SpaceX-Börsengang: Bullen zielen auf $165 je Aktie, Bären sehen $63

SpaceX-Börsengang: Bullen zielen auf $165 je Aktie, Bären sehen $63
Vatsala Gaur
11. Juni 2026, 14:15 PM

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SpaceX-verbundene KI-Start-/Weltraum-Lieferkette — Qualitätswerte kaufen

Kaufen Sie die profitabelsten, cashgenerierenden Zulieferer (Picks-and-Shovels), die von einer höheren Startfrequenz sowie gesteigerter Nachfrage nach Satelliten‑ und Bodeninfrastruktur profitieren: z. B. Maxar (MAXR) oder Iridium Communications (IRDM) für Satellitenkommunikations-Exposure. Begründung: Selbst wenn die SpaceX‑Bewertung falsch ist, steigt die Nachfrage nach Nutzlastlieferung, Spektrum/Kommunikation und Bodensystemen tendenziell mit der Starlink‑Skalierung und Starthäufigkeit; das ist der kurzfristigere, weniger spekulative Ertragsmotor.

Kernrisiko: SpaceX integriert einen größeren Teil der Wertschöpfungskette selbst (oder die Nachfrage verlangsamt sich), wodurch das Umsatzwachstum Dritter im Bereich Satelliten/Kommunikation reduziert wird.

SpaceX (IPO) — Verkauf inmitten des Hypes

Verkaufen Sie SpaceX zum/nahe dem Emissionspreis (oder leerverkaufen bei Stärke am ersten Handelstag). Der Bullcase hängt von orbitalen KI-Rechenzentren und Mars‑Skalierungs-Optionalität ab, die Morningstar größtenteils als „Optionsprämie“ bewertet. Da die Aktie auf $2T+ Outcomes ausgepreist ist, würde jede Verzögerung beim Nachweis kostenkonkurrenzfähiger orbitaler Rechenkapazität das Multiple schnell einkochen. Schlüssel-Setup: Bewertungsdifferenz ($165 bull vs $63 bear) plus frühes, durch Lock-up bedingtes Angebotsrisiko.

Kernrisiko: Dass orbitale KI-Rechenzentren sich schnell als kostenkonkurrenzfähig erweisen, echte und skalierbare Gewinne freisetzen und die Premiumbewertung rechtfertigen.

  • Der SpaceX-Börsengang hat mehr als $250 billion an Nachfrage angezogen.
  • New Street Research sieht Aufwärtspotenzial bis $165 je Aktie.
  • Morningstar hält die Aktie für überbewertet und schätzt den fairen Wert auf $63 je Aktie.

Das lang erwartete öffentliche Debüt von SpaceX ist endlich gekommen und hat eine der schärfsten Spaltungen unter Marktexperten der jüngeren Zeit ausgelöst.

Das von Elon Musk geführte Raumfahrtunternehmen wird voraussichtlich am Donnerstag seinen Emissionspreis festlegen und am Freitag mit dem Handel beginnen.

Mit einer erwarteten Bewertung von ungefähr $1.75 trillion würde SpaceX sofort zu einem der wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt werden.

Die Anlegernachfrage wirkt überwältigend.

Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, dass das Unternehmen trotz des Vorhabens, rund $75 billion aufzubringen, mehr als $250 billion an Nachfrage angezogen habe.

Dem Bericht zufolge ist das Angebot zwischen dreieinhalb- und vierfach überzeichnet.

Die außergewöhnliche Nachfrage spiegelt die Begeisterung der Anleger für ein Unternehmen wider, das kommerzielle Raumstarts revolutioniert, mit Starlink das weltweit größte Satelliten-Internetnetz aufgebaut hat und ehrgeizige Pläne verfolgt – von orbitalen Rechenzentren bis zur möglichen menschlichen Besiedlung des Mars.

Trotz der Aufregung sind Analysten weiterhin stark gespalten, ob die Bewertung der Aktie gerechtfertigt ist.

Tesla-Bulle sieht 22% Aufwärtspotenzial gegenüber Emissionspreis

Zu den optimistischeren Stimmen zählt Pierre Ferragu von New Street Research, der die Berichterstattung zu SpaceX eröffnete, ohne eine formelle Einstufung zu vergeben, aber ein Kursziel von $165 pro Aktie setzte.

Während bekannt ist, dass der Börsengang voraussichtlich zu $135 bewertet wird, wies Ferragu darauf hin, dass weiterhin Unsicherheit darüber bestehe, wo die Aktie letztlich an den öffentlichen Märkten gehandelt werden könnte.

Sein Kursziel von $165 impliziert etwa 22% Aufwärtspotenzial gegenüber dem Emissionspreis und bewertet das Unternehmen auf ungefähr $2.3 trillion.

Ferragus Aussichten beruhen auf aggressiven langfristigen Wachstumsannahmen.

Nach Schätzungen, die von Rating-Aggregatoren zitiert werden, erwartet er, dass SpaceX bis 2030 rund $195 billion Umsatz und $65 billion operativen Gewinn erzielen wird.

Diese Prognosen setzen SpaceX auf etwa das 35‑fache des erwarteten operativen Gewinns für 2030 – ein erheblicher Aufschlag gegenüber Technologiegiganten wie Alphabet, das derzeit bei rund dem 13‑fachen des geschätzten operativen Gewinns für 2030 gehandelt wird.

Der Vergleich ist angemessen, da beide Unternehmen stark in Infrastruktur für künstliche Intelligenz investieren.

Alphabet investiert massiv in KI-Rechenzentren, während SpaceX eine unkonventionellere Vision verfolgt.

Musk hat argumentiert, dass im Orbit eingesetzte Rechenzentren langfristig kostengünstiger und effizienter zu betreiben sein könnten als Anlagen auf der Erde.

In Ferragus Bewertung ist ein geschätzter Beitrag von $650 billion aus Starlink-nahen Geschäften und weitere $575 billion, die mit KI-Möglichkeiten verbunden sind, enthalten.

Sollten diese Initiativen erfolgreich umgesetzt werden, hält er SpaceX-Aktien für letztlich bis zu $330 wert.

Der Analyst ist dafür bekannt, langfristig bullische Positionen in von Musk geführten Unternehmen einzunehmen.

Derzeit hält er eine Kaufempfehlung für Tesla und führt eines der höchsten Kursziele an der Wall Street für den Elektroautobauer mit $600.

Obwohl die formelle Analystenabdeckung noch begrenzt ist, weil die meisten an dem Börsengang beteiligten Wall-Street-Banken vor der Veröffentlichung von Research warten müssen, haben Alternativmärkte Hinweise auf die Anlegerstimmung geliefert.

Ende Mittwoch wurden SpaceX-verbundene Aktienfutures auf der Kryptowährungs-Handelsplattform Hyperliquid bei rund $163 gehandelt.

Die als Perpetual-Futures bekannten Kontrakte ermöglichen es Anlegern, mit Hebelwirkung auf Aktienpreise zu spekulieren, und haben sich vor dem Börsengang als informeller Preisfindungsmechanismus etabliert.

Die Futures-Notierungen stimmen eng mit Ferragus Bewertung überein und deuten darauf hin, dass viele Anleger erwarten, dass die Aktien nach Beginn des öffentlichen Handels deutlich über dem Emissionspreis gehandelt werden.

Ob diese Begeisterung nach der Eröffnungssitzung anhält, bleibt abzuwarten.

Morningstar warnt: Anleger könnten zu viel zahlen

Nicolas Owens von Morningstar ist als einer der deutlichsten Skeptiker aufgetreten und argumentiert, dass SpaceX beim IPO deutlich überbewertet sei.

In einer diese Woche veröffentlichten Notiz schätzte Owens den fairen Wert des Unternehmens auf $63 je Aktie, etwa 53 % unter dem gemeldeten Emissionspreis.

Laut Owens spiegelt die Lücke zwischen seiner Bewertung und dem IPO-Preis weitgehend wider, dass Anleger für hochspekulative zukünftige Projekte zahlen statt für die bestehenden Geschäftsaktivitäten des Unternehmens.

Obwohl er SpaceX' technologische Führungsrolle anerkennt, führte er aus, dass ein großer Teil des Emissionspreises einer Optionsprämie für ehrgeizige Initiativen wie orbitale KI-Rechenzentren und künftige Mars-Infrastruktur ähnelt.

„Je eher man glaubt, dass kostenkonkurrenzfähige orbitale KI-Rechenzentren realisierbar sind, desto näher rückt eine neu gewichtete Bewertung von SpaceX am Emissionspreis, und diese zusätzlichen Projekte könnten als Gratis-Optionen betrachtet werden“, schrieb er.

Der zentrale Dissens zwischen Bullen und Bären dreht sich offenbar darum, ob SpaceX rentable Rechenzentren im Weltraum erfolgreich bauen kann.

Owens ist der Ansicht, dass diese Projekte einen großen Einfluss auf die Anlegererwartungen haben.

Unter seinem optimistischsten Szenario könnte SpaceX schließlich eine Bewertung von $1.97 trillion erreichen, was etwa $154 je Aktie entspricht.

Dieses Ergebnis setzt voraus, dass das Unternehmen nachweist, dass orbitale Rechenzentren technisch machbar und wirtschaftlich überlegen gegenüber terrestrischen Anlagen sind.

Er bemerkte jedoch, dass die wissenschaftliche Unsicherheit beträchtlich bleibt.

Sein Basisszenario geht von einem „minimal funktionsfähigen Produkt“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % aus.

Nach diesem Rahmen funktionieren orbitale Rechenzentren, bleiben aber in ihrem Umfang begrenzt, sodass SpaceX etwa 4 % der globalen KI-Rechenkapazität erobern und bis 2035 ungefähr $47 billion an jährlichen KI-bezogenen Umsätzen erzielen könnte.

Das pessimistischste Ergebnis, dem Owens eine Wahrscheinlichkeit von 43 % zuweist, geht davon aus, dass orbitale Rechenzentren keine nennenswerten Vorteile bringen oder nie kommerziell tragfähig werden.

„Wir vermuten, dass das Unternehmen, nachdem es mehrere zehn Milliarden investiert hat, das Projekt irgendwann um 2028 aufgeben würde, so wie das Management die Pläne für mehrere Kleinwagen-Fabriken bei Tesla fallenließ“, schrieb Owens.

Lock-up-Struktur fügt eine weitere Unsicherheitsebene hinzu

Owens wies zudem auf SpaceX' ungewöhnliche Lock-up-Struktur als potenzielles Risiko für frühe Anleger hin.

Anders als bei traditionellen Börsengängen, bei denen Insider typischerweise eine sechsmonatige Verkaufsbeschränkung haben, wird SpaceX bestimmten bestehenden Anteilseignern – ausgenommen Musk – erlauben, Teile ihrer Bestände innerhalb von Wochen nach dem Listing und periodisch bis Dezember zu verkaufen.

Diese Struktur könnte das Angebot an Aktien eher erhöhen, als Anleger es von neu gelisteten Unternehmen gewohnt sind.

Folglich glaubt Owens, dass geduldige Anleger letztlich einen attraktiveren Einstiegspunkt werden finden können.

„Wir sind der Ansicht, dass langfristig orientierte Anleger, die bereit sind, an SpaceX’ zukünftigen Vorhaben und möglichem Erfolg teilzuhaben, Gelegenheiten dazu mit größerer Sicherheitsmarge haben werden, als das anfängliche Angebot voraussichtlich bietet“, schrieb er.

Für den Moment steht der SpaceX-Börsengang für weit mehr als nur eine öffentliche Notierung.

Er ist ein Votum über einige der kühnsten technologischen Ambitionen in der heutigen Wirtschaft.

Ob Anleger die Zukunft der Raumfahrt, KI-Infrastruktur und Mars-Kolonisierung kaufen oder einfach zu viel für einen Traum bezahlen, könnte in den kommenden Jahren zu einer der prägenden Debatten des Marktes werden.