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Google, RWE unterstützen $469M-Finanzierungsrunde für Proxima Fusion

Google, RWE unterstützen $469M-Finanzierungsrunde für Proxima Fusion
Rivanshi Rakhrai
07. Juli 2026, 09:43 AM

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Proxima Fusion (private)

Kauf-Exposure über einen auf Fusion/Space-Startups ausgerichteten Venture-Korb oder direkte Sekundärbeteiligungen an Proxima Fusion. Die €411M-Runde mit Google + RWE bestätigt sowohl die technologische als auch die industrielle Nachfrage, und der Standort in Bayern bietet einen klaren Pfad zu einem finanzierten Demonstrator (Alpha) mit öffentlicher Kofinanzierung. Dies ist ein „funding momentum“-Setup: Mehr Kapital jetzt bedeutet mehr Ingenieur-Einstellungen, schnellere Fortschritte bei Alpha und höhere Chancen, Meilensteine zu erreichen, die die nächste Runde freischalten.

Kernrisiko: Verschiebungen bei Fusions-Meilensteinen (Kosten/Zeitplan von Alpha laufen aus dem Ruder), die Verwässerung erzwingen oder die nächste Finanzierungsrunde verhindern könnten.

RWE AG

RWE kaufen. RWE unterstützt ein Fusionsprojekt an seinem stillgelegten Standort, wodurch eine echte Option auf zukünftige CO2‑freie Stromerzeugung entsteht und RWE an die nächste Welle von Stromerzeugungstechnologien gebunden bleibt. Selbst wenn Fusion langfristig ist, tendiert der Markt dazu, etablierte Unternehmen neu zu bewerten, wenn sie als frühe Plattformen für bahnbrechende Energieprojekte gesehen werden.

Kernrisiko: Die Fusionspartnerschaft erbringt keine glaubwürdigen Fortschritte und verwandelt die Investition in eine reputationale/finanzielle Belastung.

  • Proxima Fusion sammelt €411 Millionen ein, um die Entwicklung eines Kernfusionskraftwerks zu beschleunigen.
  • Finanzierung bewertet das deutsche Startup mit €2,4 Milliarden; unterstützt von großen Investoren.
  • Das Unternehmen zielt darauf ab, in den 2030er Jahren ein betriebsbereites Fusionskraftwerk in Deutschland zu haben.

Das deutsche Kernfusions-Startup Proxima Fusion hat in einer frischen Finanzierungsrunde €411 Millionen ( $469.69 million) aufgenommen und damit Unterstützung von einer Reihe von Investoren gesichert, darunter der nationale Energieversorger RWE AG und Alphabets Google.

Das Unternehmen erklärte, das Kapital werde seine Bemühungen unterstützen, ein Kernfusionskraftwerk zu entwickeln, das in den 2030er Jahren in Betrieb gehen soll.

Die jüngste Kapitalerhöhung bewertet das drei Jahre alte Unternehmen mit €2,4 Milliarden und ist ein weiterer Schritt in den Plänen, eine Fusionsenergieanlage auf einem stillgelegten RWE-Kernkraftwerksgelände in Bayern zu errichten.

Finanzierungsrunde von neuen und bestehenden Investoren getragen

Die Finanzierungsrunde wurde von XTX Ventures, dem Investmentarm von Alex Gerkos algorithmischem Handelsunternehmen XTX Markets Ltd, zusammen mit dem in London ansässigen East X Ventures angeführt.

Proxima Fusion zufolge stammen rund €150 Millionen des neu eingeworbenen Kapitals von den beiden Lead-Investoren.

Bestehende Investoren trugen einen ähnlichen Betrag bei, zusätzliche Unterstützung kam von KfW Capital, der Investmenteinheit der deutschen Staatsbank, sowie dem EIC Fund der Europäischen Union.

Das Unternehmen teilte mit, dass mehr als 90 % seiner Investoren in Europa ansässig sind.

Proxima Fusion hatte zuvor 2025 bereits €130 Millionen aufgenommen.

Mit der jüngsten Finanzierung gab das Unternehmen an, bislang insgesamt mehr als €650 Millionen an Mitteln gesichert zu haben, darunter €95 Millionen an öffentlichen Zuschüssen.

Projekt in Bayern bleibt zentral für die Expansionsstrategie

Die Finanzierung soll die Entwicklung der geplanten Fusionsanlage in Bayern unterstützen.

Im Februar kündigte Proxima Fusion an, dass der Demonstrator für das Projekt, bekannt als Alpha, etwa €2 Milliarden kosten werde.

Das Unternehmen verpflichtete sich, ein Fünftel der Projektkosten zu tragen, während der Freistaat Bayern ebenfalls einen ähnlichen Anteil zugesagt hat.

Francesco Sciortino, Chief Executive Officer von Proxima Fusion, sagte, das Unternehmen erwarte, die verbleibende Finanzierung von der Bundesregierung und der Europäischen Union zu erhalten.

„Wir haben getan, was wir versprochen haben“, sagte Sciortino in einem Interview.

Google steigt als strategischer Investor ein

Kernfusion bleibt eine experimentelle Technologie; derzeit gibt es keine kommerziellen Fusionskraftwerke.

Der Sektor hat jedoch zunehmende Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da Technologiekonzerne nach künftigen Quellen für CO2-freien Strom suchen, um den wachsenden Betrieb ihrer Rechenzentren zu versorgen.

Google ist als strategischer Investor bei Proxima Fusion eingestiegen. Sciortino sagte jedoch, es gebe derzeit keine konkreten Pläne zwischen den beiden Unternehmen in Bezug auf Rechenzentren.

Er lehnte es ab, die Höhe der Google‑Beteiligung oder den von RWE investierten Betrag zu nennen.

Die Beteiligung folgt auf eine Vereinbarung von Google aus dem Jahr 2025, 200 Megawatt Strom von Commonwealth Fusion Systems zu kaufen, einem in den USA ansässigen Fusionsenergieunternehmen, das ebenfalls von Google unterstützt wird.

Unternehmen hebt Stellarator-Technologie hervor

Die Technologie von Proxima Fusion basiert auf einem Stellarator, einem verdrillten, donutförmigen Gerät, das starke Magnetfelder nutzt, um extrem heiße Plasmen einzuschließen, mit dem Ziel, Kernfusionsreaktionen zu erzeugen.

Sciortino sagte, das Stellarator-Design biete größere Stabilität als alternative Ansätze, einschließlich großer Tokamak-Reaktoren und neuerer laserbasierter Verfahren.

Das Unternehmen unterhält Büros in München, Zürich und Oxford und bezeichnet sich nach der jüngsten Kapitalrunde nun als Europas „bestfinanzierte“ Kernfusionsgesellschaft.

CEO: Das Unternehmen ist schneller als die Konkurrenz

Trotz der neuen Finanzierung liegt Proxima Fusion beim insgesamt eingeworbenen Kapital weiterhin hinter mehreren US-Wettbewerbern zurück.

Commonwealth Fusion Systems hat nahezu $3 billion von Investoren erhalten, während Helion Energy Inc., unterstützt von Sam Altman, ebenfalls deutlich höhere Finanzierungsbeträge angezogen hat.

Sciortino argumentierte jedoch, dass Vergleiche das Alter der Unternehmen berücksichtigen sollten.

„Wir sind schneller als alle anderen“, sagte er.

Das Unternehmen betont, dass die jüngste Finanzierung seine Position stärkt, während es daran arbeitet, die kommerzielle Kernfusionstechnologie näher an die Realität zu bringen und sein geplantes Demonstrationsprojekt in Bayern voranzutreiben.