Aston Martin-Aktie: Kaufen oder verkaufen? FTSE-250-Titel unter wachsendem Druck
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Verkaufsempfehlung für AML. Das Unternehmen macht weiterhin bei jedem Fahrzeug Verluste, die Nettoverschuldung sprang auf £1.459bn, und Gläubiger haben bereits Berater hinzugezogen – das Risiko einer Refinanzierung steigt also, nicht sinkt. Trotz höherer Preise sanken die Großhandelsvolumina und Produkt-/Qualitätsprobleme bestehen fort. Mit einer Marktkapitalisierung von etwa ~$480m und einem Unternehmenswert von < $2bn kann die Aktie schwach bleiben, bis eine klare Restrukturierung oder ein Käufer erscheint.
Kernrisiko: Ein glaubwürdiger Übernahme- oder Restrukturierungsdeal, der den Refinanzierungsdruck beseitigt und eine starke Neubewertung erzwingt.
Kreditexponierung gegenüber Aston Martins Schulden verkaufen (oder neue Exponierung über AML-verbundene Anleihen/Kreditfonds vermeiden). Der Artikel weist auf eine „drop-down“-Vermögensstruktur hin, um neue Schulden zu besichern, während bestehende Gläubiger nervös sind – ein klassisches Setup für höhere Verluste im Abschwung. Fällt das Eigenkapital weiter, werden die Recovery-Werte für Schulden typischerweise zuerst gedrückt.
Kernrisiko: Dass Gläubiger ihre Schulden erfolgreich zu günstigen Konditionen restrukturieren mit starker Asset-Deckung, wodurch die Recovery-Erwartungen steigen.
- Der Aktienkurs von Aston Martin Lagonda ist in den vergangenen Wochen stark gefallen.
- Das Unternehmen kämpft mit erheblichen Risiken, unter anderem seiner Bilanz.
- Die Aktie dürfte kurzfristig weiterhin unter Druck bleiben.
Der Aktienkurs von Aston Martin Lagonda steht diese Woche weiterhin unter Druck und notiert nahe dem niedrigsten Stand seit März. Die AML-Aktie ist in diesem Jahr um 44 % gefallen und liegt über die letzten fünf Jahre gesehen 94 % im Minus. Der Rückgang der Aktie könnte anhalten, da das Unternehmen mit anhaltenden Verlusten und zunehmendem Druck auf seine Bilanz kämpft.
Aston Martin Lagonda steht vor erheblichen Risiken
Aston Martin, eines der bekanntesten Unternehmen der Luxusfahrzeugbranche, sieht sich erheblichen Risiken gegenüber, die seine Zukunft beeinträchtigen könnten.
Die jüngsten Zahlen zeigten, dass das Auslieferungsvolumen im ersten Quartal um 1 % auf 939 sank. Dieser Rückgang wurde durch höhere Fahrzeugpreise ausgeglichen, was den Umsatz um 16 % auf £270 million steigen ließ.
Das Unternehmen macht mit jedem verkauften Fahrzeug Verluste. Der Nettoverlust belief sich auf £65.5 million, eine Verbesserung gegenüber den £79.6 million Verlusten im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Seit dem Börsengang 2018 hat Aston nie einen Gewinn erzielt.
Unterdessen hat sich die Verschuldung des Unternehmens weiter erhöht. Die letzten Zahlen zeigten, dass die Nettoverschuldung im Q1 von £1.26 billion im Vorjahreszeitraum auf über £1.459 billion anstieg.
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Aston erhöht die Verschuldung
Das Unternehmen arbeitet nun daran, seine Verschuldung zu erhöhen, während bestehende Gläubiger nervös werden. Es steht in Gesprächen mit HPS, einem Unternehmen, das BlackRock in einem $12 billion-Deal übernimmt. Dieser Deal soll durch Vermögenswerte des Unternehmens abgesichert werden, die außerhalb der Reichweite der bestehenden Gläubiger verschoben wurden – eine Struktur, die als „drop-down“ bezeichnet wird.
Die Kapitalbeschaffung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Gläubiger Jefferies als Berater hinzugezogen haben. Diese Gläubiger sind besorgt über die Finanzlage des Unternehmens und befürchten, dass eine neue Fremdfinanzierung ihre Exponierung gegenüber potenziellen Verlusten erhöhen könnte.
Aston Martin Lagonda befindet sich in einer Finanzierungsrunde und hat Kapital von Yew Tree Overseas aufgenommen. Yew Tree ist ein Konsortium unter der Führung von Lawrence Stroll. Stroll hat auch direkt in das Unternehmen investiert.
Weitere Investoren sind der Public Investment Fund (PIF) Saudi-Arabiens, Mercedes-Benz und Geely. Das Unternehmen hat sogar seine Minderheitsbeteiligung an der Formel 1 und die Namensrechte veräußert.
Trotz all dieser Investitionen ist es dem Unternehmen nicht gelungen, profitabel zu werden; es hat mit Produktverzögerungen und Qualitätsproblemen zu kämpfen.
Das Unternehmen sieht sich zudem erheblichen Wettbewerbsproblemen gegenüber, insbesondere in China, wo lokale Hersteller vergleichbare Fahrzeuge bauen.
Ein potenzieller Katalysator für die Aktie wäre ein Übernahmeangebot durch einen der Investoren, durch eine Private-Equity-Gesellschaft oder durch einen anderen Fahrzeughersteller. Obwohl noch kein Deal angekündigt wurde, würde die Marktkapitalisierung von rund $480 million und ein Unternehmenswert von weniger als $2bn den Konzern zu einem attraktiven Kaufobjekt machen.
Technische Analyse des Aston-Martin-Aktienkurses
AML-Aktienchart | Quelle: TradingView
Die AML-Aktie befindet sich in einem freien Fall und notiert nahe ihrem Allzeittief. Sie liegt weiterhin unter dem 50-Tage-Durchschnitt und befindet sich damit auf dem niedrigsten Stand seit März dieses Jahres.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist unter das neutrale Niveau von 50 gefallen und zeigt nach unten. Daher wird die Aktie wahrscheinlich kurzfristig weiter fallen.
Falls dies eintritt, ist das nächste wichtige Ziel die psychologische Marke von 30p, gefolgt von 25p.
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