Gemini-Aktie steigt trotz Klage und Umstrukturierungsbedenken
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Kauf von GEMINI-Aktien nach dem Ergebnisübertreffen + $100m Gründerinvestition zu $14/share. Die Aktie reagiert auf Fundamentaldaten (Verlust geringer als erwartet, Umsatz +42%) und auf ein starkes Signal innerer Verpflichtung, das den Titel von einem „Turnaround-Risiko“ hin zu einer Einschätzung „Execution improving“ umbewerten könnte. Entkräftende Entwicklung: Das Umsatzwachstum ist nicht nachhaltig und das Management schafft es weiterhin nicht, Nutzer/Services wieder zu beschleunigen, was einen weiteren, ohne Prognose begleiteten Ausverkauf erzwingen würde, der die Einmalinvestition überlagert.
Kernrisiko: Das Umsatzwachstum und die Wiederbeschleunigung bei Nutzern bleiben aus, und das Unternehmen liefert weiterhin keine glaubwürdige Umsatzprognose.
Short-Position auf COIN gegenüber GEMINI (Pair Trade). Wenn die durch die Gründer gestützte Neubewertung von GEMINI real ist, verlagert sich ein Teil der Retail- und Krypto-Handelsaufmerksamkeit von größeren, reiferen Börsen; das Multiple von COIN kann komprimieren, während GEMINI aufholt. Entkräftende Entwicklung: Eine breit angelegte Stärke des Kryptomarkts hebt alle Börsenwerte, und COIN übertrifft unabhängig von den Nachrichten zu GEMINI.
Kernrisiko: Ein breit angelegter Krypto-Aufschwung hebt COIN und macht die relative Wette falsch.
- Die Gemini-Aktie stieg nach der Meldung eines geringeren als erwarteten Quartalsverlusts.
- Die Gründer Winklevoss investierten 100 Mio. US-Dollar in das Krypto-Börsengeschäft.
- Analysten bleiben angesichts von Entlassungen, Klagen und unklarer Wachstumsaussichten vorsichtig.
Die Aktien von Gemini Space Station sprangen am Freitag im vorbörslichen Handel um mehr als 20 % nach oben, nachdem die Kryptowährungsbörse einen geringeren Quartalsverlust als erwartet gemeldet und eine Investition in Höhe von 100 Mio. US-Dollar durch ihre Gründer angekündigt hatte.
Die New Yorker Gesellschaft hatte ihre Aktien beim Börsengang zu 28 US-Dollar bewertet; am Donnerstag schlossen sie bei 5,26 US-Dollar, bevor sie im vorbörslichen Handel anstiegen.
Die Investition wurde am späten Donnerstag offenbart und stammte vom Winklevoss Capital Fund, dem Family Office und der primären Venture-Capital-Einheit der Gründer Cameron und Tyler Winklevoss.
Die Investition erfolgte zu 14 US-Dollar je Aktie; die Zahlung wurde in Bitcoin vorgenommen.
Quartalsverlust besser als erwartet
Gemini meldete für die drei Monate bis zum 31. März einen Nettoverlust je Aktie von 93 Cent.
Die Zahl fiel damit besser aus als die Analystenerwartung eines Verlusts von 1,03 US-Dollar je Aktie, so Schätzungen von LSEG.
Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um 42 % auf 50,3 Mio. US-Dollar.
Das Unternehmen erklärte, der Anstieg sei durch Wachstum bei Dienstleistungen und Erlösen der Over-the-Counter-Plattform bedingt.
Die besser als erwartete Ergebnisentwicklung stärkte das Anlegervertrauen nach monatelangem Druck auf den Kurs.
Analysten zufolge spielte jedoch die Investition der Gründer eine bedeutende Rolle für die Marktreaktion.
Wie in einem Reuters-Bericht erwähnt sagte Evercore-Analyst Adam Frisch: „Wäre da nicht die strategische Investition der Gründer in Höhe von 100 Mio. US-Dollar, würden wir erwarten, dass Gemini beim Zahlenwerk wahrscheinlich rückläufig wäre, da wichtige Kennzahlen wie die Wiederbeschleunigung von Nutzern und Umsatz deutlich hinter den Erwartungen vor dem Börsengang zurückblieben.“
Frisch wies außerdem darauf hin, dass Gemini keine Umsatzprognosen vorgelegt habe, wodurch Investoren nur begrenzte Einblicke in die Expansionspläne des Unternehmens in den Bereichen Prognose- und Derivatemärkte erhalten.
Winklevoss-Zwillinge verteidigen Unternehmensbewertung
Geminis CEO Tyler Winklevoss sagte, der Markt habe Gemini deutlich unterbewertet.
Die jüngste Investition der Gründer erfolgt, während das Unternehmen versucht, den Betrieb zu stabilisieren und Investoren nach einer schwierigen Phase mit Umstrukturierungen und fallenden Kursen zu beruhigen.
Die Winklevoss-Zwillinge erregten erstmals öffentliches Aufsehen, als sie eine Klage gegen Mark Zuckerberg einreichten und ihm vorwarfen, ihre Idee für Facebook gestohlen zu haben.
Der Streit wurde 2008 durch eine Kombination aus Barzahlung und Aktien beigelegt.
Klage und Umstrukturierung belasten die Stimmung
Die Ergebnisveröffentlichung erfolgt in einer turbulenten Phase für Gemini und deren Gründer.
Das Unternehmen sowie Cameron und Tyler Winklevoss sehen sich einer Aktionärsklage gegenüber, in der behauptet wird, Anleger seien bezüglich Geminis Geschäftsaussichten in die Irre geführt worden.
Die Klage verweist auf strategische Veränderungen, Personalabbau und den Weggang von Führungskräften als Faktoren, die zum Kursrückgang der Aktie beigetragen hätten.
Im Februar kündigte Gemini Pläne an, rund 25 % der Belegschaft abzubauen und den Großteil seiner internationalen Aktivitäten zurückzufahren.
Das Unternehmen trennte sich zudem vom Chief Operating Officer, Chief Financial Officer und Chief Legal Officer.
Danijela Stojanovic ist seitdem als Interims-Finanzchefin tätig.
Trotz des starken Kursanstiegs am Freitag zeigten Analysten, dass Bedenken hinsichtlich Geminis Fähigkeit, das Umsatzwachstum zu beschleunigen und das Vertrauen der Investoren langfristig zurückzugewinnen, bestehen bleiben.
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