WTI-Ölpreis fällt auf $92, Trump kritisiert Gegner des Iran-Abkommens

WTI-Ölpreis fällt auf $92, Trump kritisiert Gegner des Iran-Abkommens
Crispus Nyaga
25. Mai 2026, 04:25 AM

Unterstützt von

Invezz
WTI-Rohöl (USO)

Kaufen Sie USO (oder WTI-Futures) nur, wenn die Iran-Gespräche scheitern: Der Artikel weist darauf hin, dass ein Ende der Gespräche die Rohölpreise anheben würde. Das Setup ist ein technischer Ausbruch nach unten (Gap-Down, unterhalb der 25‑Tage-Durchschnitte, bärischer RSI, Schulter‑Kopf‑Schulter), der zunächst weiter nach unten laufen kann, um bei einem Scheitern des Abkommens dann schnell zu steigen. Wesentlicher Auslöser: Schlagzeilen, die ein Scheitern der Gespräche oder kein Abkommen bis zum nächsten Bestätigungsfenster signalisieren.

Kernrisiko: Ein Abkommen wird bestätigt (oder Zugeständnisse/Verzichte werden bereits eingepreist) und der Markt erwartet weiterhin eine Wiedereröffnung der Straße von Hormuz und einen Angebotsanstieg, was den WTI in Richtung/unter $88 drückt.

Risiko beim Iran-Abkommen (WTI vs. Benzin)

Verkaufen Sie Benzin-Exposure über Short-Positionen in UGAZ (oder kaufen Sie Puts auf Benzin), da der Artikel das Abkommen mit einem zukünftigen Angebotsanstieg und einem Rückgang des Rohölpreises verbindet. Sekundäre Folge: Sollte Rohöl schwach bleiben, würden sich die Margen der Raffinerien verengen und die Benzin-Crack-Spreads schneller fallen als Rohöl, noch bevor der physische Angebotsanstieg voll greift. Handeln Sie den Spread: Short UGAZ, solange Rohöl technisch bärisch ist.

Kernrisiko: Eine plötzliche geopolitische Eskalation (Iran greift Energieinfrastruktur oder Schifffahrt an), die Rohöl antreibt und Benzin verteuert, wodurch sich die Spreads gegen die Short-Position ausweiten.

  • Der WTI-Rohölpreis brach am Montagmorgen auf $92 ein.
  • Marktteilnehmer reagieren auf ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran.
  • Ein Abkommen würde die Straße von Hormuz wieder öffnen, durch die Millionen Barrel Öl transportiert werden.

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Rohöl zog deutlich zurück und erreichte den niedrigsten Stand seit dem 7. Mai, während Anleger auf ein mögliches Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran warteten. WTI fiel auf $92, deutlich unter dem Monats­hoch von $110.92. 

Rohölpreise stürzen angesichts Hoffnungen auf ein US‑Iran-Abkommen

Der WTI brach nach einem dramatischen Wochenende ein, in dem Präsident Donald Trump den Markt überraschte. Obwohl er an diesem Wochenende einen Angriff auf Iran erwartet hatte, entschied sich Trump, Gespräche mit den Iranern zu führen, eine Entscheidung, die seine engsten Verbündeten scharf kritisierten.

Trump sagte, dass das verhandelte Abkommen die Straße von Hormuz wieder öffnen werde, was in den kommenden Monaten zu einem Angebotsanstieg führen würde. Ein Abkommen ist jedoch noch weit entfernt, da die Verhandlungen zwischen den beiden Ländern bis Montag andauerten.

Indem er sich für Gespräche statt für einen Angriff entschied, bestätigt sich, dass Trump sich tatsächlich in einer Zwickmühle befindet. Ein Angriff hätte die Rohölpreise steigen lassen, da der Iran mit Angriffen auf Energieinfrastruktur in der Region gedroht hatte.

Insbesondere hatten Iraner gewarnt, ihre Reaktion auf andere Orte auszuweiten, was Anleger als Zeichen werteten, dass sie das Rote Meer schließen könnten, durch das 12% des Öls transportiert werden. Es hätte zudem wichtige Energieinfrastruktur in der Region getroffen, einschließlich einer Pipeline in Saudi-Arabien.

Andererseits würde ein Abkommen auch bedeuten, dass die USA den Iranern erhebliche Zugeständnisse machen, die glauben, den Krieg zu gewinnen. Beispielsweise würden die Iraner letztlich einen Verzicht auf Sanktionen, Entschädigungen und die Kontrolle über die Straße von Hormuz verlangen. 

Diese Zugeständnisse erklären, warum einige von Trumps engsten Verbündeten wie Ted Cruz und Lindsey Graham jegliche Gespräche mit den Iranern scharf kritisierten. Trump versuchte, diese Bedenken zu zerstreuen, und schrieb dass:

“If I make a deal with Iran, it will be a good and proper one, not like the one made by Obama, which gave Iran massive amounts of CASH, and a clear and open path to a Nuclear Weapon. Our deal is the exact opposite, but nobody has seen it, or knows what it is. It isn’t even fully negotiated yet.”

Trumps Ankündigungen erfolgten am Memorial-Day-Wochenende, das normalerweise den Beginn der US-Fahrsaison. Diese Saison wird für viele Amerikaner schwierig sein, da der durchschnittliche Benzinpreis auf $4.55 gestiegen ist.

Technische Analyse des WTI-Rohölpreises

WTI-Rohöl

WTI-Rohöl-Chart | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass der WTI-Rohölpreis in den vergangenen Tagen eingebrochen ist und nun auf dem niedrigsten Niveau seit Wochen verharrt. Er bildete am Montag eine Abwärtslücke und fiel unter die aufsteigende Trendlinie, die die Tiefs seit dem 10. März dieses Jahres verbindet. 

Er hat sich außerdem unter die 25-Tage-Durchschnittslinien und den Supertrend-Indikator bewegt. Auch der Relative-Stärke-Index (RSI) ist in diesem Monat weiter gefallen. Auffällig ist vor allem, dass Hinweise auf die Ausbildung einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation bestehen.

Daher wird der Preis voraussichtlich weiter fallen, da Verkäufer das wichtige Unterstützungsniveau bei $88 ins Visier nehmen. Allerdings ist die Lage rund um Iran weiterhin dynamisch, und ein Abkommen wäre erst bestätigt, wenn Trump und die Iraner es veröffentlichen. Ein Ende der Gespräche ohne Abkommen würde zu höheren Preisen führen.