EU verschiebt Zeitplan für Handelsrisiko-Kapitalrahmen um drei Jahre
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Kaufen: iShares MSCI Europe Financials ETF (EUFN) und/oder Stoxx Europe 600 Banks (SX7E). Die EU verschiebt die FRTB-Regeln zu Kapitalanforderungen für Handelsrisiken um rund 3 Jahre, was den kurzfristigen Kapitalsdruck und die Compliance-Kosten für handelsintensive Banken reduziert. Das unterstützt typischerweise die Ertragskraft und die Risikobereitschaft und verringert die Lücke gegenüber US-/britischen Konkurrenten während des Übergangszeitraums.
Kernrisiko: Ein politisches Veto oder eine Umkehr, die die Regeln wieder auf den ursprünglichen Start 2027 zurückführt und damit sofort den Kapitalsdruck wiedereinführt.
Verkaufen: nachrangige Bankanleihen/AT1-ETFs europäischer Banken (z. B. iShares AT1 CoCo Bond UCITS ETF — Ticker variiert je nach Listing). Verzögerte Regeln können Aktien stützen, erhöhen aber zugleich die Unsicherheit über die endgültige Kalibrierung der Kapitalanforderungen; diese Unsicherheit kann die Kreditspreads weiter ausgedehnt halten und die Nachfrage nach verlustabsorbierenden Instrumenten bis zur endgültigen Festlegung des Rahmens dämpfen.
Kernrisiko: Die endgültigen Regeln fallen weniger streng aus als befürchtet, wodurch sich Spreads verengen und AT1 trotz der Verzögerung besser abschneidet.
- EU verschiebt neue Kapitalregeln für Handelsrisiken von Banken bis Ende 2029.
- Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber US- und britischen Banken zu erhalten.
- Kommission überwacht die weltweite Umsetzung, bevor sie langfristige Entscheidungen trifft.
Die Europäische Kommission wird die Einführung eines neuen Kapitalrahmens für Handelsrisiken bei Banken um drei Jahre verschieben, während sie prüft, wie die Vereinigten Staaten und Großbritannien dieselben internationalen Standards umsetzen, teilte die Kommission am Donnerstag mit.
Der Rahmen ist Teil der Fundamental Review of the Trading Book (FRTB), eines zentralen Bestandteils der umfassenderen Basel-III-Bankenstandards.
Die Maßnahmen sollen stärken, wie Banken handelsbezogene Risiken messen, und sicherstellen, dass die Kapitalniveaus die Risiken, die Institute in ihren Handelsaktivitäten eingehen, genau widerspiegeln.
Verzögerung soll Wettbewerbsfähigkeit sichern
Nach Angaben der Kommission soll die Entscheidung, die Umsetzung der kapitalbezogenen Regeln für Handelsrisiken zu verzögern, verhindern, dass europäische Banken gegenüber ihren Pendants in den Vereinigten Staaten und Großbritannien benachteiligt werden.
Der Schritt gibt den europäischen Behörden zusätzliche Zeit, um zu bewerten, wie andere große Rechtsordnungen mit der Einführung derselben Standards verfahren, bevor die Regeln in der gesamten Europäischen Union vollständig umgesetzt werden.
EU-Kommissarin für Finanzdienstleistungen Maria Luis Albuquerque sagte, die Entscheidung diene dazu, sicherzustellen, dass europäische Banken international wettbewerbsfähig bleiben.
"Die Banken Europas müssen auf gleicher Augenhöhe mit ihren internationalen Konkurrenten konkurrieren können", sagte Albuquerque.
Sie fügte hinzu, dass die Maßnahmen im Umfang und in der Dauer begrenzt seien und zugleich das Bekenntnis der Europäischen Union zu internationalen Bankenstandards wahren.
Albuquerque sagte ferner, die Verzögerung gebe den politischen Entscheidungsträgern mehr Flexibilität, Entwicklungen in anderen Rechtsordnungen zu bewerten, bevor der am besten geeignete langfristige Rahmen bestimmt werde.
Neuer Zeitplan für die Umsetzung
Nach geltendem EU-Recht wären die neuen Kapitalanforderungen ab Januar 2027 vollständig umgesetzt worden.
Nach dem überarbeiteten Ansatz der Kommission gilt das neue Regime jedoch von 2027 bis Ende 2029.
Der Vorschlag tritt in Kraft, sofern er nicht innerhalb der nächsten sechs Monate von den Regierungen der EU-Mitgliedstaaten oder dem Europäischen Parlament per Veto blockiert wird.
Die Verlängerung schafft effektiv ein Dreijahresfenster, in dem europäische Behörden weiterhin internationale Entwicklungen im Zusammenhang mit der Umsetzung des Basel-III-Rahmens und der FRTB-Standards beobachten und bewerten können.
Unterstützung durch europäische Bankenaufsichtsbehörden
Beamte erklärten, die Dreijahresverschiebung sei sowohl mit der Europäischen Zentralbank als auch mit der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde abgestimmt worden.
Die Entscheidung spiegele einen koordinierten Ansatz der europäischen Aufsichtsinstanzen wider, da sie versuchen, die Einhaltung globaler Bankenstandards mit der Sorge um gleiche Wettbewerbsbedingungen für Kreditinstitute in verschiedenen Rechtsordnungen in Einklang zu bringen.
Durch die Verschiebung der vollständigen Umsetzung der Kapitalanforderungen für Handelsrisiken wollen europäische Entscheidungsträger beobachten, wie wichtige globale Märkte die Standards übernehmen, bevor sie über einen langfristigen regulatorischen Ansatz für Banken in der Europäischen Union entscheiden.
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