Morgan Stanley senkt Gewichtung globaler Aktien, erhöht Cash und US-Treasuries

Morgan Stanley senkt Gewichtung globaler Aktien, erhöht Cash und US-Treasuries
Invezz Team
30. März 2026, 11:23 AM
  • Morgan Stanley reduziert globale Aktien, erhöht die Gewichtung von US-Treasuries.
  • Ölschock treibt Anleger in Cash und sicherere US-Anlagen.
  • Aktien könnten um 25% fallen, sollten die Rohölpreise nahe den Rekordhöhen verharren.

Morgan Stanley hat laut Reuters eine defensivere Haltung eingenommen, die Gewichtung globaler Aktien reduziert und Cash sowie US-Staatsanleihen erhöht, angesichts gestiegener Öllieferungsrisiken durch den Konflikt im Nahen Osten.

Die Bank senkte die Gewichtung globaler Aktien von Übergewicht auf gleichgewichtet und erhöhte Cash und Treasuries von gleichgewichtet auf Übergewicht, wobei sie „asymmetrische Ergebnisse“ für Risikoanlagen in einem Umfeld stark steigender Rohölpreise anführte.

Ölpreisanstieg mahnt zur Vorsicht

Brent-Rohöl ist diesen Monat um 59% gestiegen—der steilste Anstieg seit dem Golfkrieg 1990—und überschritt am Montag kurzzeitig $116 pro Barrel.

Morgan Stanley erklärte, Umfang und Dauer von Lieferunterbrechungen seien ungewiss, wodurch riskante Anlagen anfällig für starke Verluste würden.

Sollten die Ölpreise zwischen $150 und $180 pro Barrel bleiben, könnten sich die globalen Aktienbewertungen um bis zu 25% verringern, warnte die Bank.

Regionale Herabstufungen verdeutlichen Neubewertung des Risikos

Die Strategen verringerten das Exposure gegenüber US- und japanischen Aktien und stuften beide von Übergewicht auf gleichgewichtet herab, obwohl sie US-Aktien weiterhin wegen besserer Gewinnwachstumsaussichten bevorzugen.

Zu Japan merkte Morgan Stanley an, es gebe potenzielles Abwärtsrisiko durch Störungen der Lieferkette und Risiken einer globalen Rezession, sollte die Straße von Hormus über längere Zeit geschlossen bleiben.

Zuflüsse in sichere Häfen kehren zu US-Märkten zurück

Die Verschiebung markiert eine Umkehr gegenüber dem Vorjahr, als Anleger Europa und Schwellenmärkte angesichts von Handelsspannungen bevorzugten. Seit Ausbruch des jüngsten Konflikts haben sich die Zuflüsse in US-Aktien und -Anleihen beschleunigt, da Anleger erneut Sicherheit in Dollar-Anlagen suchen.

Morgan Stanley erklärte, Treasuries böten bei einem Öl-Schock bessere Diversifikation, weil die USA weniger von Importen abhängig seien als Europa.

Strategie unterstreicht Neubepreisung des Risikos

Der Schritt der Bank verdeutlicht, wie schnell ein globaler Energieschock Portfolio-Allokationen umgestalten kann. Der Fokus auf Liquidität und die Duration hochwertiger Anleihen spiegelt die zunehmende Vorsicht an den Märkten wider.

Für Anleger ist die entscheidende Variable jetzt der Verlauf des Rohöls—und wie lange Lieferunterbrechungen anhalten—bevor die aktuelle defensive Ausrichtung nachlassen kann.