Warum verfehlt OpenAI Ziele, obwohl die KI‑Investitionen Rekordhöhen erreichen?

Warum verfehlt OpenAI Ziele, obwohl die KI‑Investitionen Rekordhöhen erreichen?
Devesh Kumar
28. Apr. 2026, 06:18 AM

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Google kaufen (GOOGL)

Alphabet (GOOGL) kaufen. Begründung: Die Meldung zeigt eine Verlagerung von Marktanteilen von ChatGPT zu Gemini (starker Anstieg des Web‑Traffics), während OpenAIs Vorsprung im Coding/Enterprise‑Bereich schrumpft. Alphabet verfügt über direkte Nutznießer‑Kanäle (Gemini‑Distribution plus Integration in Search/Ads) und ist weniger dem Risiko einzelner 'Compute‑Finanzierungen' ausgesetzt als OpenAI.

Kernrisiko: Die Nutzung von Gemini steigt, doch Enterprise‑Konversion und Monetarisierung bleiben hinterher, sodass Alphabet weiter ausgeben muss ohne entsprechenden Ertrag.

Verkaufen: OpenAI (GOOGL/GOOG nicht; OPENAI privat)

Reduzieren Sie die OpenAI‑Exponierung durch Short‑Positionen in KI‑'Picks‑and‑Shovels', die am stärksten an OpenAIs Monetarisierungspfad hebeln: Leerverkäufe von NVIDIA (NVDA) und/oder AMD (AMD) gegenüber einem Long‑Korb stabilerer Enterprise‑Software. Begründung: Der Artikel weist auf eine Diskrepanz zwischen Rechenbedarf und Liquidität sowie auf Umsatzverfehlungen infolge von Marktanteilsverlusten an Anthropic/Google hin; das verzögert die Amortisation von KI‑Ausgaben und belastet die Nachfrage nach kapitalintensiver Rechenleistung mit hohen Multiples, die an OpenAIs Wachstumsziele gebunden ist.

Kernrisiko: OpenAIs Monetarisierung beschleunigt sich wieder und die Rechen‑Ausgaben bleiben vollständig finanziert, was die Nachfrageerwartungen für NVDA/AMD anhebt.

  • OpenAI verfehlte interne Nutzer‑ und Umsatzziele trotz starker KI‑Nachfrage.
  • Anthropic und Google verschärfen den Wettbewerb in den Enterprise‑ und Coding‑Segmenten.
  • Hohe Ausgaben für Rechenleistung und Pläne für einen Börsengang erhöhen den Druck auf die Cash‑Flow‑Bilanz.

OpenAI stellt fest, dass Größe im Bereich der künstlichen Intelligenz nicht automatisch in Dynamik mündet.

Laut einem aktuellen Wall Street Journal-Bericht ist der ChatGPT‑Hersteller in den letzten Monaten hinter seinen internen Zielen für sowohl neue Nutzer als auch Umsatz zurückgeblieben.

Zu den verfehlten Zielen gehörte die Vorgabe, bis Ende 2025 1 Milliarde wöchentlich aktive Nutzer zu erreichen.

Die Zahlen wirken unglücklich ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, an dem OpenAI mit $852 billion bewertet wird, sich auf einen möglichen Börsengang vorbereitet und weiterhin enorme Ausgaben für Rechenleistung prognostiziert.

Das Anthropic‑Problem, das niemand kommen sah

Der erste Teil der Geschichte ist kein Einbruch der KI‑Nachfrage, sondern eine Verschiebung dorthin, wo diese Nachfrage fließt.

Dem WSJ‑Bericht zufolge verfehlte OpenAI Anfang dieses Jahres mehrere monatliche Umsatzziele, nachdem es im Bereich Coding und Enterprise Marktanteile an Anthropic verloren hatte.

Das lässt das Ganze eher wie einen Verlust von Marktanteilen in den wertvollsten Segmenten aussehen als wie einen allgemeinen Abschwung.

Die Traffic‑Daten deuten in dieselbe Richtung.

Der Anteil von ChatGPT am Web‑Traffic für generative KI sank von 86,7 % ein Jahr zuvor auf 64,5 % im Januar 2026, während Gemini von 5,7 % auf 21,5 % zulegte.

Die Zahlen erzählen eine klare Geschichte: OpenAI liegt weiter vorn, aber der Vorsprung schrumpft, während Wettbewerber stetig aufholen.

Deshalb sollte das Verfehlen der Ziele als Problem mit Marktanteilen gelesen werden, nicht als ein Versagen des Marktes.

OpenAI bleibt enorm: Das Unternehmen überschritt $25 billion an annualisiertem Umsatz und weitet seine Aktivitäten im Enterprise‑Bereich aus, während es sich der Konkurrenz von Anthropic und Google gegenübersieht.

Die CFO ist besorgt — und sie verbirgt es nicht

Das aufschlussreichste Detail im WSJ‑Bericht ist die interne Sorge um Liquidität und Rechenkapazitäten.

CFO Sarah Friar äußerte gegenüber anderen Führungskräften Bedenken, dass OpenAI künftige Rechenverträge möglicherweise nicht bezahlen könne, falls die Umsätze nicht schnell genug anziehen.

Das ist ein bedeutendes Signal, denn es deutet darauf hin, dass die größte Beschränkung des Unternehmens nicht mehr das Produkt‑Hype ist, sondern das Verhältnis zwischen zugesagter Infrastruktur und tatsächlicher Monetarisierung.

OpenAIs Reaktion war bemerkenswert deutlich. In einer gemeinsamen Erklärung sagten Altman und Friar:

“Das ist lächerlich. Wir sind völlig darauf eingestellt, so viel Rechenkapazität wie möglich zu kaufen.”

Der Ton war defensiv, unterstrich aber zugleich die Spannung im Kern des Geschäftsmodells.

Analysten warnen seit Monaten, dass die Rechnung brutal ist.

Die Deutsche Bank schätzte, dass OpenAI zwischen 2024 und 2029 kumulierten negativen Free Cash Flow von $143 billion ausweisen könnte.

Die Zahlen basierten auf prognostizierten Umsätzen von $345 billion und Ausgaben von $488 billion über diesen Zeitraum.

HSBC erklärte, dass OpenAI bis 2030 möglicherweise weitere $207 billion an Finanzierung benötigt, während die KI‑Infrastrukturinvestitionen der Big Tech‑Unternehmen in diesem Jahr bei etwa $650 billion liegen.

Die IPO‑Uhr tickt nun gegen den Cash‑Burn

Deshalb ist der Börsengang so wichtig.

OpenAI bereitet eine Notierung vor, die das Unternehmen mit bis zu $1 trillion bewerten könnte, und könnte bereits in der zweiten Hälfte 2026 den Antrag stellen.

Das Unternehmen hat bereits eine Finanzierungsrunde über $122 billion bei einer Bewertung von $852 billion abgeschlossen, doch die Kriegskasse erscheint nur groß, bis man sie mit dem Ausmaß der geplanten Ausgaben vergleicht.