Tesla-Aktie rutscht 2% ab, regulatorische Risiken und Zweifel an Robotaxis nehmen zu

Tesla-Aktie rutscht 2% ab, regulatorische Risiken und Zweifel an Robotaxis nehmen zu
Utkarsh Roshan
20. März 2026, 17:18 PM
  • Tesla fällt, da Kriegs­­spannungen und Marktschwäche risikobehaftete Anlagen belasten.
  • Ausweitung der NHTSA-Untersuchung erhöht das Risiko eines möglichen Rückrufs.
  • Analysten sehen nachlassende Dynamik bei Robotaxis und wachsende Wettbewerbssorgen.

Die Aktien von Tesla fielen am Freitag um mehr als 2% und setzten damit jüngste Verluste fort, da die breiteren US-Märkte im Zuge eskalierender geopolitischer Spannungen schwächer wurden.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte die Tesla-Aktie über 2% im Minus bei $372.

Der Dow Jones Industrial Average fiel um 163 Punkte, bzw. 0.4%, während der S&P 500 um 0.8% nachgab.

Der Nasdaq Composite gab um 1.2% nach und brachte die großen Indizes auf Kurs für eine weitere Verlustwoche.

Die Anlegerstimmung blieb fragil, nachdem Iran und Israel sich gegenseitig neue Angriffe lieferten, darunter Angriffe auf Energieinfrastruktur im Golf.

Das Pentagon verlegt Berichten zufolge zusätzliche Marines in die Region, was die Sorge um einen längeren Konflikt weiter verstärkt.

US-Präsident Donald Trump verschärfte zudem seine Rhetorik in Bezug auf die NATO, was die geopolitische Unsicherheit zusätzlich erhöhte.

Bewertungsdiskrepanz rückt in den Fokus

Trotz eines Rückgangs von mehr als 15% in diesem Jahr weist Tesla weiterhin eine Marktbewertung von roughly $1.5 trillion auf und gehört damit zu den größten Unternehmen im S&P 500.

Der jüngste Rückgang spiegelt ein Zusammentreffen mehrerer Belastungsfaktoren wider, darunter geopolitische Unsicherheit, regulatorische Risiken und sich wandelnde Anlegererwartungen.

Das Unternehmen erzielt weiterhin den Großteil seiner Einnahmen aus Fahrzeugverkäufen, obwohl diese Bereiche unter Druck bleiben.

Der Anlegerfokus hat sich jedoch auf künftige Wachstumsbereiche wie Robotaxis und humanoide Roboter verlagert.

UBS-Analyst Joseph Spak stellte die Relevanz der Auslieferungszahlen für Teslas Bewertung infrage und schrieb, dass Auslieferungen den Aktienkurs möglicherweise nicht mehr so antreiben wie einst.

Spak erwartet einen Rückgang der Auslieferungen um 18% im Quartalsvergleich und hielt eine vorsichtige Haltung aufrecht, wobei er anmerkte, dass die Begeisterung für Teslas Geschäftsbereiche der nächsten Generation nachlassen könnte.

Bedenken bei Robotaxis nehmen zu

Teslas langfristiges Anlageargument basiert zunehmend auf autonomem Fahren und Robotik.

Analysten beginnen jedoch zu hinterfragen, ob das Unternehmen in diesen Bereichen seinen Wettbewerbsvorteil halten kann.

Spak sagte, es gebe „wachsende Stimmen, dass Tesla sich bei Robo-Taxis möglicherweise nicht nachhaltig differenzieren kann“, und verwies auf die Konkurrenz durch Waymo und Nvidia, die ihre Aktivitäten im Bereich autonomes Fahren ausbauen.

Langsamere als erwartete Fortschritte bei Teslas Robotaxi- und humanoiden Roboter-Initiativen haben ebenfalls zu einer gedämpfteren Anlegerstimmung beigetragen.

Regulatorische Risiken verschärfen sich

Zusätzlich zum Druck haben US-Behörden die Prüfung von Teslas Fahrerassistenzsystemen verschärft.

Die National Highway Traffic Safety Administration hat ihre Untersuchung des Full Self-Driving-Systems von Tesla auf eine technische Analyse ausgeweitet, die rund 2.4 Millionen Fahrzeuge umfasst.

Dieser Schritt gilt als vorletzte Phase vor einer möglichen Rückrufentscheidung.

Gordon Johnson von GLJ Research sagte, das Problem im Zusammenhang mit Ausfällen bei der Sichtbarkeitsdetektion könne Hardware- statt Softwareänderungen erfordern, was das Risiko einer weitreichenderen Intervention erhöhe.

Er fügte hinzu, dass ein erzwungener Rückruf Teslas Robotaxi-Ambitionen untergraben könnte.

Das Analysehaus stuft die Tesla-Aktie mit „Verkaufen“ ein und nennt ein Kursziel von rund $25.28.

Pläne zur Expansion im Solarbereich

Unabhängig davon prüft Tesla eine Ausweitung seines Energiegeschäfts.

Berichten zufolge plant das Unternehmen, bis zu $2.9 billion an Solarfertigungsanlagen bei chinesischen Lieferanten, darunter Suzhou Maxwell Technologies, zu kaufen, um großflächige Solarkapazitäten in den USA aufzubauen

Chief Executive Officer Elon Musk hat zuvor gesagt, das Unternehmen strebe an, bis 2028 domestisch 100 Gigawatt Solarfertigungskapazität aufzubauen.