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Warum erholen sich die Aktien von Samsung und SK Hynix heute stark?

Warum erholen sich die Aktien von Samsung und SK Hynix heute stark?
Devesh Kumar
03. Juli 2026, 05:38 AM

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Samsung Electronics (005930.KS)

Kaufen. Der 9%ige Rückgang am Donnerstag wirkte stimmungsgetrieben nach Metas Schlagzeile zum Verkauf von Rechenkapazität, doch Brokerhäuser argumentieren, die Branche befinde sich weiterhin in einem absoluten Mangel und das Capex beschleunige sich ($806B Big‑Tech‑Capex in diesem Jahr, +73% YoY; +20% im nächsten Jahr). Sollte Samsungs Vorabankündigung am 7. Juli solide Q2‑Ergebnisse zeigen, bestätigt das die Nachhaltigkeit der Nachfrage und verwandelt den Rebound in einen Trend.

Kernrisiko: Das Update vom 7. Juli signalisiert, dass die KI‑Nachfrage nachlässt oder die Margen sich so schnell zusammenziehen, dass die Befürchtung eines ‚Kapazitätsgipfels‘ bestätigt würde.

SK Hynix (000660.KS)

Kaufen. SK Hynix fiel am Donnerstag um etwa 15% und erholte sich am Freitag um rund 4.6% — ein klassisches Überschiessen. Speicher ist der Engpass in KI‑Systemen; wenn Big‑Tech‑Capex und Auftragsbücher ($2.1T verbleibende Leistungsverpflichtungen) weiterhin in kurzfristige Umsätze übersetzt werden, sollte Hynix neu bewertet werden, sobald Anleger aufhören, Metas Schlagzeile auf sektorweite Capex‑Kürzungen zu extrapolieren.

Kernrisiko: Guidance oder Kommentare deuten darauf hin, dass die Speichernachfrage früher als erwartet abflacht (Preise schwächen sich oder der Aufbau von KI‑Servern wird verzögert).

  • Samsung und SK Hynix erholten sich nach dem kräftezehrenden Ausverkauf am Donnerstag.
  • Der KOSPI erholte sich, als Schnäppchenjäger zu KI‑Chip‑Titeln zurückkehrten.
  • Analysten sagten, die mit Meta verknüpften Kapazitätsbefürchtungen könnten übertrieben gewesen sein.

Die Aktien von Samsung Electronics und SK Hynix erholten sich am Freitag, da Schnäppchenjäger nach dem kräftezehrenden Ausverkauf am Donnerstag zu Südkoreas größten Chipherstellern zurückkehrten.

Die Erholung wirkte weniger wie eine grundlegende Neubewertung und eher wie eine Stimmungsbereinigung, nachdem Investoren offenbar überreagiert hatten auf Metas Cloud-Computing‑Pläne.

Die größere Frage ist nun, ob dieser Rebound Samsungs bevorstehendes Ergebnis-Update und die nächste Welle an KI-Ausgabesignalen überstehen kann.

Samsung, SK Hynix: Erholung

Die Erholung folgte einer der heftigsten Ein-Tages-Wendungen im KI‑Chip-Handel Koreas in diesem Jahr.

Am Donnerstag, der Leitindex KOSPI stürzte um 7.89% auf 7,648, sein niedrigster Stand seit mehr als drei Wochen, da weltweite Verkäufe KI‑bezogener Chiptitel auf koreanische Schwergewichte drückten.

An der Spitze des Absturzes standen Samsung Electronics, down 8.90%, und SK Hynix, down 12.81%, begleitet von Verlusten bei SK Square und Hyundai Motor.

Die Zahlen erscheinen im weiteren Kontext noch drastischer: SK Hynix schloss den Donnerstag etwa 15% tiefer und Samsung lag 9% niedriger, nachdem Metas Plan, Rechenkapazität zu verkaufen, Fragen zu einem Überangebot an KI‑Kapazitäten aufgeworfen hatte.

Am Freitagmorgen hatte sich ein Teil dieser Panik bereits gelegt.

Samsung Electronics wurde bei 3,05,500 won gehandelt, 6.22% über der Vortagessitzung, während SK Hynix um 4.6% auf 2.289 million won anstieg. Der breitere KOSPI‑Index legte am Freitag fast 3% zu und stand bei rund 7,869.84.

Das macht die Bewegung zu einer gezielten Erholung bei Chiptiteln und nicht zu einer allgemeinen Erklärung, dass alle Risiken verschwunden seien.

Warum Investoren den Donnerstag für überreagiert halten

Der Auslöser für den Ausverkauf am Donnerstag war Metas gemeldeter Vorstoß, KI‑Rechenkapazitäten zu verkaufen.

Die Befürchtung lautete, dass, wenn einer der weltweit größten KI‑Investoren überschüssige Kapazitäten zum Verkauf hat, der gesamte KI‑Infrastrukturzyklus eher näher am Gipfel sein könnte, als Investoren bisher annahmen.

Mehrere koreanische Brokerhäuser widersprachen dieser Interpretation.

Kim Joong-han, Analyst bei Samsung Securities, sagte der Korea Economic Daily, dass Rechenleistung weiterhin in einem „absoluten Mangel“ sei und dass die gesamte Branche, einschließlich Meta selbst, noch Kapazitätslücken haben könnte, da die KI‑Nachfrage weiter steige.

Die Analystin Cho A-in von Samsung Securities sah die Volatilität eher als Streit um die Auslegung denn als neues negatives Signal.

Sie sagte, die jüngsten Schwankungen spiegelten wider, dass die Anlegerstimmung durch widersprüchliche Deutungen derselben Nachricht erschüttert worden sei, und dass stärker als erwartete Q2‑Ergebnisse Zweifel an der Dauerhaftigkeit der KI‑Investitionen zerstreuen könnten.

Der Analyst Kim Young-gun von Mirae Asset Securities formulierte es direkter.

Er sagte, es sei schwer, die Meta‑Thematik als Beleg für eine entscheidende Reduktion der KI‑Infrastrukturinvestitionen zu sehen, und bezeichnete die jüngste Schwäche als „ein gültiges Fenster für Schnäppchenkäufe bei Halbleiteraktien“.

Zahlen, die das Vertrauen stützen

Die bullische These stützt sich auf Ausgaben: Mirae Asset schätzt, dass die globalen Kapitalausgaben der Big Tech-Unternehmen in diesem Jahr $806 billion erreichen werden, ein Anstieg von 73% gegenüber dem Vorjahr, basierend auf den jüngsten Unternehmensangaben.

Das Brokerhaus erwartet zudem, dass die Ausgaben selbst von dieser höheren Basis aus im nächsten Jahr erneut um mehr als 20% steigen.

Auch die Auftragsbücher bleiben groß: Die zusammengefassten verbleibenden Leistungsverpflichtungen, die globale Big‑Tech‑Unternehmen im ersten Quartal offenlegten, beliefen sich laut Mirae Asset auf $2.1 trillion, ein Anstieg von 24% gegenüber dem Vorquartal.

Etwa $656 billion davon könnten innerhalb von zwei Jahren als Umsatz realisiert werden.

Die nächste große Bewährungsprobe steht ebenfalls bevor: Samsung will am 7. Juli vorläufige Ergebnisse zum zweiten Quartal bekanntgeben, was darüber entscheiden könnte, ob sich der Rebound zu einer stärkeren Erholung entwickelt oder als weitere stimmungsgetriebene Gegenbewegung verpufft.