UBS senkt S&P 500‑Ziele für 2026 wegen steigender Ölpreise

UBS senkt S&P 500‑Ziele für 2026 wegen steigender Ölpreise
Rivanshi Rakhrai
07. Apr. 2026, 13:37 PM
  • UBS senkte das Jahresziel für den S&P 500 von 7.700 auf 7.500.
  • UBS hält die EPS-Prognose von $310 für den S&P 500.
  • Der Konflikt im Nahen Osten treibt die Energiekosten nach oben.

UBS Global Wealth Management senkte am Montag sein S&P 500-Ziel für 2026 und nannte als Grund die gestiegenen Energiekosten infolge des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten.

Die Analysten erwarten, dass der Konflikt das US-Wirtschaftswachstum und die Inflation belasten wird.

In dem Bericht vom 6. April 2026 senkte UBS das Jahresziel für den S&P 500 von 7.700 auf 7.500 und das Zwischenjahresziel von 7.250 auf 7.000.

Spannungen im Nahen Osten und Energiepreise

UBS stellte im Basisszenario fest, dass die Feindseligkeiten zwar voraussichtlich binnen weniger Wochen abklingen, der Konflikt jedoch bereits zu einem starken Anstieg der Ölpreise geführt habe.

Die Bank beschrieb die Lage als vorübergehende Störung, warnte jedoch vor einem „erheblichen Risiko“ im Energiesektor aufgrund beschädigter Infrastruktur, was die Rohölpreise kurzfristig voraussichtlich erhöht halten werde.

Der Anstieg der Ölpreise hat Auswirkungen auf die US-Geldpolitik.

UBS-Strategen erklärten, höhere Energiepreise würden das Wachstum leicht belasten und weitere Zinssenkungen der Federal Reserve verzögern, die Zinsen über null halten und mäßigen inflationsfördernden Druck ausüben.

Die Bank prognostiziert zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte, die erste voraussichtlich im September, die zweite im Dezember.

Marktauswirkungen und UBS-Ausblick

Seit Beginn des Iran-Konflikts am 28. Februar ist der S&P 500 um rund 3,9 % gefallen, da Anleger auf erhöhte geopolitische und energiebezogene Risiken reagierten.

Trotz der kurzfristigen Volatilität betrachtet UBS US-Aktien weiterhin als eine der weltweit attraktivsten Anlageklassen.

Die Bank hält ihre EPS-Prognose von $310 für 2026 aufrecht und nennt mehrere Faktoren, die das Marktwachstum stützen.

Zu den Faktoren zählen robustes Unternehmensgewinnwachstum, eine Fed, die Aktien weiterhin unterstützt, sowie die fortschreitende Einführung und Monetarisierung von Technologien der künstlichen Intelligenz.

Analysten bei UBS betonten außerdem, dass geopolitische Ereignisse zwar kurzfristige Marktvolatilität auslösen können, die langfristigen Fundamentaldaten für US-Aktien jedoch unterstützend bleiben.

US-Markt heute

US-Aktien-Futures gaben am Dienstag nach, da sich eine von Donald Trump gesetzte Frist für Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus näherte und die Erwartungen an ein baldiges Abkommen schwanden.

Futures auf den Dow Jones Industrial Average fielen um 201 Punkte bzw. 0,4 %. S&P 500-Futures gaben um 0,5 % nach, Nasdaq-100-Futures lagen 0,6 % im Minus.

Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge sind die Verhandlungsführer nicht optimistisch, vor Ablauf der Frist ein Abkommen zwischen den USA und Iran zu erreichen.

Trump bekräftigte am Montag, dass die USA die Infrastruktur Irans, darunter Kraftwerke und Brücken, ins Visier nehmen könnten, falls die Straße nicht bis Dienstag, 20:00 Uhr ET, wieder geöffnet wird.

Er fügte hinzu, die Frist sei um einen Tag verlängert worden und verwies auf zeitliche Bedenken im Zusammenhang mit Ostern.

„Sie haben bis morgen Zeit“, sagte Trump und fügte hinzu, die Verhandlungen seien offenbar noch im Gange und mehrere Länder seien an den Bemühungen zur Lösung der Lage beteiligt.