Invezz

Pfund fällt leicht, steuert aber auf beste Woche seit Januar zu

Pfund fällt leicht, steuert aber auf beste Woche seit Januar zu
Rivanshi Rakhrai
10. Apr. 2026, 11:38 AM
  • Pfund fällt leicht, steuert aber auf den stärksten Wochengewinn seit Januar zu.
  • Waffenruhe-Hoffnungen mildern Energiesorgen und stützen das globale Marktvertrauen.
  • Dollar schwächt sich, da Investoren wieder in riskantere Anlageklassen umschichten.

Das britische Pfund gab am Freitag leicht nach, blieb aber auf Kurs für seine stärkste Wochenperformance seit drei Monaten, gestützt durch nachlassende geopolitische Spannungen nach einem Waffenruheabkommen zwischen den USA und Iran.

Sterling fiel während der Sitzung um 0.15% auf $1.342.

Trotz des moderaten Rückgangs stand die Währung vor einem Wochengewinn von 1.7%, was ihren größten Anstieg seit Mitte Januar markiert.

Die Erholung spiegelt ein verbessertes Anlegervertrauen wider, nachdem Wochen der Volatilität durch steigende Energiepreise und geopolitische Unsicherheit ausgelöst worden waren.

Waffenruhe-Optimismus stärkt Marktstimmung

Das Marktvertrauen erhielt Anfang der Woche einen Schub, nachdem US-Präsident Donald Trump ein zweiwöchiges Waffenruheabkommen mit Iran angekündigt hatte.

Das Abkommen sieht die Wiederöffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus vor, einer kritischen Passage, durch die typischerweise rund 20% der weltweiten Öl- und verflüssigten Erdgaslieferungen passieren.

Die Ankündigung führte zu einer deutlichen Rallye beim Pfund, wobei das Pfund am Mittwoch um 0.7% zulegte.

Investoren interpretierten die Entwicklung als möglichen Wendepunkt in einem Konflikt, der die Energiepreise in die Höhe getrieben und das globale Wirtschaftswachstum belastet hatte.

Die Zuversicht blieb jedoch vorsichtig, da Anzeichen auftauchten, dass die Waffenruhe fragil sein könnte.

Am Freitag sagte Trump, Iran mache "eine sehr schlechte Arbeit", wenn es darum geht, Öltransporte durch die Straße zuzulassen.

Gleichzeitig setzte Israel seine Angriffe im Libanon fort, was die Sorgen um die Stabilität des Abkommens verstärkte.

Märkte warten auf entscheidende Verhandlungen

Analysten wiesen darauf hin, dass die Finanzmärkte vor den anstehenden Verhandlungen in Pakistan eine abwartende Haltung einnehmen.

„Die Bewegungen an den Finanzmärkten über Nacht waren im Allgemeinen relativ moderat“, sagten die Lloyds-Bank-Analysten Sam Hill und Nicholas Kennedy in einer Research-Note.

Sie fügten hinzu: „Es sieht so aus, als setzten die Märkte ihre Hoffnungen auf positive Entwicklungen in den Verhandlungen in Pakistan am Wochenende.“

Der vorsichtige Ton unterstreicht die anhaltende Unsicherheit trotz der jüngsten Erholung der Risikostimmung.

Währungstrends spiegeln verändertes Anlegerverhalten wider

Seit Beginn des Konflikts am February 27 hat das Pfund bis zum April 10 um 0.4% nachgegeben.

Auch andere große Währungen haben an Wert verloren.

Sterling stand im März unter besonders starkem Druck, als es gegenüber dem Dollar um 1.9% fiel.

Der Rückgang fiel mit einem Anstieg der Energiepreise und einem breiteren Ausverkauf bei globalen Aktien zusammen, was Investoren dazu veranlasste, im US-Dollar Schutz zu suchen.

Die Abhängigkeit des Vereinigten Königreichs von Energieimporten verschärfte die Schwäche des Pfunds in diesem Zeitraum weiter, da die Märkte mit einer möglichen Belastung des Wirtschaftswachstums rechneten.

Dollar schwächt sich, während Risikobereitschaft zurückkehrt

Der US-Dollar zeigte Schwächezeichen, wobei der Dollarindex auf dem Weg zu seinem größten Wochenverlust seit Mitte Januar war.

Investoren wandern aus der sicheren Hafenwährung heraus und allokieren Mittel in Aktien, Anleihen und andere Währungen um, da die Risikobereitschaft zunimmt.

Unterdessen blieb der Euro am Freitag gegenüber dem Pfund weitgehend stabil und notierte bei 87.06 pence.

Seit Beginn des Konflikts ist der Euro gegenüber dem Pfund um etwa 0.7% gesunken, da Händler weiterhin die relative wirtschaftliche Auswirkung der Krise auf verschiedene Regionen bewerten.

Insgesamt deutet die jüngste Performance des Pfunds darauf hin, dass die Märkte angesichts weiterhin bestehender geopolitischer Risiken vorsichtig optimistisch hinsichtlich einer möglichen Stabilisierung der globalen Lage sind.