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US-Börsenwerte fallen, da Bedrohung durch Krypto-Perpetual-Futures wächst

US-Börsenwerte fallen, da Bedrohung durch Krypto-Perpetual-Futures wächst
Ananthu C U
02. Juni 2026, 20:09 PM

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CME Group (CME)

CME kaufen. Obwohl CME um ~4 % gefallen ist, hebt der Artikel strukturelle Vorteile und eine begrenzte kurzfristige institutionelle Störung hervor, da Perps retail-orientierte Spekulationsprodukte sind und nicht zum Hedging gedacht sind. Kernthese: CMEs Kernfranchise im Bereich institutionelle Futures und Clearing ist resilient und der Ausverkauf erscheint im Vergleich zu den Fundamentaldaten übertrieben; zudem könnte CME profitieren, falls die Akzeptanz von Krypto-Derivaten die gesamte Derivateaktivität erhöht.

Kernrisiko: Perps gewinnen schnell institutionell an Bedeutung oder CME verliert signifikante Retail- und Hedging-bezogene Volumina/Preissetzungsmacht, wodurch die Wettbewerbsbedrohung real wird.

Cboe (CBOE)

Cboe verkaufen. Der Markt bewertet den Wettbewerb zwischen Börsen neu, da Cboe um ~9 % gefallen ist aus Angst, dass Krypto-Perps später auf andere Assetklassen ausgeweitet werden könnten und Handelsvolumina sowie Preissetzungsmacht unter Druck geraten. Cboe ist am stärksten dem Retail-Derivatefluss ausgesetzt, wo Perps historisch zuerst Marktanteile gewonnen haben. Kernthese: Eine Kompression der Bewertungsmultiplikatoren setzt ein, und Cboe wird dies nicht schnell kompensieren können.

Kernrisiko: Krypto-Perps bleiben überwiegend eine Nische und Cboes Options-/Derivatevolumina sowie Preissetzungsmacht bleiben robust, wodurch eine Multiplikatoren-Kompression verhindert wird.

  • Cboe fällt 9 %, nachdem Krypto-Perpetual-Futures in den USA genehmigt wurden.
  • Analysten warnen, dass Perps auf Aktien und Rohstoffe ausgeweitet werden könnten.
  • CME und ICE behalten voraussichtlich Vorteile in institutionellen Märkten.

Die Aktien großer US-Börsenbetreiber setzten am Dienstag ihren Rückgang fort, als Anleger die potenziellen Auswirkungen neu genehmigter Krypto-Perpetual-Futures abwogen.

Analysten sagen, der Schritt könne den Wettbewerb in den Derivatemärkten neu gestalten und etablierte Börsenbetreiber vor neue Herausforderungen stellen.

Der Ausverkauf folgte auf die Entscheidung der Commodity Futures Trading Commission, den Weg für regulierte Krypto-Plattformen freizumachen, in den USA Bitcoin-Perpetual-Futures anzubieten.

Die Zulassung bedeutet erstmals, dass US-Anleger über inländische, regulierte Börsen Zugang zu Krypto-Perpetual-Futures erhalten.

Cboe Global Markets führte die Verluste an und fiel um rund 9 %, während CME Group und Intercontinental Exchange ICE jeweils etwa 4 % verloren.

Der Schritt hat Befürchtungen ausgelöst, dass Perpetual-Futures, allgemein als „Perps“ bekannt, sich schließlich über Kryptowährungen hinaus auf andere Anlageklassen ausdehnen könnten, wodurch der Wettbewerb für etablierte Börsenbetreiber zunimmt.

Krypto-Perpetual-Futures schüren Wettbewerbsbedenken

Perpetual-Futures sind Derivatekontrakte ohne klassisches Verfallsdatum.

Die Produkte waren historisch auf Offshore-Krypto-Börsen populär und werden häufig von Privatanlegern genutzt, die gehebelte Exponierung suchen.

Analysten erklärten, die Zulassung regulierter Krypto-Perps könne neuen Wettbewerb im Markt für Privatanlegerhandel schaffen.

„Die Frage wird sein, wie schnell Perps für andere Anlageklassen wie Aktien und Rohstoffe genehmigt werden“, sagte TD Cowen-Analyst Bill Katz in einem Reuters-Bericht.

Die Möglichkeit, dass Perpetual-Futures schließlich für Aktien, Commodities oder andere Märkte eingeführt werden, veranlasste Anleger dazu, die langfristige Wettbewerbsposition der etablierten Börsen neu zu bewerten.

Analysten zufolge könnte das Entstehen neuer Produkte und Plattformen Bewertungsmultiplikatoren im gesamten Börsensektor unter Druck setzen, da Investoren sich ändernde Marktstrukturen und zukünftige Wachstumschancen evaluieren.

TD Cowen behielt trotz Hinweis auf die Wettbewerbsrisiken seine Einstufung „Hold“ für Cboe bei.

Das Unternehmen empfahl Anlegern, zu beobachten, ob neue Bitcoin-Perpetual-Futures-Produkte über die Zeit Cboes Handelsvolumina und Preissetzungsmacht beeinträchtigen.

Analysten sehen begrenzte Bedrohung für institutionelle Märkte

Obwohl Anleger negativ reagierten, argumentierten mehrere Analysten, dass Perpetual-Futures kurzfristig die traditionellen Futures-Märkte kaum substanziell stören dürften.

„Wir halten das Wettbewerbsrisiko für beherrschbar, da fundamentale Produktunterschiede und strukturelle Vorteile für beide Börsen (Cboe, CME) bestehen“, sagte RBC-Analyst Ashish Sabadra in einem Reuters-Bericht.

Analysten wiesen darauf hin, dass Perpetual-Futures primär Privatanleger angezogen haben, wegen ihres Hebels und kürzerer Haltedauern. Die institutionelle Nachfrage bleibt begrenzt.

„Die Kontrakte sind nicht zum Hedging konzipiert, sondern für retail-orientierte Spekulation. Daher ist es schwer vorstellbar, dass Perpetual-Futures die bestehende Liquidität und die Volumina bei CME Group und ICE verdrängen“, sagte Raymond-James-Analyst Patrick O'Shaughnessy.

Folglich sehen Analysten die Wettbewerbsbedrohung überwiegend im Privatanlegersegment und nicht in den institutionellen Märkten, die einen Großteil des Volumens und der Liquidität etablierter Börsen erzeugen.

Für Anleger bleibt die Kernfrage, ob die Zulassung von Krypto-Perpetual-Futures eine Nischen-Ausweitung innerhalb digitaler Assets darstellt oder den Beginn eines breiteren Wandels in der Angebotsstruktur von Derivateprodukten an den US-Finanzmärkten signalisiert.