Dow steigt um 600 Punkte – US‑Iran‑Pause hebt Aktien vor Fed‑Entscheidung
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Der Ölpreisrückgang infolge der US‑Iran‑Pause stärkt die Erwartungen an die Reisednachfrage und reduziert kurzfristig die Treibstoffkosten. Kaufen Sie United Airlines (UAL) und Southwest (LUV) wegen des Treibstoffkosten‑Rückenwinds und der anhaltenden Risikoneigung vor einer Fed‑Woche, in der die Volatilität nachließ (VIX ~18).
Kernrisiko: Das Öl könnte schnell wieder anziehen (oder das Risiko in der Schifffahrt im Nahen Osten steigt), wodurch der Treibstoffvorteil zunichtegemacht würde.
Das Rohöl fiel nach der Pause deutlich (Brent ~‑6,8 %, WTI ~‑5,7 %), und der Markt hat weiterhin mit Störungen am Roten Meer/der Straße von Hormus zu kämpfen, die die Preise schwanken lassen können – die unmittelbare Richtung ist jedoch nach unten. Short‑Positionen bzw. Untergewicht in Exxon Mobil (XOM) und Occidental Petroleum (OXY) eingehen, um gegen die Erholungsrallye im Energiesektor zu setzen, solange das Öl‑Momentum nachgibt.
Kernrisiko: Ein erneuter Angebots‑Schock (großer Ausfall oder Eskalation) treibt das Rohöl nach oben und zwingt Energieaktien zu einer Neubewertung nach oben.
- Dow stieg um 600 Punkte, da die US‑Iran‑Pause das Anlegervertrauen stärkte.
- Öl fiel stark; Airlines und Kreuzfahrtwerte profitierten, Energieaktien gaben nach.
- Fed‑Sitzung und Quartalsberichte der Big Tech dominieren diese Woche die Märkte.
Die US‑Aktienmärkte eröffneten am Montag höher, nachdem sich die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran entspannten und das Anlegervertrauen stärkten, während ein deutlicher Rückgang der Ölpreise reisebezogene Titel anhob vor einer entscheidenden Woche mit wichtigen Quartalsberichten großer Technologieunternehmen, zentralen Inflationsdaten und der Zinsentscheidung der Fed.
Der Dow Jones Industrial Average stieg um etwa 602 Punkte bzw. 1,16 %, während der S&P 500 um 0,79 % zulegte.
Der Nasdaq Composite gewann 0,86 %, da Anleger über die Schwäche der vergangenen Woche hinwegblickten, die durch geopolitische Spannungen und Sorgen über Ausgaben für künstliche Intelligenz verursacht worden war.
Die Erholung folgte, nachdem die Vereinigten Staaten und Iran das Kriegshandeln am Wochenende pausiert hatten, wodurch unmittelbare Befürchtungen über Versorgungsunterbrechungen im Energiesektor verringert wurden.
Die Märkte blieben jedoch aufmerksam, da Angriffe der jemenitischen, dem Iran nahestehenden Huthi auf saudische Ölanlagen am Roten Meer andauerten, während die Schifffahrt durch die Straße von Hormus unter normalen Niveaus verharrte.
Oil prices tumble as travel stocks gain
Ein starker Rückgang der Rohölpreise unterstützte Sektoren, die typischerweise von niedrigeren Treibstoffkosten profitieren.
Brent‑Rohöl‑Futures fielen um etwa 6,8 % auf rund 90,10 $ pro Barrel, während US‑West Texas Intermediate (WTI) um etwa 5,7 % auf rund 84,20 $ pro Barrel nachgab, nachdem die Pause im Kriegshandeln die unmittelbaren Lieferausfallängste minderte.
Der Rückgang der Ölpreise hob Airline‑ und Kreuzfahrtwerte im Handel an.
United Airlines und Southwest Airlines stiegen um mehr als 3 %, während Royal Caribbean 2,7 % zulegte und Carnival um 4,3 % vorankam.
Energieunternehmen hingegen bewegten sich leichter, da die Rohölpreise zurückgingen. Occidental Petroleum und Exxon Mobil verloren jeweils rund 2 % im Handel.
Anleger verfolgten außerdem weiterhin breitere geopolitische Entwicklungen, nachdem die Ukraine Berichten zufolge ein iranisches Handelsschiff im Kaspischen Meer getroffen hatte, woraufhin Teheran Kiew einen feindlichen Akt vorwarf.
Fed decision and inflation data dominate market focus
Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die Sitzung der Federal Reserve am Mittwoch, wobei die Anleger weitgehend damit rechnen, dass die Notenbank die Zinssätze unverändert lässt.
Marktteilnehmer preisen jedoch weiterhin zumindest 25 Basispunkte an Zinserhöhungen für später in diesem Jahr ein.
Der PCE‑Preisindex für Juni, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, wird einen Tag nach der Zinsentscheidung veröffentlicht und dürfte weitere Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick liefern.
Die Volatilitätserwartungen entspannten sich, wobei der CBOE Volatility Index auf 17,77 fiel.
Die Märkte hatten die vergangene Woche unter Druck beendet, da steigende Ölpreise und eine Eskalation des Konflikts im Nahen Osten Befürchtungen schürten, dass die Inflation vor dem Fed‑Treffen auf einem erhöhten Niveau bleiben könnte.
Big Tech earnings to test AI investment outlook
Die laufende Berichtssaison wird voraussichtlich einen weiteren wichtigen Test für das Anlegervertrauen in Ausgaben für künstliche Intelligenz darstellen.
Microsoft, Amazon, Meta Platforms und Apple werden alle Quartalszahlen vorlegen, nachdem die Sorgen in der vergangenen Woche nach Alphabets Ankündigung erhöhter Investitionsausgaben und negativem Free Cash Flow sowie Teslas schwacher Cash‑Generierung zugenommen hatten.
Im Handel legten Microsoft, Amazon und Meta jeweils um mehr als 1 % zu, während Apple um 0,7 % anstieg.
Nvidia fiel hingegen um 0,26 %.
Trotz der Erholung am Montag bleiben Anleger nach dem jüngsten Ausverkauf bei Chip‑Aktien vorsichtig.
Der Nasdaq Composite liegt etwa 8 % unter seinem Rekordhoch, während der Philadelphia Semiconductor Index Anfang dieses Monats in den Bärenmarkt geriet, nachdem er mehr als 20 % von seinem jüngsten Höchststand verloren hatte.
Die kommenden Ergebnisberichte der größten Technologieunternehmen dürften entscheiden, ob die Begeisterung für Investitionen in KI‑Infrastruktur zurückkehrt oder ob Sorgen über steigende Investitionsausgaben weiterhin auf Halbleiter‑ und Technologieaktien lasten.
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