch
- AMD-Aktie steigt, Analysten heben starke KI- und Servernachfrage hervor.
- Partnerschaften mit Meta und OpenAI stärken AMDs Wachstumsausblick für KI‑Chips.
- Wall Street sieht für AMD‑Aktien in 12 Monaten ein Aufwärtspotenzial von bis zu 45%.
Die Aktien von Advanced Micro Devices (NASDAQ: AMD) stiegen am Montag, nachdem Analysten ihre optimistische Einschätzung zu den langfristigen Wachstumsaussichten des Unternehmens im Bereich künstliche Intelligenz bekräftigt hatten.
Die AMD-Aktie gewann während der Sitzung etwa 3.5% und erreichte $200.17, was den Optimismus über die wachsende Rolle des Chip-Herstellers im rasant expandierenden Markt für KI-Infrastruktur verstärkte.
Analysten sagen, dass das Data-Center-Geschäft des Unternehmens, Partnerschaften mit Hyperscalern und die Roadmap für KI-Chips weiterhin die längerfristige Investment-These stützen.
Analysten bekräftigen optimistische Aussichten für AMD
Mehrere Researchfirmen bekräftigten in den vergangenen Tagen positive Einstufungen und Kursziele für AMD.
RBC Capital bekräftigte seine Einstufung „Hold“ für AMD mit einem Kursziel von $230 und verwies auf die weiterhin starke Nachfrage nach den bevorstehenden KI-Produkten des Unternehmens.
Die Bank erklärte, die Nachfrage nach der MI450-GPU und den Helios-Systemen bleibe robust und hebe das zunehmende Interesse der Hyperscaler hervor.
Laut RBC könnte die zweite Hälfte des Jahres 2026 steigende Einsatzmengen bei Großkunden wie OpenAI und Meta bringen, obwohl AMD keine zusätzlichen warrant-basierten Vereinbarungen geplant habe.
Wolfe Research bekräftigte ebenfalls seine Einstufung „Outperform“ und ein Kursziel von $300.
Das Brokerage räumte in einigen Segmenten eine gewisse Vorsicht ein, blieb jedoch bezüglich des breiteren Momentums von AMD optimistisch.
„Im Allgemeinen glauben wir, dass das Unternehmen in Bezug auf Client- und Gaming-Bereich eine leichte Vorsicht äußerte, bedingt durch den allgemein erwarteten Effekt höherer Speicherpreise. Dennoch hatten wir auch den Eindruck, dass die Dynamik im Serverbereich weiter zunimmt“, schrieb Analyst Chris Caso.
Caso fügte hinzu, dass die Nachfrage nach den KI-Produkten des Unternehmens weiterhin das Vertrauen der Investoren stütze.
„AMD zeigt außerdem weiterhin Vertrauen in seine Roadmap und die Kundenresonanz für KI-Beschleuniger, was letztlich für die Aktie entscheidend ist.“
KI-Partnerschaften und Hyperscaler-Nachfrage treiben das Wachstum
Die wachsenden Partnerschaften von AMD mit großen Technologieunternehmen haben zudem die Pipeline für KI-Infrastruktur gestärkt.
Das Unternehmen unterzeichnete kürzlich eine mehrjährige Vereinbarung mit Meta Platforms über die Bereitstellung von bis zu sechs Gigawatt Instinct-GPUs, was eine der größten in der Branche angekündigten KI-Hardware-Partnerschaften darstellt.
Die erste Phase der Bereitstellung soll in der zweiten Hälfte 2026 beginnen und Helios-Systeme mit MI450-GPUs sowie CPUs der sechsten Generation einsetzen, die auf AMDs ROCm-Softwareplattform laufen.
AMD hatte bereits im Oktober 2025 eine Vereinbarung über eine sechs-Gigawatt-Bereitstellung mit OpenAI erzielt und stärkte damit seine langfristige Umsatz-Pipeline für KI-Infrastrukturprodukte.
Außerdem kooperiert der Hardware-Hersteller Celestica mit AMD beim Aufbau von Systemen zur Unterstützung der Helios-KI-Architektur.
Celestica wird die Hochgeschwindigkeits-Switches entwerfen und fertigen, die erforderlich sind, um AMDs KI-Chips der nächsten Generation in Rack-Scale-Computing-Systemen zu verbinden.
Diese Rack-Scale-KI-Plattformen sind als große, vorgefertigte Rechenumgebungen konzipiert, die in der Lage sind, fortgeschrittene KI-Modelle für Cloud-Anbieter, Unternehmen und Forschungseinrichtungen auszuführen.
Wachstum im Rechenzentrumsbereich stützt AMDs langfristige Aussichten
Trotz Schwankungen im Aktienkurs blieb die fundamentale Geschäftsentwicklung von AMD stark.
Das Unternehmen meldete für das vierte Quartal 2025 einen Umsatz von $10.27 Milliarden und bereinigte Gewinn je Aktie von $1.53.
Das Wachstum wurde größtenteils vom Rechenzentrumssegment des Unternehmens getragen, das $5.4 Milliarden Umsatz erzielte und damit einem Anstieg von 39% im Jahresvergleich entspricht.
Die starke Leistung spiegelt die zunehmende Adoption von EPYC-Serverprozessoren und Instinct-KI-Beschleunigern bei Unternehmens- und Cloud-Kunden wider.
Die Nachfrage nach leistungsstarken CPUs steigt ebenfalls, da Unternehmen neue Rechenzentren bauen, um aufkommende KI-Workloads zu unterstützen.
Laut AMD errichten viele Kunden neue, CPU-basierte Rechenzentren, die für KI-Systeme ausgelegt sind und sowohl GPUs als auch leistungsstarke Prozessoren erfordern, die zusammenarbeiten.
Das Unternehmen meldete außerdem eine starke Nachfrage nach maßgeschneiderten Versionen seiner MI400- und MI500-Serie GPUs, insbesondere von Hyperscale-Kunden.
Beispielsweise plant AMD, MI400-Serie-Lösungen für Meta anzupassen, indem Chiplet-Konfigurationen und Compute-Sled-Designs verändert werden, um die Gesamtkosteneffizienz zu verbessern.
Die Stimmung an der Wall Street bleibt insgesamt positiv.
Laut Daten, die von TipRanks zusammengestellt wurden, stuften 30 Analysten die AMD-Aktie gemeinsam als „Moderate Buy“ ein, mit einem durchschnittlichen Kursziel von $285.
Basierend auf dem aktuellen Niveau von rund $197 impliziert dieses Kursziel ein Potenzial von nahezu 45% in den nächsten 12 Monaten.
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