Brent-Rohöl: Prognose in der Konsolidierung – steigt oder fällt der Preis?
KI-Sentiment: 28/100 Bärisch
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Kaufen Sie Brent-Exposure (BZ=F) in Erwartung eines Anstiegs. Der Artikel weist auf festgefahrene Waffenstillstände, das Risiko von Iran‑USA-Bombardements, fallende US-Vorräte und Entnahmen aus den Strategischen Erdölreserven (SPR) auf den niedrigsten Stand seit Jahren hin – dazu kommt die Nachfrage in der Fahrsaison. Da die Straße von Hormus praktisch auf null liegt, würde jede Eskalation sofortige Angebotspreisbildung erzwingen, und die technische Insel-Umkehr-Formation unterstützt eine Erholung in Richtung $100 und anschließend $110.
Kernrisiko: Eine Deeskalation, die die Straße von Hormus wieder öffnet oder die Waffenstillstandsgespräche wiederherstellt und damit die Angebotsrisikoprämie zum Einsturz bringt.
Verkaufen Sie WTI-Exposure (USOIL ETF), falls das Doppeltop nach unten durchbricht. Brent liegt unter dem 50-Tage-EMA und birgt das Risiko einer bärischen Doppeltop-Umkehr in Richtung $60. Wenn der Markt weiter auf eine Einigung wartet, während Inventar‑/SPR-Effekte bereits eingepreist sind, kann WTI bei schwächerem Momentum und einem technischen Durchbruch underperformen.
Kernrisiko: Öl könnte bei erneuten Iran‑USA‑Schlägen oder einer frischen Störung der Straße von Hormus stark ansteigen, wodurch die $60‑Breakdown‑Prognose hinfällig würde.
- Der Brent-Rohölpreis bleibt in diesem Monat in einer engen Spanne.
- Hezbollah lehnte den Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon ab.
- Es besteht das Risiko kinetischer Auseinandersetzungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten.
Der Brent-Rohölpreis bewegt sich diese Woche weiterhin in einer engen Spanne, während Anleger die neuen Entwicklungen in der anhaltenden US-Iran-Krise beobachten. Er notierte heute, June 5, bei $95.40, nachdem Hezbollah das neue Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und Libanon abgelehnt hatte.
Wahrscheinlichkeit neuer Kämpfe steigt, nachdem Hezbollah den Waffenstillstand ablehnt
Brent und das West Texas Intermediate haben sich diese Woche kaum bewegt, während Anleger die aktuelle Phase der US-Iran-Krise und die schrumpfenden strategischen Reserven der USA bewerteten.
Die Chancen auf eine schnelle Einigung zwischen den Parteien sind diese Woche deutlich gesunken, da Gespräche über den Waffenstillstand ins Stocken geraten sind. Schlimmer noch: Der jüngste Hoffnungsschimmer zwischen Israel und Libanon stieß auf ein erhebliches Hindernis, nachdem Hezbollah den Waffenstillstand abgelehnt hatte.
Hezbollah argumentierte, der Waffenstillstand liege nicht im Interesse Libanons und bedeute Kapitulation. Das bedeutet, dass die Kämpfe zwischen Hezbollah und Israel in absehbarer Zukunft andauern werden — etwas, das Israel anstrebt.
Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass Iran darauf besteht, dass jede Einigung mit den USA von den Entwicklungen im Libanon abhängig sein wird.
Deshalb besteht ein reales Risiko, dass die USA und Iran ihre Bombenkampagnen wieder aufnehmen. Erst diese Woche feuerte Iran eine Salve von Raketen in Richtung Kuwait als Reaktion auf US-Angriffe auf seine Ziele.
Eine neue Eskalationsphase wäre für die Weltwirtschaft riskant, da sie die Rohölpreise deutlich über das heutige Niveau treiben würde. Außerdem zeigen Daten, dass die US-Ölvorräte weiter gefallen sind, während die Entnahmen aus den Strategischen Erdölreserven (SPR) sich beschleunigt und den niedrigsten Stand seit Jahren erreicht haben. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, ist es wahrscheinlich, dass diese Reserven in wenigen Monaten erschöpft sein werden.
In den USA hat die Fahrsaison begonnen
Gleichzeitig befinden sich die USA jetzt in ihrer Fahrsaison, in der die Erdölnachfrage üblicherweise am höchsten ist. Infolgedessen warnen einige hochrangige Beamte und Experten vor einer drohenden Gefahr auf dem Weltölmarkt, falls die Straße von Hormus weiterhin länger geschlossen bleibt.
Vor dem Krieg passierten täglich 20.3 Millionen Barrel Öl die Straße von Hormus. Diese Menge wurde durch die Schließung Irans und die Blockade der USA inzwischen nahezu auf null reduziert.
Die Welt hat zusätzliches Öl gefunden: Saudi-Arabien hat seine Pipeline-Exporte erhöht und liegt nun bei 7 Millionen Barrel pro Tag. Die Ölexporte aus den USA und anderen Ländern wie Kanada sind stark angestiegen. Das reicht jedoch nicht aus, um die Verluste durch die Straße von Hormus auszugleichen.
Technische Analyse des Brent-Rohölpreises
Chart des Brent-Rohölpreises | Source: TradingView
Das Tageschart zeigt, dass der Brent-Rohölpreis in den vergangenen Wochen gemischte Signale gesendet hat. Einerseits ist er unter den 50-Tage-EMA (Exponentiell gleitender Durchschnitt) gefallen, ein Zeichen dafür, dass die Bären weiterhin die Kontrolle haben.
Brent hat außerdem eine Doppeltop-Formation ausgebildet, ein übliches bärisches Umkehrsignal in der technischen Analyse. Sollte sich dies bestätigen, könnte Brent auf das wichtige Unterstützungsniveau bei $60 fallen.
Andererseits hat Brent eine Insel-Umkehr-Formation ausgebildet, die typischerweise nach einer großen Abwärtslücke entsteht. Sollte dies eintreten, könnte der Preis zurückprallen und über den wichtigen Widerstandsbereich bei $100 steigen. Eine solche Bewegung könnte ihn auch auf $110 und darüber hinaus treiben.
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