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Gap-Aktie steigt, Michael Francis wird Old Navy-CEO — Marke kämpft weiter

Gap-Aktie steigt, Michael Francis wird Old Navy-CEO — Marke kämpft weiter
Ananthu C U
28. Aug. 2026, 15:10 PM

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GAP (Gap Inc.)

Kaufen: GAP. Die Aktie stieg nach dem CEO-Wechsel bei Old Navy an, und das Unternehmen hob zudem die Gewinnerwartung an, während die Margen stabil blieben. Der Markt bewertet einen Turnaround-Katalysator; die Bewertung ist gegenüber den Peers weiterhin günstig (erwartetes KGV ~8,3), sodass das Aufwärtspotenzial größer ist, falls Old Navy sich in der 2. Jahreshälfte stabilisiert. Zentrale Voraussetzung: der Führungswechsel bei Old Navy sowie ein klarer Produktfokus (Denim/Activewear/Strickwaren) und nachlassender saisonaler Druck im 3. Quartal.

Kernrisiko: Old Navy verliert weiterhin Kunden und die Verkaufsdynamik kehrt in den nächsten zwei Quartalen nicht zurück, was zu einer weiteren Kürzung der Umsatzprognose zwingen würde.

American Eagle (AEO) vs GAP

Kaufen: GAP und Verkaufen: AEO. GAP ist die günstigere Turnaround-Wette mit neuem Old-Navy-CEO und erhöhter EPS-Prognose; AEO ist eine reifere Story mit weniger direktem Katalysator. Wenn sich Old Navy verbessert, kann GAPs Multiple aufgewertet werden, während AEO range-bound bleibt, wodurch sich die relative Performance ausweiten würde.

Kernrisiko: Die Kundenfrequenz und der Umsatz von AEO beschleunigen sich wieder, während GAPs Old-Navy-Plan scheitert, womit der relative Trade schnell falsch wäre.

  • Gap ernennt Michael Francis zum Leiter der angeschlagenen Marke Old Navy.
  • Old-Navy-Umsätze fallen um 4%, belastet durch saisonale Artikel und geringere Kundenfrequenz.
  • Gap verengt die Umsatzprognose, erhöht jedoch die bereinigte EPS-Prognose für das Gesamtjahr.

Die Aktien von Gap GAP stiegen am Freitag im vorbörslichen Handel um etwa 17%, nachdem der Bekleidungshändler den Branchenveteranen Michael Francis zum Präsidenten und CEO von Old Navy ernannt hatte.

Francis übernimmt die größte Marke des Unternehmens am 2. November und ersetzt Haio Barbeito.

Der Führungswechsel erfolgt, während Old Navy damit kämpft, wieder Schwung zu gewinnen, insbesondere in Kategorien für Damenbekleidung.

Die Marke meldete im zweiten Quartal einen Rückgang der vergleichbaren Umsätze um 4% — der erste Rückgang der vergleichbaren Umsätze seit 12 Quartalen.

Saisonware und ein stärker als erwarteter Rückgang der Kundenfrequenz belasteten die Ergebnisse.

Gap-CEO Richard Dickson sagte, das Unternehmen gehe mit uneinheitlicher Performance seiner Marken in die zweite Jahreshälfte.

Er räumte ein, dass das Unternehmen nicht das angestrebte Umsatzergebnis erzielt habe, wenngleich operative Disziplin zur Stabilisierung der Bruttomargen beigetragen habe.

Der Händler hat seit Dicksons Amtsantritt als CEO 2023 Führung und Marketing neu aufgestellt; Gap und Banana Republic zeigten dabei stärkere Ergebnisse. Old Navy blieb hingegen ein wesentlicher Schwachpunkt.

Old Navy setzt auf Denim und Activewear

Gap plant, die Performance von Old Navy durch stärkeren Fokus auf Denim, Activewear, Sweater und Strickwaren zu verbessern. Dickson sagte, die saisonalen Belastungen dürften sich im dritten Quartal abschwächen.

Old Navy ist laut Gap die drittgrößte Denim-Marke in den USA, und das Management sieht Chancen bei Stilen wie Low-Rise- und Baggy-Jeans. Der Händler plant zudem, sein Activewear-Angebot im Herbst mit Old Navy Sport auszuweiten.

Analysten hoben die Bedeutung des Führungswechsels für die breitere Wende hervor. Jefferies erklärte, die Ernennung unterstreiche den Fokus des Managements auf die Stabilisierung der Old-Navy-Performance angesichts ihrer Bedeutung für das Unternehmen.

Neil Saunders, Managing Director von GlobalData, sagte in einem Reuters-Bericht, die Kundenbasis der Marke stehe unter Druck, argumentierte jedoch, Old Navy habe den Konsumenten zudem zu wenige Gründe zum Einkauf geliefert.

Morgan Stanley hob zudem das Kursziel für Gap von 21 auf 23 US-Dollar an und bestätigte die Einstufung 'Equalweight'.

Die Bank verwies auf besser als erwartete Ergebnisse im zweiten Quartal, konstruktive Trends bei Old Navy und robuste Margen, ließ jedoch verlauten, man wünsche sich mehr Belege dafür, dass sich die Marke in der zweiten Jahreshälfte verbessern kann.

Gap verengt Umsatzprognose trotz Gewinnanstieg

Gap übertraf die Quartalserwartungen, gestützt durch stärkere Preise und Verkäufe bei der namensgebenden Marke, und hob die Jahresgewinnprognose an.

Die Gesellschaft verengte jedoch ihre Umsatzwachstumsprognose für das Geschäftsjahr 2026 auf 1–1,5% (zuvor 1–2%), mit Verweis auf wirtschaftliche Unsicherheit.

Gleichzeitig wurde der bereinigte Gewinn je Aktie auf $2,35–$2,45 (zuvor $2,30–$2,40) angehoben.

Die gegensätzlichen Prognosen verdeutlichen die Herausforderungen für Gap, die Profitabilität zu steigern und gleichzeitig die Verkaufsdynamik bei Old Navy wieder aufzubauen.

Saunders sagte, Gap könne das Jahr mit positivem Umsatz abschließen, fügte jedoch hinzu, dass der Händler seine größte Marke zurück in Schwung bringen müsse, damit sich die breitere Wende überzeugend fortsetzt.

Das erwartete KGV für die nächsten 12 Monate lag bei 8,33, unter American Eagle Outfitters mit 8,94 und Urban Outfitters mit 11,93.