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Reliance begrenzt Spritkäufe an Tankstellen wegen Lieferstörungen: Bericht

Reliance begrenzt Spritkäufe an Tankstellen wegen Lieferstörungen: Bericht
Utkarsh Roshan
09. Apr. 2026, 14:44 PM
  • Reliance begrenzt Kraftstoffkäufe auf ₹1,000 (etwa $11) pro Besuch: Bericht.
  • Lieferstörungen durch die Hormus-Krise treiben Rationierungsmaßnahmen voran.
  • Indiens starke Importabhängigkeit verstärkt die Risiken auf dem Energiemarkt.

Reliance Industries hat laut einem Bloomberg-Bericht begonnen, an seinen Einzelhandelsstellen Kraftstoffkäufe zu begrenzen und Kunden auf etwa ₹1,000 ($10.8) pro Besuch zu beschränken.

Der Schritt erfolgt, während Lieferstörungen trotz eines vorläufigen Waffenstillstands im Nahen Osten anhalten.

Die Einschränkungen gelten für Stationen, die im Rahmen des Joint Ventures mit BP betrieben werden, das landesweit mehr als 2,000 Tankstellen betreibt.

Dem Bericht zufolge, der sich auf Quellen berief, haben Betreiber begonnen, Limits durchzusetzen, um die steigende Nachfrage zu steuern und Engpässe zu vermeiden.

Obwohl das Unternehmen keine formelle Anweisung herausgegeben hat, fügte der Bericht hinzu, dass Tankstellenbetreiber lokalober Caps eingeführt haben, um Hamsterkäufe einzudämmen, da die Versorgung knapper wird.

Ein Reliance-Sprecher sagte der Publikation, es gebe keine offizielle Richtlinie zur Beschränkung von Käufen, räumte jedoch ein, dass solche Fälle „lokalisiert“ auftreten könnten.

Störung in der Straße von Hormus wirkt bis nach Indien

Der Schritt erfolgt, während Indien mit den Folgen von Störungen in der Straße von Hormus zu kämpfen hat, einer wichtigen Route für weltweite Öl- und Gaslieferungen.

Obwohl ein fragiler Waffenstillstand zwischen den USA und Iran besteht, bleibt die Tankerfahrt beeinträchtigt, und Versicherer stufen die Region weiterhin als Hochrisiko ein.

Indien, der drittgrößte Rohölverbraucher der Welt, importiert mehr als 90 % seines Rohölbedarfs, was das Land besonders anfällig für Versorgungsstörungen im Persischen Golf macht.

Erste Anzeichen von Rationierung im Einzelhandelsmarkt

Die Maßnahme von Reliance ist der erste Fall von Kraftstoffrationierung durch einen großen privaten Händler und geht über reine Preisänderungen hinaus, indem sie den Verbrauch direkt begrenzt.

Das Unternehmen betreibt nur etwa 2 % der mehr als 102,000 Tankstellen Indiens, doch der Schritt signalisiert zunehmenden Stress auf dem Markt.

Staatliche Unternehmen, darunter Indian Oil Corporation, Bharat Petroleum und Hindustan Petroleum, haben keine offiziellen Deckelungen angekündigt.

Der Bericht verzeichnete jedoch anekdotische Fälle ähnlicher ₹1,000-Limits an einigen Stationen.

Preisdruck und Marktverluste

Andere Marktteilnehmer haben bereits durch Preisanpassungen reagiert.

Nayara Energy erhöhte laut lokalen Medienberichten im letzten Monat die Diesel- und Benzinpreise, um Verluste zu verringern und die Nachfrage zu dämpfen.

Das Unternehmen ist teilweise im Besitz von Rosneft.

Kraftstoffhändler in Indien arbeiten derzeit mit Verlust.

Laut einem Beitrag des föderalen Ölministeriums vom 1. April verlieren die Unternehmen ₹24.40 pro Liter bei Benzin und ₹104.99 pro Liter bei Diesel.

Während staatliche Raffinerien die Preise an der Zapfsäule zuletzt im März 2024 im Zuge staatlicher Interventionen senkten, stellt die derzeitige Lage eine komplexere Herausforderung dar, da sowohl Versorgungsstörungen als auch Preisdruck eine Rolle spielen.

Die Rohölpreise bleiben volatil, da die Märkte die Dauer der Hormus-Störung gegen die weltweiten Bestände und das Risiko einer erneuten Eskalation abwägen.