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Microsoft-Aktie steigt am Mittwoch um 3 % – das ist der Grund

Microsoft-Aktie steigt am Mittwoch um 3 % – das ist der Grund
Ananthu C U
15. Juli 2026, 17:31 PM

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MSFT

Kauf von MSFT. Der Artikel zeigt, dass mehrere Häuser ihre bullischen Einschätzungen beibehalten, Kursziele jedoch lediglich aus Timing-Gründen vor den Ergebnissen gekürzt wurden. Das Kernszenario ist ein verbessertes Azure-Wachstum in der 2. Jahreshälfte, zunehmende Monetarisierung von Copilot und ein potenzieller Stimmungsimpuls durch eine Normalisierung des CapEx-Wachstums im Jahr 2027 nach dem aktuellen KI-Investitionszyklus. Selbst bei höheren KI-Ausgabenerwartungen erwarten Analysten weiterhin ein Umsatz- und operatives Ergebniswachstum im zweistelligen Bereich bis FY27.

Kernrisiko: Azure-Wachstum beschleunigt nicht erneut und die Monetarisierung von Copilot enttäuscht, sodass Investoren das erwartete FY27-Wachstum von MSFT trotz positiver Ratings neu bewerten müssen.

Normalisierung der KI-Investitionen

Kauf von Call-Exposures auf MSFT (z. B. MSFT-Calls mit 3–6 Monaten Laufzeit) im Vorfeld der Ergebnisveröffentlichung am 29. Juli. Die These ist asymmetrisch: Wenn die Azure-Beschleunigung und die Copilot-Adoption besser ausfallen als befürchtet, dürfte der Markt die Narrative einer 'CapEx-Normalisierung' belohnen und den Diskontsatz auf zukünftige Cashflows komprimieren. Kursziele wurden angehoben beziehungsweise bullisch gehalten, auch wenn einige gesenkt wurden – das deutet darauf hin, dass das Aufwärtspotenzial an die Umsetzung und nicht nur an die Stimmung gebunden ist.

Kernrisiko: Das Management prognostiziert deutlich höhere als erwartete KI-CapEx ohne entsprechenden Nutzen bei Azure/Copilot, wodurch die Normalisierungs- und Rendite-von-Ausgaben-Story scheitert.

  • Microsoft steigt, da Analysten das KI-Wachstum trotz Kurszielkürzungen stützen.
  • Evercore sieht Azure und Copilot als Treiber für stärkeres Wachstum im Fiskaljahr 2027.
  • Die Wall Street bleibt vor den Microsoft-Ergebnissen am 29. Juli optimistisch.

Die Microsoft-Aktie MSFT stieg am Mittwoch um etwa 3 %, nachdem Analysten an der Wall Street ihre bullische Einschätzung des Softwarekonzerns bekräftigt hatten, obwohl einige Kursziele vor dem Ergebnisbericht des Unternehmens für das vierte Fiskalquartal später in diesem Monat gekürzt wurden.

Die Kurse legten zu, nachdem Evercore ISI das Kursziel für Microsoft von 510 USD auf 525 USD angehoben und das Rating „Outperform“ beibehalten hatte.

Das Brokerhaus erwartet, dass Microsoft im Fiskaljahr 2027 ein Umsatz- und operatives Ergebniswachstum im zweistelligen Bereich liefern wird, gestützt durch anhaltende Investitionen in künstliche Intelligenz und eine zunehmende Dynamik im Cloud-Geschäft.

Das Unternehmen erklärte, die Microsoft-Aktie befinde sich weiterhin in einer Seitwärtsphase, da Investoren auf klarere Signale zur Beschleunigung der Azure-Umsätze und zur Monetarisierung von Microsoft Copilot warten.

Evercore ISI erwartet, dass das Azure-Wachstum in der zweiten Jahreshälfte anzieht, während die Copilot-Nutzung weiter zunimmt.

Das Brokerhaus prognostiziert außerdem Barmittel-Investitionsausgaben (CapEx) von etwa 210 Mrd. USD für das Fiskaljahr 2027, über der Konsensschätzung von rund 180 Mrd. USD.

Evercore ISI zufolge könnten die Investitionsausgaben nach dem aktuellen Investitionszyklus 2027 zu normalisieren beginnen und zugleich als Katalysator für eine verbesserte Anlegerstimmung dienen.

Analysten bleiben trotz Kurszielkürzungen optimistisch

Während Evercore ISI optimistischer wurde, senkten mehrere andere Brokerhäuser ihre Kursziele vor dem Ergebnisbericht von Microsoft, ohne ihre positiven Empfehlungen zu ändern.

Citi Research senkte das Kursziel von 620 USD auf 570 USD, beließ aber das Rating auf 'Buy'.

Das revidierte Ziel bedeutet weiterhin ein erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber den jüngsten Kursständen von Microsoft.

„Wir bleiben positiv für MSFT“, schrieb Citi-Analyst Tyler Radke am Mittwoch und fügte hinzu, das Unternehmen sei „strategisch zunehmend gut positioniert in einer Ära der Optimierung von Token-Ausgaben und der Effizienz von KI“.

Das Brokerhaus erwartet, dass Microsoft ein starkes viertes Fiskalquartal meldet, warnt jedoch, dass Anleger sich auf höhere Ausgaben für künstliche Intelligenz im Fiskaljahr 2027 einstellen sollten.

„Wir glauben, dass MSFT in der Lage sein wird, stärkere Renditen zu zeigen, wenn die Wachstumsraten in den Kernfranchises (Azure + M365 CoPilot) auf dem Weg ins FY27 beschleunigen, was letztlich bis FY30 das beschleunigende Gesamtwachstum bei Umsatz und EPS antreiben würde“, schrieb Radke.

Wells Fargo behielt ebenfalls eine konstruktive Haltung bei, wies jedoch auf gemischte Erwartungen für das vierte Quartal hin.

Das Institut verwies auf Bedenken hinsichtlich von Microsofts Marktanteil im Cloud-Bereich und den Investitionsausgaben, sagte jedoch, stärkeres Azure-Wachstum, KI-Adoption und Disziplin bei den Betriebskosten könnten einen stärkeren Ausblick für das Fiskaljahr 2027 stützen.

Mizuho senkte ebenfalls sein Kursziel und kürzte es im Zuge einer breiteren Neubewertung von Software-Aktien von 550 USD auf 490 USD.

Das Brokerhaus erklärte jedoch, seine Channel-Checks blieben insgesamt positiv, die Nachfrage nach Public Cloud sei weiterhin stark und die KI-Adoption robust.

KI-Investitionen und Ergebniszahlen bleiben im Mittelpunkt

Die anhaltenden Investitionen von Microsoft in künstliche Intelligenz bleiben vor den Ergebnissen ein zentrales Thema für Investoren.

Evercore ISI erklärte, dass eine Beschleunigung von Azure, Momentum bei Copilot und ein moderateres Wachstum der Investitionsausgaben die Stimmung in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres 2026 verbessern könnten.

Das Unternehmen soll die Ergebnisse für das vierte Fiskalquartal am 29. Juli veröffentlichen.

Die Konsensschätzungen von Fiscal AI prognostizieren einen Gewinn von 4,24 USD je Aktie bei einem Umsatz von 86,66 Mrd. USD.

Die Analystenstimmung bleibt vor den Ergebnissen überwiegend positiv.

Laut Koyfin-Daten bewerten 53 der 56 Analysten, die Microsoft beobachten, die Aktie mit 'Buy' oder einer stärkeren Empfehlung, während die übrigen Analysten bei 'Hold'-Einschätzungen bleiben.