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Pfund fällt gegenüber dem Dollar wegen eskalierender US‑Iran‑Spannungen

Pfund fällt gegenüber dem Dollar wegen eskalierender US‑Iran‑Spannungen
Rivanshi Rakhrai
28. Mai 2026, 06:41 AM

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Short auf GBP/USD

Verkaufen Sie GBP/USD (Ziel: Bruch unter 1.3400). Der Artikel zeigt eine klare Risk‑Off‑Phase: US‑Iran‑Schläge erhöhen die Nachfrage nach dem US‑Dollar als sicherem Hafen, während UK‑Daten (höhere Arbeitslosigkeit) und reduzierte BoE‑Straffungserwartungen das Pfund schwächen. Das Setup wird zusätzlich durch fallende Gilt‑Renditen gestützt, die die wichtigste Zinsunterstützung für das Pfund entfernen.

Kernrisiko: Eine überraschend restriktive Wende der Bank of England oder ein starker UK‑Inflationsanstieg, der die Märkte zwingt, wieder mehr BoE‑Zinsschritte einzupreisen und damit die renditegetriebene Pfund‑Schwäche umkehrt.

Short auf EUR/USD

Verkaufen Sie EUR/USD (Ziel: Bewegung unter 1.1590). Dieselbe Risk‑Off‑Dynamik trifft auch Europa, und der Artikel weist auf weitere Iran‑bezogene Vergeltungsschlagzeilen hin. Mit sinkenden S&P‑500‑Futures und einem steigenden DXY fehlt dem Euro ein Katalysator, um dem USD‑Kaufdruck entgegenzuhalten.

Kernrisiko: Eine rasche Deeskalation der US‑Iran‑Spannungen, die die Safe‑Haven‑Nachfrage zusammenbrechen lässt und eine breit angelegte USD‑Verkäuferwelle auslöst.

  • Steigende Nahost‑Spannungen stärken die Nachfrage nach dem US‑Dollar.
  • Schwächere UK‑Daten senken die Erwartungen an künftige Zinsschritte der Bank of England.
  • Euro und Pfund schwächen sich, da Investoren in sichere Häfen wechseln.

Das GBP/USD-Paar geriet während des asiatischen Handels am Donnerstag in der Nähe der Marke von 1.3400 unter Druck, da Investoren nach neuen geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten in sichere Häfen flüchteten.

Das britische Pfund schwächte sich gegenüber dem US-Dollar ab, während die Märkte vorsichtig auf erneute militärische Aktivitäten zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran reagierten.

Die Anleger blickten zudem auf die für später am Tag angesetzte Veröffentlichung des US-Inflationsberichts Personal Consumption Expenditures (PCE) Price Index für April.

Geopolitische Spannungen stärken die Nachfrage nach dem US-Dollar

Das US-Militär flog neue Angriffe im Iran und traf eine Stätte, die als Bedrohung für US-Streitkräfte und den Handelsschiffsverkehr eingestuft wurde.

Die USA beschrieben die Operation als gezielt, defensiv und notwendig, um die Waffenruhe aufrechtzuerhalten.

Die Anlegerstimmung verschlechterte sich weiter nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump am Mittwoch.

Trump sagte, er sei entschlossen, eine vorteilhafte Vereinbarung zum Ende des Kriegs mit dem Iran zu sichern. Er warnte außerdem, dass Versuche des iranischen Regimes, Verhandlungen zu verzögern, nicht erfolgreich sein würden, weil „mir die Zwischenwahlen egal sind.“

Die neuesten Entwicklungen verstärkten die Befürchtungen vor einem langwierigen Konflikt im Nahen Osten.

Infolgedessen wandten sich Investoren traditionellen sicheren Häfen zu, was den US‑Dollar stützte und Druck auf wichtige Währungspaare ausübte.

Schwächere britische Daten belasten das Pfund

Auch das britische Pfund geriet unter Druck, nachdem die Märkte ihre Erwartungen an weitere Straffungen der Bank of England zurückgeschraubt hatten.

Der Stimmungsumschwung folgte auf schwächere Inflationsdaten aus dem Vereinigten Königreich sowie auf einen unerwarteten Anstieg der Arbeitslosenquote des Landes auf 5.0% im April.

Entspanntere politische Sorgen trugen ebenfalls zu den geänderten Markterwartungen bei.

Pantheon Macroeconomics schrieb in einer Mitteilung am Dienstag, dass Händler ihre Erwartungen für künftige Zinserhöhungen reduziert hätten.

„Händler preisen nun eine Zinsanhebung weniger für 2026 ein als noch Ende der Vorwoche, und Gilt‑Renditen verzeichneten den größten Wochenrückgang seit Ende 2023“, so Pantheon Macroeconomics.

Das Research‑Haus fügte hinzu, dass niedrigere Anleiherenditen durch mehrere Faktoren bedingt seien.

„Wir schätzen, dass niedrigere Renditen durch niedrigere Ölpreise, einen Rückgang der Wettquoten darauf, dass Sir Keir Starmer ersetzt wird, und Andy Burnhams Zusage, die aktuellen fiskalischen Regeln beizubehalten, getrieben wurden“, hieß es in der Mitteilung.

Der Rückgang der Gilt‑Renditen nahm die zentrale „Zinsunterstützung“ für das Pfund und belastete damit weiter das GBP/USD‑Paar.

Auch der Euro schwächt sich in der risk‑aversen Stimmung

Der Euro verlor ebenfalls gegenüber dem US‑Dollar während der asiatischen Sitzung an Terrain.

Das EUR/USD‑Paar fiel um 0.3% auf rund 1.1590, nachdem Berichte über Vergeltungsmaßnahmen Irans gegen US‑Angriffe in der Nähe des Flughafens Bandar Abbas laut der Nachrichtenagentur Tasnim bekannt wurden.

Die breitere Marktstimmung drehte sich nach den Entwicklungen in Richtung Risikoaversion.

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung lagen die S&P‑500‑Futures 0.3% unterhalb der Marke von 7.500, was auf ein schwächeres Anlegervertrauen und eine geringere Risikobereitschaft hindeutet.

Der US Dollar Index (DXY), der den Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, stieg um mehr als 0.3% auf rund 99.53.

Der stärkere Dollar setzte sowohl das Pfund als auch den Euro weiter unter Druck, da Anleger angesichts wachsender geopolitischer Unsicherheit sichere Anlagen suchten.