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Kakaopreis-Analyse: Niveaus im Blick in einem schwankenden Markt

Kakaopreis-Analyse: Niveaus im Blick in einem schwankenden Markt
Crispus Nyaga
22. Juni 2026, 23:09 PM

Unterstützt von

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NY Kakaofutures (ICE)

Kaufe ICE NY Kakaofutures bei Rücksetzern in Richtung $4,254–$4,200. Das Golden-Cross (25/50-Tage) ist weiterhin intakt, und die Bestätigung von El Niño (einschließlich hoher Wahrscheinlichkeiten für einen starken Super-El-Niño 2026) deutet auf belastete Erträge in Westafrika hin, wodurch der Markt trotz eines stärkeren USD stützend bleiben sollte. Ziel $4,582, dann Neubewertung für einen weiteren Anstieg, falls sich die Dynamik verbessert. Wesentliches Risiko: eine scharfe Angebotswende – Ivory Coast/Ghana überraschen mit deutlich höheren Erträgen, die den El-Niño-Ertragsdruck überwiegen und die Preise unter die Unterstützungszone $3,937–$3,779 drücken.

Kernrisiko: Ivory Coast/Ghana liefern deutlich stärkere Mengen als erwartet und durchbrechen die Unterstützung bei $3,937–$3,779.

US Dollar Index (DXY) vs Kakao

Verkaufe DXY-Exposure (auf USD-Schwäche setzen), um vom Zweitorder-Effekt zu profitieren: Kakao steht unter Druck durch einen stärkeren Dollar, sodass bei einer Fed, die auf Pause bleibt, aber die Inflation abkühlt, der Dollar schwächen und Kakao stärker steigen könnte als es das Wetter allein vermuten ließe. Umsetzung über eine Short-Position auf den DXY (z. B. DXY-Futures verkaufen) oder durch Kauf eines auf USD-Schwäche setzenden ETFs/Optionsscheins wie Put-Positionen auf UUP. Wesentliches Risiko: Die Fed wird wieder restriktiver (hawkish) oder die Inflation beschleunigt sich, was den DXY weiter antreibt und Kakao wieder in die Spanne zurückzieht.

Kernrisiko: Die Fed wird erneut restriktiver und der DXY steigt weiter, wodurch Kakao unter Druck gerät.

  • Der Kakaopreis gab vom am Mittwoch erreichten 5-Wochen-Hoch nach.
  • Ein stärkerer US-Dollar belastet den Markt.
  • Bedenken wegen des El Niño-Wettermusters stützen weiterhin die Kurse.

Der Kakaopreis gab am Donnerstag einen Teil der Wochengewinne im Zuge eines stärkeren US-Dollars wieder ab. In der vorherigen Sitzung war das Agrarrohstoff auf ein 5-Wochen-Hoch gestiegen. Einerseits stützt die Bestätigung des El Niño-Wettermusters die Kurse. Andererseits dämpfen ein stärkerer US-Dollar und Erwartungen an ein reichliches Angebot führender Produzenten wie Ivory Coast und Ghana das Aufwärtspotenzial.

Kakaopreis gibt Gewinne ab, während der US-Dollar an Stärke gewinnt

Die Kakaofutures im New Yorker Handel gaben am Donnerstag nach, nachdem sie in der vorherigen Sitzung ein fünf Wochen hohes Niveau erreicht hatten. In den jüngsten Sitzungen zeigten die Kurse Volatilität, blieben jedoch in einer engen Spanne.

Einerseits hat ein stärkerer US-Dollar den Rohstoff für Käufer mit Fremdwährungen verteuert. Am Donnerstag setzte der Dollarindex seine vorherigen Gewinne aus, da der Markt die jüngste Zinsentscheidung der Fed verarbeitet. Konkret beließ die US-Notenbank die Leitzinsen unverändert, während die Inflation weiterhin über ihrem Ziel von 2 % liegt.

Gleichwohl bietet die Bestätigung des El Niño-Wettermusters Unterstützung für die Kakaopreise. Nach Angaben der japanischen Wetterbehörde haben sich die Bedingungen bereits im äquatorialen Pazifik ausgebildet. Zudem bewertet die US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) die Wahrscheinlichkeit für einen Super-El-Niño 2026 mit 67 %. Damit würde es sich um einen der stärksten aufzeichnen handeln.

In den wichtigsten kakaoproduzierenden Regionen Westafrikas wird El Niño voraussichtlich trockenere und wärmere Bedingungen bringen, die die Kakaobäume belasten und die Erträge senken. Hinzu kommt, dass die Kakaoernte 2026/2027 in der Region von unterdurchschnittlicher Cherelle-Bildung betroffen ist. Dies trübt die Aussichten für die Hauptsaison, die im Oktober beginnen soll.

Technische Analyse des Kakaopreises

Kakaopreis

Der Kakaopreis steht auf dem Weg, einen Wochengewinn zu verzeichnen, nachdem er in vier der vergangenen fünf Wochen im Minus gelegen hatte. Die Kakaofutures in New York zeigten Volatilität, blieben jedoch in einer Bandbreite.

In der vorherigen Sitzung erreichte er ein Einmonatshoch bei $4,411 je metrische Tonne. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung lag er bei $4,254.

Ein Blick auf das Tageschart signalisiert kurzfristig leichte Gewinne und gedämpfte Verluste. Zunächst hält er sich über dem kurzfristigen 25-Tage-EMA und dem mittelfristigen 50-Tage-EMA. Tatsächlich ist das im frühen Mai ausgebildete Golden-Cross-Muster weiterhin intakt.

Diese Indikatoren deuten einerseits auf weitere Zugewinne hin. Bei einem RSI von 60 dürften sich die Kursbewegungen jedoch nahe der Neutralzone bei 50 bewegen. Kurzfristig könnten den Bullen die nötigen Impulse fehlen, um die Kurse in den überkauften Bereich bei 70 zu treiben.

Entsprechend den technischen Signalen ist die Spanne zwischen $3,937 und $44,90 zu beobachten. Ein Rückfall unter diese Spanne würde diese vorsichtige These widerlegen und die untere Unterstützung bei $3,779 aktivieren. Auf der Oberseite könnten weitere Gewinne am Widerstand bei $4,582 gebremst werden.