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Darum könnte der boomende KOSPI-Index bald stark korrigieren

Darum könnte der boomende KOSPI-Index bald stark korrigieren
Crispus Nyaga
28. Juni 2026, 08:34 AM

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KOSPI-Short

Verkauf von KOSPI-Composite-Index-Exposures (z. B. iShares MSCI South Korea ETF, EWY). Der Artikel weist auf das Risiko eines Spitzenzyklus im Speichersegment, eine starke Indexkonzentration (Samsung + SK Hynix >50%), eine bärische MACD/RSI-Divergenz und eine Doppeltop-ähnliche Formation mit Ziel ~7,000 hin. Kühlt die KI-getriebene Speichernachfrage ab, dürfte der Index schnell eine Neubewertung erfahren.

Kernrisiko: Speicherpreise und KI-Nachfrage bleiben länger als erwartet stark, wodurch die Gewinne von Samsung/SK Hynix weiter beschleunigen und den Reversal-Call entkräften.

Samsung Electronics (005930.KS)

Verkauf von Samsung Electronics. Das Unternehmen ist der zentrale Nutznießer des KI-Speicherbooms, und genau diese These bedeutet: Wenn der Boom endet, können sich Gewinnmomentum und Bewertungsmultiplikator schnell zusammenziehen. Der technische Einbruch auf Indexebene zusammen mit dem Umfeld ausländischer Verkäufe erhöht die Wahrscheinlichkeit eines starken Rückgangs beim Branchenführer.

Kernrisiko: Samsung meldet erneut eine positive Überraschung (Prognose/AI-Speicherpreise), die den Zyklus verlängert und ausländische Käufer anzieht, wodurch die Abwärtsbewegung revidiert wird.

  • Der KOSPI-Index war in diesem Monat besonders volatil.
  • Auf dem Tageschart hat sich ein bärisches Divergenzmuster ausgebildet.
  • Es besteht das Risiko, dass sich südkoreanische Aktien bald umkehren.

Südkoreanische Aktien sind in den letzten Monaten stark gestiegen, der KOSPI-Index hat sich in diesem Jahr verdoppelt, begünstigt durch die starke Performance von Samsung und SK Hynix. Er erreichte diesen Monat ein Hoch bei 9,388 und zog dann auf das aktuelle Niveau von 8,410 zurück. Dennoch besteht das Risiko, dass der Index deutlich nachgibt, sobald das derzeitige, von KI befeuerte Wachstum nachlässt.

Hauptgründe, warum der KOSPI-Index gefährdet ist

Der marktbreite Kospi Composite Index befindet sich in diesem Jahr in einem starken Aufwärtstrend, gestützt durch die kräftigen Zuwächse von Unternehmen wie Samsung und SK Hynix, die zu den führenden Akteuren in der Speicherchip-Branche gehören. 

Die beiden Unternehmen sind stark gestiegen, weil der anhaltende KI-Boom die Speicherpreise deutlich nach oben getrieben hat. Infolgedessen hat ihre Marktkapitalisierung in diesem Jahr die Marke von $1 trillion überschritten.

Die jüngsten Quartalszahlen von Micron zeigten, dass die Speicherbranche in diesem Jahr gut lief. Der Umsatz hat sich mehr als verdreifacht, während die Bruttomarge auf über 80% stieg. Das Management erwartet, dass der Umsatz in diesem Quartal auf über $50 billion ansteigen wird.

Diese Zahlen bedeuten, dass Samsung und SK Hynix kurzfristig ein ähnliches Wachstum erleben dürften. Das erklärt, warum letzteres nun plant, $30 billion aufzubringen durch eine Notierung in den USA. 

Der Haupt­risiko­faktor für den Kospi Composite Index ist jedoch, dass diese beiden Unternehmen mehr als 50% ausmachen. Solange der Speicherboom an Fahrt gewinnt, dürfte der Index weiter gut laufen. Anzeichen für ein Ende dieses Booms würden hingegen zu einer starken Umkehr führen. 

Es besteht zudem das Risiko, dass der KOSPI-Anstieg blasenartige Züge annimmt, da viele südkoreanische Privatanleger aufspringen. Tatsächlich sprechen viele Menschen in Seoul und anderen Städten ständig über den boomenden Aktienmarkt. 

Das hat zu Fear of Missing Out geführt – Angst, etwas zu verpassen (FOMO) – wobei viele Trader hohe Kredite aufnehmen, um am Boom teilzuhaben. Daten zeigen, dass Privatanleger Anfang dieses Monats an eine Kreditgrenze gestoßen sind; viele von ihnen haben über $11 billion geliehen, um den Markt zu pushen.

Auf der anderen Seite haben ausländische Investoren begonnen, ihre südkoreanischen Aktien zu verkaufen. Sie veräußerten kürzlich über 129 million shares, ein Zeichen dafür, dass sie mit einem Stopp der Rally rechnen. 

Ein weiteres potenzielles makroökonomisches Risiko ist, dass die USA und der Iran ihre Angriffe in der Straße von Hormus intensiviert haben, was das Risiko einer Ausweitung des Konflikts birgt. Ein solches Szenario würde zu höheren Rohölpreisen führen, was Südkorea als energieimportabhängiges Land belasten würde.

Der Kospi Composite Index hat eine bärische Divergenz ausgebildet

Kospi-Index

Kospi-Index-Chart | Quelle: TradingView

Die technische Analyse sendet bärische Signale: Der MACD-Indikator bildet eine bärische Divergenz. Dieses Muster tritt auf, wenn der Indikator eine Folge von tieferen Tiefs und tieferen Hochs ausbildet, während sich der Basiswert in einem Aufwärtstrend befindet.

Ähnliches zeigt sich beim Relative Strength Index (RSI), der sich langsam vom überkauften Niveau von 83 auf aktuell 52 zurückgebildet hat. 

Der KOSPI hat außerdem eine Doppeltop-ähnliche Formation ausgebildet. Daher besteht das Risiko, dass er in den kommenden Wochen den Abwärtstrend wieder aufnimmt, möglicherweise bis zur wichtigen Unterstützung bei 7,000.