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TLT-ETF gefährdet trotz hoher Zuflüsse – Bond‑Vigilantes schlagen zurück

TLT-ETF gefährdet trotz hoher Zuflüsse – Bond‑Vigilantes schlagen zurück
Crispus Nyaga
14. Aug. 2026, 14:04 PM

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TLT (iShares 20+ Year Treasuries)

Verkauf: TLT. Der Artikel weist auf Bond‑Vigilantes hin, die die 30‑jährigen Renditen auf den höchsten Stand seit 2001 treiben (Auktionsrenditen bis zu ~5,22%), während TLT technisch zusammenbricht (Ausbruch aus fallendem Dreieck, unter dem 50‑Wochen‑GD, nahe den Tiefs von 2023). Selbst bei starken Zuflüssen fällt der Kurs weiter – klassisches Zeichen, dass die Nachfrage dem steigenden Renditedruck nicht standhalten kann. Wichtiges Niveau: $80 (Abwärtsziel).

Kernrisiko: Ein starker Rückgang der Inflation oder eine Kehrtwende der Fed, die die 30‑jährigen Renditen rasch nach unten treibt und TLT wieder über ~$84 bringt, wodurch der Ausbruch ungültig würde.

30-jährige Treasury‑Futures (TY)

Verkauf: TY (30‑jährige Treasury‑Futures). Der zentrale Auslöser ist ein höherer Term‑Premium am langen Ende durch Schulden‑/Auktionsdruck und anhaltende Inflation (CPI noch 3,5%). Futures bieten eine sauberere Duration‑Exposition als ein ETF und sollten die von Vigilantes getriebene Neubewertung der 30‑jährigen Kurve nachzeichnen, wenn Auktionen mit höheren Renditen abgeschlossen werden.

Kernrisiko: Ein anhaltender Risk‑Off‑Schock (Wachstumsängste), der die Renditen trotz Schuldenproblemen einbricht und eine Rally in der 30‑jährigen Duration erzwingt.

  • Der TLT‑ETF ist in den letzten Jahren stark gefallen.
  • Die US‑Anleiherenditen sind stark gestiegen, da Bond‑Vigilantes Gegenwehr leisten.
  • Die US‑Staatsverschuldung steigt rasant und steht kurz davor, die Marke von $40 trillion zu überschreiten.

Der iShares 20+ Year Treasury Bond ETF TLT setzte seinen starken Abwärtstrend fort und notierte auf dem niedrigsten Stand seit 2024. Er ist seit seinem Rekordhoch um 54% gefallen, da die US-Anleiherenditen gestiegen sind und die US-Staatsverschuldung sich dem $40 trillion-Meilenstein nähert.

US-Anleiherenditen steigen, während die Staatsverschuldung sich $40 trillion nähert

Es gibt Anzeichen, dass Bond‑Vigilantes die Staatsverschuldung in Richtung $40 trillion treiben. Die Verschuldung liegt bei über $39.065 trillion und ist damit um mehr als $3 trillion gestiegen, seit Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr sein Amt antrat. Setzt sich der Trend fort, würde die Verschuldung in den kommenden Wochen die $40 trillion-Marke überschreiten.

Die Bond‑Vigilantes haben die US-Regierung inzwischen dazu gezwungen, die höchsten Kreditkosten für den Verkauf von 30‑jährigen Anleihen seit 2001 zu zahlen. Eine Auktion von $25 billion 30‑jährigen Treasuries zog Renditen von bis zu 5,22% an. Zuvor lag die Rendite bei der vorherigen 30‑jährigen Auktion im Juli bei 5,06%.

Es gibt mehrere Gründe für den Anstieg der Renditen. Erstens bestehen Befürchtungen, dass die japanische Regierung weiterhin US‑Treasuries verkauft, um den japanischen Yen zu stützen. Das Land hat in den vergangenen Monaten bereits Anleihen im Wert von mehreren Milliarden Dollar verkauft, und die jüngste Intervention ist nach hinten losgegangen

Die USA geben in wichtigen Bereichen zu viel aus

Zweitens deuten Anzeichen darauf hin, dass die US‑Regierung übermäßig ausgibt; Trumps Prestigeprojekte werden voraussichtlich Milliarden kosten. So sollen laut Washington Post die Renovierungen im Weißen Haus über $900 million kosten. Zudem hat er über $87 billion für den Krieg im Iran beantragt und arbeitet daran, die Verteidigungsausgaben auf über $1.5 trillion zu erhöhen.

Bemerkenswert ist außerdem, dass der Oberste Gerichtshof Trumps „reciprocal tariffs“ gebremst hat. Zwar hat Trump seine Zölle beibehalten, doch sind sie weniger umfassend als vor dem Urteil des Obersten Gerichtshofs. Diese Zölle hätten der Regierung geholfen, das Schuldenwachstum zu verringern.

Darüber hinaus bleibt die Inflation hartnäckig hoch. Ein diese Woche veröffentlichter Bericht zeigte, dass der Gesamt‑Verbraucherpreisindex (CPI) auf 3,5% zurückging und damit weiterhin über dem Ziel der Federal Reserve von 2% liegt.

Dennoch strömen Investoren in den TLT‑ETF. Daten zeigen, dass der Fonds im letzten Monat Zuflüsse von über $4.3 billion verzeichnete. Die Nettozuflüsse in den letzten drei Monaten belaufen sich auf $4.28 billion. 

Technische Analyse des TLT‑ETFs deutet auf weitere Verluste hin

TLT-ETF

Chart des TLT‑ETFs | Quelle: TradingView

Der Wochenchart zeigt, dass der TLT‑ETF ein riskantes fallendes Dreieck gebildet hat, das gewöhnlich zu weiteren Abwärtsbewegungen führt. Er ist bereits unter die Unterkante dieses Dreiecks gefallen, was die bärische These bestätigt.

Der Fonds notiert weiterhin unter dem 50‑Wochen‑Gleitenden Durchschnitt, ein Zeichen dafür, dass die Bären das Ruder behalten. Der aktuelle Kurs von $82 ist ebenfalls bemerkenswert, da dies sein niedrigster Stand im Jahr 2023 war. Technisch deutet vieles darauf hin, dass der Fonds in den kommenden Wochen weitere Verluste verzeichnen könnte. In diesem Fall ist das nächste Schlüsselniveau bei $80. Eine Bewegung über den wichtigen Widerstand bei $84 würde hingegen auf weitere Gewinne hindeuten.