US-Aktien fallen nach PPI-Anstieg, Dow Jones verliert 169 Punkte

US-Aktien fallen nach PPI-Anstieg, Dow Jones verliert 169 Punkte
Ananthu C U
18. März 2026, 14:44 PM
  • US-Aktien fallen, nachdem die PPI-Inflation die Prognosen übertrifft; Zinssenkungen werden hinausgeschoben.
  • Öl übersteigt 108 $, da Spannungen mit Iran Befürchtungen über Lieferunterbrechungen schüren.
  • Fed-Entscheidung im Fokus, während Märkte Inflation und geldpolitische Aussichten abwägen.

Die US-Aktien eröffneten am Mittwoch tiefer, nachdem heißere als erwartete Inflationsdaten und steigende Ölpreise die Anlegerstimmung vor der geldpolitischen Entscheidung der Federal Reserve getrübt hatten.

Der Dow Jones Industrial Average fiel um etwa 169 Punkte bzw. 0,36 %, während der S&P 500 um 0,31 % nachgab und der Nasdaq 100 rund 0,26 % verlor.

Der vorsichtige Ton folgte auf eine stärker als erwartete Entwicklung bei der Großhandelsinflation, die Befürchtungen schürte, dass die Leitzinsen länger höher bleiben könnten.

Inflationsüberraschung dämpft Erwartungen an Zinssenkungen

Daten des Arbeitsministeriums zeigten, dass der Erzeugerpreisindex (PPI) im Februar um 0,7 % stieg und damit deutlich über den Erwartungen von 0,3 % lag.

Auf Jahresbasis kletterten die Erzeugerpreise um 3,4 % und übertrafen damit die Prognosen von 2,9 %.

Der Bericht bekräftigte die Sorge, dass Inflationsdruck anhält, insbesondere da geopolitische Spannungen Energie- und Transportkosten steigen lassen.

Die Markterwartungen für geldpolitische Lockerungen haben sich spürbar verschoben.

Händler rechnen nun damit, dass die Federal Reserve die Zinsen um mindestens 25 Basispunkte erst im April 2027 senken wird, verglichen mit Erwartungen für einen Schritt bereits im Dezember 2026 vor der Datenveröffentlichung.

Ölpreise und geopolitische Spannungen erhöhen den Druck

Die Ölpreise setzten ihren Anstieg fort und trugen zu Inflationssorgen und zu erhöhter Marktvolatilität bei.

WTI-Rohöl (West Texas Intermediate) stieg um mehr als 2 % auf rund 97,68 $ pro Barrel, während Brent-Rohöl um mehr als 4 % auf 108,3 $ pro Barrel zulegte.

Die Preise erhöhten sich nach Berichten über Angriffe auf iranische Energieanlagen und andauernde Störungen in Verbindung mit der Straße von Hormus.

Zu Beginn der Sitzung hatte sich das Rohöl zunächst abgeschwächt, nachdem die Exporte aus den Feldern in Kirkuk, Irak, wieder aufgenommen worden waren, doch die Gewinne setzten sich fort, als die geopolitischen Risiken zunahmen.

Der Konflikt im Nahen Osten hat die Befürchtungen über Lieferunterbrechungen verstärkt, was zu breiteren Sorgen über Stagflation beiträgt und die Aussichten für Zentralbanken verkompliziert.

Auch die jüngsten Äußerungen von Präsident Donald Trump, die Vereinigten Staaten bräuchten keine NATO-Unterstützung zur Sicherung von Schifffahrtsrouten, haben die Unsicherheit über globale Energieflüsse verstärkt.

Fed-Entscheidung und Aktienbewegungen im Fokus

Anleger richten ihren Fokus nun auf die geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve, da die Märkte weithin erwarten, dass die Zentralbank die Zinsen unverändert lässt.

Im Mittelpunkt werden die Aussagen von Vorsitzendem Jerome Powell stehen, um Hinweise darauf zu erhalten, wie die Entscheidungsträger die mit höheren Energiepreisen und geopolitischer Unsicherheit verbundenen Inflationsrisiken bewerten.

Die Aktienmärkte haben in den vergangenen Sitzungen Widerstandskraft gezeigt, gestützt durch Zugewinne im Technologiesektor und solide Unternehmenskennzahlen.

Unter den Einzeltiteln stieg Micron Technology um 0,29 % vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen, während SanDisk um 1,6 % zulegte.

Das Drohnen-Softwareunternehmen Swarmer setzte seine Rallye fort und legte an einem Tag um 40 % zu nach seinem Nasdaq-Debüt.

Auf der Verliererseite rutschten Reiseaktien wie Delta, American Airlines und Carnival ab, während Lululemon trotz schwächer als erwarteter Prognosen um 2 % zulegte.

Macy’s stieg um 5,6 %, nachdem das Unternehmen signalisiert hatte, dass durch Zölle bedingte Belastungen später im Jahr nachlassen könnten.

Angesichts erhöhter Volatilität und ausstehender wichtiger geldpolitischer Signale bleiben die Märkte vorsichtig, während Anleger ein komplexes Gemisch aus Inflationsrisiken, geopolitischen Spannungen und verschobenen Zinserwartungen abwägen.