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Warum Analysten trotz verfehlter Gewinne auf AMD setzen

Warum Analysten trotz verfehlter Gewinne auf AMD setzen
Ananthu C U
05. Aug. 2026, 17:44 PM

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AMD kaufen

Kaufen Sie AMD. Das Umsatzwachstum ist real (Q2 +50 % im Jahresvergleich; Data-Center +107 % auf $6.72B, 58 % des Umsatzes) und die Prognose geht von ~$13B Umsatz im Q3 aus. Die Aktie fiel hauptsächlich aufgrund von Margenängsten, doch das Management hält die Bruttomarge bei 56 %, während der Umsatz anzieht – das schafft die Voraussetzungen für operativen Hebel, falls sich der KI‑Mix verbessert. Die Street-Targets ($620–$700) deuten darauf hin, dass der Markt den Margenpfad und die Traktion bei Data-Center-GPUs unterbewertet.

Kernrisiko: Das Risiko: Das KI-/Data-Center-Wachstum von AMD steigt weiter, aber die Bruttomarge bleibt flach oder verengt sich, sodass die Profitabilität trotz Skaleneffekten nicht zunimmt.

NVDA verkaufen (relativ)

Verkaufen Sie NVDA gegenüber AMD (Pair-Trade). Sollten Anleger von „KI-Umsatzwachstum“ zu „KI-Profitabilitätssteigerung“ wechseln, kann die Erzählung eines sich verbessernden operativen Hebels bei AMD NVDA Teile des Bewertungsmultiples abziehen. Der Data-Center-Mix von AMD weitet sich schnell aus, während das Aufwärtspotenzial von NVDA eher mit anhaltender Dominanz als mit einer Beschleunigung der Margen zusammenhängen könnte.

Kernrisiko: Risikofaktor: NVDAs Margen weiten sich schneller aus als die von AMD und der Markt honoriert die Profitabilität von NVDA stärker als die von AMD.

  • AMD fällt trotz Übertreffen der Q2-Erwartungen bei Umsatz und Gewinn.
  • Data-Center-Umsatz steigt um 107 % durch KI-Nachfrage.
  • Analysten bleiben trotz Margenbedenken optimistisch.

Die Aktien von Advanced Micro Devices AMD fielen am Mittwoch um fast 7 % nachdem Anleger ein weiteres Quartal mit starkem Umsatzwachstum und Gewinnen, die die Wall-Street-Erwartungen übertrafen, außer Acht ließen und sich stattdessen auf die Profitabilitätsaussichten des Unternehmens konzentrierten.

Der Chiphersteller meldete Umsatz im zweiten Quartal von $11.54 billion, ein Anstieg um 50 % gegenüber dem Vorjahr und über der Analystenschätzung von rund $11.28 billion.

Bereinigter Gewinn lag bei $1.66 je Aktie und übertraf damit die Konsensschätzung von $1.62.

AMD gab außerdem eine stärker als erwartete Prognose für das laufende Quartal ab und prognostiziert einen Umsatz von etwa $13 billion, plus oder minus $300 million, verglichen mit Analystenerwartungen von etwa $12.52 billion.

Trotz der soliden Finanzzahlen sank die Aktie deutlich, da Investoren bezweifelten, ob sich die Gewinnmargen parallel zum Anstieg der KI-bezogenen Umsätze verbessern würden.

Data-Center-Geschäft treibt Wachstum

Das Data-Center-Segment von AMD blieb im Quartal die wichtigste Wachstumstreiberin des Unternehmens.

Der Umsatz der Sparte stieg im Jahresvergleich um 107 % auf $6.72 billion und machte 58 % des Gesamtumsatzes aus.

Unterdessen stieg der Client-Umsatz um 23 % auf $3.1 billion, während der Embedded-Umsatz um 19 % auf $977 million zunahm. Das Gaming-Geschäft blieb das schwächste Segment mit einem Umsatzrückgang von 31 % auf $779 million.

Während die Nachfrage nach KI-Produkten insgesamt stark blieb, sorgten sich Investoren stärker um die Margenaussichten des Unternehmens.

AMD erwartet, dass die bereinigte Bruttomarge im dritten Quartal bei 56 % bleibt, obwohl der Umsatz voraussichtlich sequenziell um rund 13 % zulegen wird.

Die Marktreaktion deutete darauf hin, dass Anleger nun größeren Wert darauf legen, wie profitabel AMD sein Geschäft mit künstlicher Intelligenz ausbauen kann, statt ausschließlich auf das Umsatzwachstum zu achten.

Analysten bleiben trotz Ausverkaufs optimistisch

Obwohl der Ergebnisbericht die Anleger nicht vollständig zufriedengestellt hat, behielten mehrere Wall-Street-Häuser eine positive Einschätzung zu AMDs langfristigen Aussichten bei.

Wells Fargo erklärte, man bleibe optimistisch hinsichtlich der Fähigkeit des Unternehmens, Marktanteile im Bereich Server- und PC-Prozessoren zu gewinnen und gleichzeitig seine Präsenz bei KI-Beschleunigern auszubauen.

Analyst Aaron Rakers sagte: "We are positive on AMD's ability to continue gaining share in the server and PC CPU markets, increasing traction in datacenter GPUs, positive / accelerating incremental operating leverage, and ultimately, earnings power in excess of +$14/share by 2027."

Die Brokerage beließ ihr Overweight-Rating und hob das Kursziel von $615 auf $700 an.

Bank of America bekräftigte ebenfalls ihr Buy-Rating mit einem Kursziel von $620 und erklärte, AMD sei für beschleunigtes Umsatzwachstum in den nächsten zwei Jahren positioniert.

Die Brokerage räumte ein, dass das kurzfristige Übertreffen der Gewinnerwartungen und die Anhebung der Prognose moderat ausfielen, argumentierte jedoch, dass diese weniger wichtig seien als der erwartete Hochlauf des Helios-Rack-Systems des Unternehmens, der später in diesem Jahr beginnen soll.

Goldman Sachs hielt ebenfalls am Buy-Rating und an einem Kursziel von $640 fest.

Die Bank stellte fest, dass Anleger mit hohen Erwartungen in die Ergebnisveröffentlichung gegangen waren, insbesondere in Bezug auf Marktanteilsgewinne bei Server-CPUs und AMDs KI-Produkte der nächsten Generation.

Während das Management Erwartungen für das Data-Center-Geschäft hervorhob, das 2027 voraussichtlich deutlich über 100 % wachsen werde, deutete Goldman Sachs an, "dass die optimistischsten Erwartungen wahrscheinlich über diesem Niveau für Umsatz und Bruttomarge lagen."