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Wall Street erwartet Jobs-Daten, Zinsanhebungsrisiken rücken wieder in den Fokus

Wall Street erwartet Jobs-Daten, Zinsanhebungsrisiken rücken wieder in den Fokus
Rivanshi Rakhrai
29. Mai 2026, 13:22 PM

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Broadcom (AVGO) kaufen

AVGO ist der klarste Indikator für AI-Halbleiter. Wenn die Lohnzahlen keine erneuten Zinsangst auslösen und AVGO starke AI-/Netzwerk-Nachfrage ausweist, sollte das die gesamte Gruppe anheben (SOXX/SMH beta). These: Der AI‑Capex‑Optimismus bleibt bestehen und AVGOs Zahlen bestätigen dies, sodass Renditeanstiege die Technologieführerschaft nicht ausbremsen.

Kernrisiko: AVGO‑Leitlinien enttäuschen bezüglich der Nachfrage nach AI‑Infrastruktur, was eine Herabstufung der Halbleiterbranche erzwingen würde, selbst wenn die Makrodaten nur „okay“ sind.

US-Aktien vs. Treasuries verkaufen (SPY vs TLT)

Falls Lohnzahlen und anhaltend hohe Inflation den Markt zurück in Richtung „höhere Zinsen für längere Zeit“ treiben, würden Aktien Schwierigkeiten haben, während langlaufende US‑Staatsanleihen profitieren. Trade: SPY leerverkaufen und TLT long gehen, um das Risiko „Zinsen bleiben hoch“ auszudrücken, das der Artikel als Hauptrisiko für die Rallye benennt.

Kernrisiko: Die Lohnzahlen kühlen schnell ab und die Inflation entspannt sich, wodurch die Renditen fallen und Aktien ihre Rallye fortsetzen – was die SPY/TLT‑Position stark belastet.

  • Anleger erwarten wichtige Arbeitsmarktdaten vor dem Hintergrund wachsender Inflationssorgen.
  • Broadcom-Zahlen könnten die Stärke der KI-getriebenen Rally testen.
  • Steigende Anleiherenditen bleiben ein zentrales Risiko für Aktien.

Investoren bereiten sich auf eine entscheidende Woche vor, da frische Arbeitsmarktdaten und die Quartalszahlen von Broadcom die Richtung der US-Aktien beeinflussen könnten.

Marktteilnehmer wägen ab, ob anhaltende Inflation und die Möglichkeit höherer Zinsen die starke Rally bei Aktien gefährden könnten.

US-Aktienindizes setzten diese Woche ihren Aufwärtsdrang fort.

Der Leitindex S&P 500 gewann in diesem Jahr mehr als 10% und wurde dabei größtenteils von Technologiewerten und Optimismus über wachstumsstarke KI-Segmente gestützt.

Technologiewerte führten die Markterholung an, nachdem sie im März einen deutlichen Rücksetzer erlitten hatten.

Starke Gewinnerwartungen, die mit dem KI-Boom verbunden sind, haben Anleger ermutigt, in den Sektor zurückzukehren.

Die Märkte erhielten zudem Unterstützung durch Hoffnungen, dass der Iran-Konflikt schließlich beendet werden könnte.

Der Konflikt, der inzwischen drei Monate andauert, bleibt jedoch eine Quelle von Unsicherheit.

Assetpreise könnten gegenüber jeglichen Entwicklungen in der Region weiterhin empfindlich reagieren.

Arbeitsmarktbericht im Fokus

Das Anlegerinteresse wird fest auf den monatlichen Arbeitsmarktbericht gerichtet sein, der am 5. Juni erwartet wird.

Der Bericht erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem die Sorge wächst, dass die Inflation länger erhöht bleiben könnte als erwartet.

Höhere Inflation könnte die Federal Reserve dazu zwingen, Zinserhöhungen in Betracht zu ziehen – ein Szenario, das wahrscheinlich Druck auf Aktien ausüben würde.

Am Donnerstag veröffentlichte Daten zeigten, dass der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) in den 12 Monaten bis April um 3,8% gestiegen ist.

Dieser Anstieg war der größte seit Mai 2023 und wurde von höheren Energiepreisen getrieben, die mit dem Iran-Konflikt in Verbindung stehen.

Die Federal Reserve nutzt PCE-Inflationsdaten, um den Fortschritt in Richtung ihres Inflationsziels von 2% zu überwachen.

Broadcom-Zahlen könnten den KI-Trend testen

Die Quartalsergebnisse von Broadcom, die für Mittwoch geplant sind, dürften erhebliche Marktaufmerksamkeit auf sich ziehen.

Das Halbleiterunternehmen ist nach Marktkapitalisierung das sechstgrößte US-Unternehmen.

Sein Ergebnisbericht könnte die Stimmung gegenüber der breiteren, von KI angetriebenen Rally beeinflussen, die Halbleiteraktien beflügelt hat.

Chiphersteller profitierten von Erwartungen steigender Nachfrage im Zusammenhang mit großzügigen Investitionen in KI-Infrastruktur.

Seit dem Markttief am 30. März ist der Philadelphia Semiconductor Index um etwa 80% gestiegen.

Im gleichen Zeitraum legten Broadcom-Aktien rund 45% zu, während der S&P 500 um 19% vorankam.

Anleger werden Broadcoms Ergebniszahlen genau auf Anzeichen dafür prüfen, dass die starke Wachstumsaussicht für den Sektor intakt bleibt.

Renditen bleiben ein zentrales Risiko

Nächste Woche stehen zudem Berichte zur Aktivität im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor an. Ein weiterer Inflationsbericht in der darauffolgenden Woche wird zu den letzten wirtschaftlichen Daten vor der ersten geldpolitischen Sitzung des Fed‑Vorsitzenden Kevin Warsh am 16.–17. Juni gehören.

Das Marktpricing legt derzeit eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung in diesem Jahr nahe als für eine Zinssenkung.

Dies bleibt trotz der wiederholten Forderungen von Präsident Donald Trump nach einer lockeren Geldpolitik der Fall.

Die Aussicht auf höhere Zinsen in Kombination mit steigender Inflation hat zu den jüngsten Anstiegen der Renditen von Staatsanleihen beigetragen.

Obwohl die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe etwas nachgegeben hat und derzeit bei rund 4,46% liegt, sagte Carlson, dass steigende Renditen weiterhin ein erhebliches Risiko für Aktien darstellen.

Höhere Renditen können die Kreditkosten für Verbraucher und Unternehmen erhöhen.

Sie können Anleihen im Verhältnis zu Aktien auch attraktiver machen.