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Kospi stürzt um 160 Punkte ab, Nikkei fällt 1,6% – Öl‑Schock trifft Asien

Kospi stürzt um 160 Punkte ab, Nikkei fällt 1,6% – Öl‑Schock trifft Asien
Devesh Kumar
27. März 2026, 05:30 AM
  • Südkorea führt regionale Verluste an, da Öl‑Sorgen eine Risikoaversion auslösen.
  • Japan rutscht ab, da Exporteure und exportnahe Sektoren unter Druck geraten.
  • Chinas robuste Industriegewinne gleichen die breitere Marktschwäche nicht aus.

Die asiatischen Märkte brachen am Freitag ein, da die globale Stimmung angesichts von Erwartungen an einen Waffenstillstand und der Unberechenbarkeit der beteiligten Akteure volatil blieb.

Investoren sehen sich einer vertrauten Kombination aus hohen Ölpreisen und der Sorge gegenüber, dass steigende Energiekosten in die Inflation übergehen könnten.

In Asien ging es weniger um lokale Fundamentaldaten als um eine breitere Neubewertung des Risikos in der Region.

Die Entwicklungen folgten, nachdem Wall Street gestern eine volatile Sitzung verzeichnete, wobei der S&P 500 um 1,74% fiel und der Nasdaq um über 2% einbrach.

Öl‑Schock kehrt zurück

Der Ausverkauf in Asien wurde von Südkorea angeführt, wo der Leitindex Kospi um 3,6% fiel und der Small‑Cap‑Index Kosdaq um 2% nachgab.

Japan fiel ebenfalls deutlich um 1,6%, während die Verluste in Australien, Hongkong und Festlandchina vergleichsweise moderater ausfielen.

Auslöser war nicht eine plötzliche Verschlechterung asiatischer Daten, sondern ein erneuter Anstieg der Sorge um die Energieversorgung.

Investoren überlegen erneut, welche Folgen eine anhaltende Störung in und um die Straße von Hormus für die importabhängigen Volkswirtschaften der Region hätte.

Barclays erklärte, eine anhaltende Schließung der Wasserstraße könnte 13 bis 14 Millionen Barrel Öl pro Tag der Versorgung beeinträchtigen.

Das ist besonders in Asien relevant, wo Energiepreise schnell überall durchschlagen – von Transport- und Fabrikinputkosten bis hin zu Verbraucherpreisinflation und Anleiherenditen.

Südkorea, Japan tragen die Hauptlast

Die stärksten Verluste in Nordostasien waren aussagekräftig.

Der überdurchschnittliche Rückgang Südkoreas deutete darauf hin, dass Investoren schnell aus den Sektoren ausstiegen, die am empfindlichsten auf externe Schocks reagieren.

Die Aktien des Landes sind wegen der starken Abhängigkeit von importierter Energie besonders verwundbar gegenüber Risiken in der Öl‑ und Gasversorgung.

Seoul hat mit Notmaßnahmen reagiert, darunter ein Rückkauf von Anleihen im Volumen von 5 Billionen Won und umfangreichere Kraftstoffsteuersenkungen.

Die gleiche Logik gilt in Japan, wo der Nikkei 225 um 1,6% fiel und der breitere Topix 0,8% verlor.

Die Sorge gilt nicht nur den direkten Effekten höherer Kraftstoffkosten, sondern auch den Folgewirkungen – teurere Transporte, straffere Finanzierungsbedingungen, schwächere Auslandsnachfrage usw.

China zeigt Widerstandskraft

China lieferte den wichtigsten Gegenspieler des Tages.

Offizielle Daten zeigten, dass die Industriegewinne chinesischer Unternehmen im Januar und Februar im Jahresvergleich um 15,2% gestiegen sind.

Das erklärte, warum die Verluste in Hongkong und Festlandchina relativ begrenzt waren: Der Hang Seng lag 0,2% im Minus und der CSI 300 gab 0,4% nach.

Doch Chinas Entwicklung war nicht stark genug, um die regionale Stimmung zu heben.

Höhere Energie‑ und Komponentenpreise könnten die Nachhaltigkeit der Gewinnwende bedrohen, falls der Ölpreis erhöht bleibt.

Das war die Abwägung, die Investoren am Freitag zu treffen versuchten.

Chinas inländische industrielle Dynamik bot eine gewisse Beruhigung, doch Investoren bewerten weiterhin den Schaden, den ein anhaltender Öl‑Schock dem Wachstum zufügen könnte.